Swiss Life-Studie: Generation Z leidet massiv unter Arbeitsstress
25.02.2026 - 18:37:29 | boerse-global.deEine neue Studie zeigt eine tiefe Kluft: Junge Arbeitnehmer in Deutschland stehen unter mehr als doppelt so hohem Druck wie die Generation ihrer Eltern. Die Ursachen sind vielfältig – und die betriebliche Unterstützung oft mangelhaft.
Die am Dienstag veröffentlichte „Swiss Life Stress-Studie“ offenbart alarmierende Zahlen. 82 Prozent aller Deutschen klagen über stressbedingte Beschwerden. Der Spitzenwert findet sich bei den Jüngsten: Fast die Hälfte (48 Prozent) der Generation Z (Jahrgänge 1997-2007) fühlt sich „eher hoch“ oder „sehr hoch“ gestresst. Bei den Babyboomern (1946-1964) sind es nur 20 Prozent.
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Leistungsdruck und Überforderung als Haupttreiber
Was belastet die Menschen am meisten? Die Befragten nannten drei zentrale Faktoren: Leistungsdruck (40 Prozent), ein Gefühl der Überforderung (39 Prozent) sowie Zeitdruck und Überstunden (39 Prozent). Die Studie zeigt auch ein deutliches Informationsdefizit in den Betrieben. Nur jeder fünfte Arbeitnehmer fühlt sich über Angebote zur Stressreduktion durch seinen Arbeitgeber gut informiert.
„Die Zahlen sind ein Weckruf“, kommentiert ein Arbeitspsychologe die Ergebnisse. „Chronischer Stress ist ein Hauptrisikofaktor für Burn-out, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen. Hier entstehen massive volkswirtschaftliche Kosten.“
Das Homeoffice-Paradox: Entlastung oder zusätzlicher Stress?
Ein überraschendes Ergebnis betrifft die Wahrnehmung moderner Arbeitsformen. Während 37 Prozent der Generation Z Homeoffice und flexible Zeiten als stressreduzierend empfinden, teilt nur etwa jeder sechste Babyboomer (17 Prozent) diese Ansicht.
Für viele Jüngere überwiegen die Vorteile: wegfallender Arbeitsweg und mehr Selbstbestimmung. Ältere Kollegen sehen dagegen die Schattenseiten – vor allem die ständige Erreichbarkeit und die verwischte Grenze zwischen Beruf und Privatleben. Dieses „Homeoffice-Paradox“ macht deutlich: Einheitslösungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement funktionieren nicht mehr.
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Alternative Wege: TCM als Ergänzung zur Schulmedizin
Angesichts der Lücken in der betrieblichen Vorsorge suchen immer mehr Menschen nach ergänzenden Methoden. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gewinnt an Bedeutung. Ihr ganzheitlicher Ansatz sieht Stress als Blockade des Energieflusses („Qi“).
Methoden wie Akupunktur oder Qigong zielen darauf ab, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen. Eine Langzeitbeobachtung der iTCM-Klinik Illertal deutet auf positive Effekte bei chronischem Stress hin, etwa durch Senkung des mentalen Stressindex. Könnten solche Ansätze die betriebliche Gesundheitsvorsorge bereichern?
Kulturwandel in den Unternehmen ist unausweichlich
Die Studie legt einen fundamentalen Wandel nahe. Die „One-Size-Fits-All“-Mentalität ist überholt. Unternehmen müssen die unterschiedlichen Lebensrealitäten ihrer Belegschaft anerkennen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten.
Die Zukunft gehört einer präventiven Kultur, die mentale Gesundheit entstigmatisiert und fördert. Dazu gehören flexible Arbeitsmodelle, die tatsächlich entlasten, und ein Mix aus konventionellen sowie komplementären Gesundheitsangeboten. Die hohe Stresslast der Generation Z zeigt: Dieser Wandel ist nicht nur wünschenswert, sondern dringend notwendig.
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