Superager, Geheimnis

Superager: Das Geheimnis der geistig fitten 80-Jährigen

05.02.2026 - 22:26:12

Studien zeigen, dass Superager über 80 eine dickere Hirnrinde und spezielle Neuronen besitzen. Ein aktiver Lebensstil mit Bewegung und sozialen Kontakten ist entscheidend für den Aufbau einer kognitiven Reserve.

Superager über 80 besitzen das Gedächtnis von 50-Jährigen. Die Forschung entschlüsselt jetzt, was ihre Gehirne so besonders macht – und was wir daraus lernen können.

Dickere Hirnrinde und spezielle Neuronen

Die Gehirne dieser mentalen Spitzenleistungsträger unterscheiden sich deutlich von denen normal alternder Gleichaltriger. Magnetresonanztomographie (MRT) zeigt: Sie verlieren nur etwa halb so viel Hirnvolumen pro Jahr. Entscheidend ist eine dickere Großhirnrinde in Schlüsselregionen.

Eine dieser Regionen, der für Aufmerksamkeit zuständige anteriore cinguläre Kortex, ist bei Superagern sogar größer als bei 50- bis 60-Jährigen. Zudem fanden Forscher eine drei- bis fünffach höhere Anzahl an Von-Economo-Neuronen. Diese speziellen Nervenzellen werden mit sozialer Intelligenz in Verbindung gebracht.

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Zwei Wege: Widerstandsfähigkeit oder Toleranz

Langzeitstudien identifizieren zwei Mechanismen hinter dem Phänomen:
* Resistenz: Die Gehirne einiger Superager bilden kaum Alzheimer-typische Proteinablagerungen.
* Resilienz: Andere entwickeln diese Ablagerungen zwar, zeigen aber keine daraus resultierenden Gedächtnisprobleme.

Diese Erkenntnis ist bahnbrechend: Sie beweist, dass Alzheimer-Pathologien nicht zwangsläufig zu Demenz führen müssen. Die Forschung sucht nun nach den Schutzfaktoren, die diese Widerstandskraft ermöglichen.

Der Lebensstil macht den Unterschied

Genetik spielt eine Rolle, doch der Lebensstil ist entscheidend. Bei Superagern häufen sich klare Gewohnheiten:

  • Körperliche & geistige Aktivität: Regelmäßige Bewegung und anspruchsvolle mentale Herausforderungen – wie das Erlernen einer Sprache – halten das Gehirn fit.
  • Starkes soziales Netz: Enge, positive Beziehungen sind ein gemeinsamer Nenner. Dies passt zum Fund der sozial relevanten Von-Economo-Neuronen.
  • Positive Einstellung: Gutes Stressmanagement und erholsamer Schlaf verlangsamen den Alterungsprozess des Gehirns.

Neue Wege für Prävention und Therapie

Die Forschung verschiebt den Fokus: weg von der reinen Krankheitsbetrachtung, hin zum Verständnis natürlicher Schutzmechanismen. Die Erkenntnisse sind ermutigend, denn sie zeigen, dass eine „kognitive Reserve“ aufgebaut werden kann.

Diese Reserve könnte es dem Gehirn ermöglichen, altersbedingte Schäden zu kompensieren. Zukünftige Therapien könnten gezielt die bei Superagern robusten Hirnregionen stärken. Die Botschaft ist klar: Geistiger Abbau im Alter ist kein unausweichliches Schicksal.

@ boerse-global.de