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Super Micro Computer Aktie: Wichtiger Nvidia-Deal

06.01.2026 - 18:54:30

Super Micro Computer sichert sich als Nvidia-Partner für die kommende Vera-Rubin-Architektur, während die Aktie unter schwachen Quartalszahlen und gesunkener Marge leidet.

Super Micro Computer steht am Scheideweg zwischen operativen Problemen und technologischer Innovation. Während die jüngsten Quartalszahlen die Anleger enttäuschten, sendet das Unternehmen jetzt ein starkes Signal von der CES 2026: Als offizieller Partner für Nvidias kommende “Vera Rubin”-Architektur will der Konzern seine Relevanz im KI-Wettlauf sichern.

Technologischer Schulterschluss

Am gestrigen Montag, den 5. Januar, bestätigte das Unternehmen offiziell die Erweiterung seiner Fertigungskapazitäten für die neue Nvidia-Generation. Konkret geht es um die Systeme Nvidia Vera Rubin NVL72 und HGX Rubin NVL8. Diese Plattformen erfordern aufgrund ihrer enormen Leistungsdichte eine fortgeschrittene Flüssigkeitskühlung (DLC), in die Super Micro zuletzt massiv investiert hat.

Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, die Verfügbarkeit für die zweite Jahreshälfte 2026 zu sichern. Marktbeobachter werten dies als direkten Versuch, Befürchtungen zu zerstreuen, das Unternehmen könnte im nächsten Hardware-Zyklus Marktanteile an Konkurrenten wie Dell oder CoreWeave verlieren. Die neuen Systeme versprechen dabei beeindruckende Leistungsdaten, darunter bis zu 3,6 Exaflops an KI-Rechenleistung.

Belastung durch schwache Quartalszahlen

Trotz der zukunftsweisenden Technologieankündigung bleibt die Aktie, die aktuell bei 30,07 USD notiert, unter Druck. Der Grund liegt in der jüngsten Vergangenheit: Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endet 30. September 2025) verfehlte die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Der Umsatz lag mit 5,02 Milliarden USD weit unter den prognostizierten 6,46 Milliarden USD, was einem Rückgang von etwa 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der Gewinn pro Aktie blieb mit 0,35 USD hinter den Erwartungen von 0,46 USD zurück. Besonders kritisch betrachten Investoren die Bruttomarge: Diese sank von 13,1 % im Vorjahr auf nur noch 9,3 %. Dieser Rückgang spiegelt die hohen Kosten wider, die der Aufbau der neuen Produktionslinien für Flüssigkeitskühlung verursacht, bevor diese signifikante Umsätze generieren.

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Analysten sehen Aufholpotenzial

Die Diskrepanz zwischen den hohen Investitionskosten und der aktuellen Umsatzdelle sorgt für Zurückhaltung am Markt. Dennoch nutzen einige institutionelle Investoren das gedrückte Kursniveau. So hat beispielsweise KG&L Capital Management im dritten Kalenderquartal 2025 eine neue Position von über 18.000 Aktien aufgebaut.

Analysten bewerten die Situation überwiegend mit “Halten”, sehen aber im Durchschnitt ein Kursziel von 48,38 USD. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 60 %, sollte das Unternehmen seinen Auftragsbestand effektiv abarbeiten können. Das Management bestätigte zuletzt eine Umsatzprognose von mindestens 36 Milliarden USD für das gesamte Geschäftsjahr 2026 und setzt dabei stark auf die Auslieferung des Nvidia Blackwell Ultra Backlogs.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Super Micro Computer die technologische Führungsrolle bei der “Vera Rubin”-Plattform in profitable Margen ummünzen kann, sobald die neuen Systeme im späteren Jahresverlauf in die Volumenproduktion gehen.

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