Stellantis Aktie: Milliarden-Belastung
23.02.2026 - 04:47:20 | boerse-global.deStellantis zieht die Reißleine und leitet eine tiefgreifende operative Neuausrichtung ein. Mit einer massiven Sonderbelastung von rund 22,2 Milliarden Euro reagiert der Automobilkonzern auf die schleppende Transformation zur Elektromobilität und technische Probleme. Während bisherige Elektro-Pläne korrigiert werden, rückt das klassische Verbrennergeschäft überraschend wieder stärker in den Fokus.
Die Hintergründe der Sonderbelastungen
Die Milliarden-Belastung setzt sich aus verschiedenen operativen und strategischen Faktoren zusammen. Den größten Posten bildet mit 14,7 Milliarden Euro die Anpassung der Produktplanung an neue Emissionsvorschriften und veränderte Kundenwünsche. Zudem belasten technische Probleme das Ergebnis: Für erhöhte Gewährleistungsansprüche wurden 4,1 Milliarden Euro zurückgestellt. Hintergrund sind unter anderem Rückrufe von über 320.000 Jeep-Modellen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, bei denen Brandgefahr durch Batteriefehler besteht.
Weitere Milliarden fließen in die Verkleinerung der Batterie-Lieferketten sowie in allgemeine Restrukturierungskosten. Diese Maßnahmen verdeutlichen, dass der Konzern seine ursprüngliche Elektro-Strategie deutlich defensiver ausrichten muss, um auf die aktuelle Marktdynamik zu reagieren.
Rückkehr zum Verbrennungsmotor
Neben den finanziellen Korrekturen passt das Management auch die Produktionsschwerpunkte an. Da die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückblieb und die Verkäufe der wichtigen Ram-Trucks schwächelten, steuert Stellantis nun gegen. Ab 2026 sollen wieder verstärkt klassische Verbrennungsmotoren produziert werden, wobei das Ziel bei über 100.000 Hemi-V8-Aggregaten liegt.
Reicht dieser Schwenk zurück zur bewährten Technik aus, um die schwächelnden Absatzzahlen abzufangen? Die Strategie zielt darauf ab, das Kernportfolio kurzfristig zu stabilisieren, während die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge rationalisiert wird.
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Fokus auf den 26. Februar
Die Ankündigung der massiven Abschreibungen spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Nach einem Rückgang von über 20 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage notiert die Aktie mit 6,57 Euro nur noch knapp über ihrem Jahrestief. Auf Sicht von 12 Monaten hat das Papier damit rund die Hälfte seines Wertes verloren.
Konkrete Details zur finanziellen Lage werden am kommenden Donnerstag, den 26. Februar 2026, erwartet. An diesem Tag veröffentlicht Stellantis den vollständigen Geschäftsbericht für das Jahr 2025. Investoren werden genau prüfen, wie stark die Neuausrichtung die Bilanz belastet und welche Prognosen das Management für das laufende Geschäftsjahr abgibt.
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