Steyr Motors Aktie: BUKH übernommen
25.02.2026 - 23:05:52 | boerse-global.deDer österreichische Spezialmotorenhersteller Steyr Motors vollzieht heute seinen ersten großen Zukauf: Die vollständige Übernahme des dänischen Marinedieselproduzenten BUKH A/S ist unter Dach und Fach. Der Deal im mittleren siebenstelligen Bereich erweitert das Leistungsspektrum schlagartig von bisher 120–300 PS auf künftig 24–700 PS – und schließt damit eine strategische Lücke im boomenden Markt für unbemannte Marinefahrzeuge.
BUKH: 127 Jahre SOLAS-Expertise aus Dänemark
BUKH A/S ist seit 1899 auf SOLAS-zertifizierte Motoren spezialisiert – Antriebe für Rettungsboote und militärische Einsatzboote, die den strengen Sicherheitsvorschriften der International Maritime Organization entsprechen. Das Unternehmen aus Krusaa verfügt über ein etabliertes Vertriebs- und Servicenetzwerk, insbesondere in Asien und Südamerika. Mit der Transaktion erwirbt Steyr Motors 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie der SLC Ejendomme ApS.
Der SOLAS-Markt zeichnet sich durch hohe regulatorische Hürden und lange Zertifizierungszyklen aus – entsprechend schwer ist der Marktzutritt für neue Wettbewerber. Gleichzeitig generiert das Ersatzteil- und Servicegeschäft wiederkehrende Umsätze mit überdurchschnittlichen Margen.
USV-Segment als strategischer Hebel
Besonders interessant wird die Akquisition durch die Nachfrage im Bereich unbemannter Überwasserfahrzeuge (USV). Steyr Motors konnte nach eigenen Angaben in diesem wachsenden Segment bisher nicht alle Projekte bedienen, da das Leistungsspektrum zu begrenzt war. Die BUKH-Plattform schließt genau diese Lücke und ermöglicht die Positionierung als Komplettanbieter für missionskritische Marineanwendungen von 24 bis 700 PS.
Finanzierung über Kapitalerhöhung und Kreditlinien
Der Kaufpreis wird über eine Kombination aus Barmitteln, Kreditlinien und einer Sachkapitalerhöhung finanziert. Der Vorstand hat die Ausgabe von 51.261 neuen Aktien zu je 42,85 Euro beschlossen – das Grundkapital steigt damit von 5,2 auf rund 5,25 Millionen Euro. Das Bezugsrecht der Altaktionäre entfällt, die Zustimmung des Aufsichtsrats steht noch aus. Ein entsprechender Bericht soll bis 27. Februar vorliegen.
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Zusätzlich wurde ein Earn-out-Modell vereinbart, das an operative Kennzahlen der kommenden Geschäftsjahre gekoppelt ist. Der bisherige BUKH-CEO Søren Christiansen bleibt mindestens zwei bis drei Jahre im Aufsichtsrat und sichert so Wissenstransfer und Vertriebskontinuität. Die Transaktion soll bis Ende März abgeschlossen sein.
Teil der angekündigten M&A-Strategie
Die BUKH-Übernahme ist der erste Schritt einer breiteren Akquisitionsstrategie. Erst am 17. Februar hatte Steyr Motors die Umstellung auf eine Holdingstruktur angekündigt – explizit zur Vorbereitung auf weitere Zukäufe. CEO Julian Cassutti bezeichnete den Deal als „strategischen Quantensprung" und „Auftakt einer Reihe potenzieller weiterer Übernahmen". Anfang Februar hatte das Unternehmen vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt: 48,5 Millionen Euro Umsatz bei 16,4 Prozent Wachstum. Der Auftragsbestand liegt bei über 300 Millionen Euro bis 2030.
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