Süss, MicroTec

Süss MicroTec Aktie: Übergangsjahr mit Preis

02.04.2026 - 16:30:49 | boerse-global.de

Der Halbleiterausrüster Süss MicroTec meldet Rekorderlöse, verzeichnet jedoch einen negativen Free Cashflow und kürzt die Dividende drastisch. Für 2026 wird ein strategisches Übergangsjahr mit sinkenden Umsätzen erwartet.

Süss MicroTec Aktie: Übergangsjahr mit Preis - Foto: über boerse-global.de

Rekorderlöse auf der einen Seite, negativer Free Cashflow und eine auf 0,04 Euro zusammengeschrumpfte Dividende auf der anderen: Süss MicroTec hat mit dem Jahresabschluss 2025 ein klares Signal gesetzt — das Unternehmen investiert, und das kostet. Die Aktie reagierte heute mit einem Minus von rund 7 Prozent.

Wenn Wachstum Geld kostet

Der Konzernumsatz kletterte 2025 um 12,6 Prozent auf 503,2 Millionen Euro — ein Rekord. Auf der Cashflow-Seite sieht es weniger erfreulich aus. Der Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten drehte von plus 25,0 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 22,6 Millionen Euro. Haupttreiber war das Investitionsprogramm: ein neues Entwicklungszentrum in Deutschland mit bis zu 45 Millionen Euro sowie ein Produktionsstandort im taiwanesischen Zhubei. Zur Finanzierung schloss das Unternehmen einen Konsortialkredit über 115 Millionen Euro ab.

Die Dividende folgt der unternehmenseigenen Logik, 20 bis 40 Prozent des Free Cashflows auszuschütten — was bei negativem Cashflow praktisch nichts bedeutet. Statt der 0,30 Euro aus dem Vorjahr erhalten Aktionäre für 2025 nur noch 0,04 Euro je Aktie.

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2026: Abschwung als Kalkül

Für das laufende Jahr erwartet Süss MicroTec einen Umsatz von 425 bis 485 Millionen Euro — am Mittelpunkt der Spanne ein Rückgang von knapp zehn Prozent gegenüber 2025. Die operative Marge soll auf 8 bis 10 Prozent sinken, nach 13,1 Prozent im Vorjahr. Grund: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben steigen von neun auf elf Prozent des Umsatzes, während geringere Auslastung auf die Fixkosten drückt. Das Management bezeichnet 2026 selbst als strategisches „Übergangsjahr".

Die Analysten sind gespalten. Die DZ Bank erhöhte zwar den fairen Wert von 22 auf 33 Euro, hält aber an ihrer Verkaufsempfehlung fest und erwartet einen heftiger als bisher eingepreisten Ertragsrückgang. Die Deutsche Bank sieht das anders: Sie hob ihr Kursziel nach der Prognoseanpassung von 58 auf 62 Euro an und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Laut Unternehmensangaben stehen zehn Kaufempfehlungen einem einzigen Verkaufsrat gegenüber.

Der Blick auf 2030

Das mittelfristige Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 soll der Umsatz auf 750 bis 900 Millionen Euro steigen, die EBIT-Marge auf 20 bis 22 Prozent. Ab 2027 erwartet das Management eine spürbare Profitabilitätssteigerung — sobald die neuen Kapazitäten anlaufen und Produktinnovationen erste Umsatzbeiträge liefern. CFO Dr. Cornelia Ballwießer zeigte sich ermutigt, dass sich der positive Trend beim Auftragseingang ins erste Quartal 2026 fortgesetzt habe. Wie stark der Umsatzrückgang 2026 tatsächlich ausfällt, wird maßgeblich vom Auftragseingang im ersten Halbjahr abhängen — erste Klarheit dürfte die Quartalsmitteilung am 7. Mai bringen.

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