Stadler, Rail

Stadler Rail Aktie: SBB-Akte geschlossen

07.04.2026 - 15:59:15 | boerse-global.de

Stadler Rail zieht Klage gegen SBB-Vergabe zurück, da geschwärzte Akten eine Überprüfung unmöglich machen. Der Zughersteller federt den Rückschlag mit Rekordauftragsbestand und steigenden Gewinnen ab.

Stadler Rail Aktie: SBB-Akte geschlossen - Foto: über boerse-global.de

Der juristische Kampf um einen der größten Schweizer Bahnaufträge ist offiziell beendet. Stadler Rail verzichtet auf rechtliche Schritte gegen die Vergabe der Doppelstockzüge an den Konkurrenten Siemens und begründet dies mit mangelnder Transparenz in den Gerichtsakten. Trotz des entgangenen Milliardenvolumens federt ein massiver Auftragsbestand die Niederlage auf operativer Ebene ab.

Fehlende Transparenz erzwingt Rückzug

Am heutigen Dienstag zog der Zughersteller seinen Rekurs vor dem Bundesverwaltungsgericht formell zurück. Die Begründung fällt deutlich aus: Stark geschwärzte Unterlagen ließen keine unabhängige Überprüfung der Vergabeentscheidung zu. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler sieht sich gezwungen, den Entscheid mangels ausreichender Informationen zu akzeptieren. Das Unternehmen hält jedoch an dem Vorwurf fest, die SBB habe ihren Bewertungsspielraum vollständig zugunsten von Siemens ausgeschöpft. Die Bundesbahnen weisen dies zurück und rechtfertigen den Zuschlag mit einem Kostenvorteil im dreistelligen Millionenbereich über die gesamte Lebensdauer der Flotte.

Siemens profitiert, Politik debattiert

Mit dem Rückzug von Stadler ist der Weg für die SBB frei, den Vertrag mit Siemens rechtskräftig zu unterzeichnen. Der Rahmenvertrag umfasst bis zu 200 Doppelstockzüge mit einem Gesamtvolumen von rund 3,6 Milliarden Franken. Da Siemens die Züge im deutschen Krefeld fertigen wird, während Stadler vollständig in der Schweiz produziert hätte, löste die Vergabe eine intensive politische Debatte über die Berücksichtigung heimischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen aus. Juristen verweisen in diesem Kontext allerdings auf internationale Handelsabkommen, die einen expliziten "Inländer-Bonus" verbieten.

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Volle Auftragsbücher federn Rückschlag ab

Trotz des verlorenen Prestigeprojekts signalisiert das Management weiterhin Kooperationsbereitschaft mit den Bundesbahnen. Operativ fängt das Unternehmen den Dämpfer durch ein starkes Fundament ab: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken, während sich der Nettogewinn verdoppelte. Der Auftragsbestand markiert mit über 32 Milliarden Franken einen neuen Rekordwert.

Der Fokus der Aktionäre richtet sich nun auf die anstehende Generalversammlung am 5. Mai 2026. Dort steht eine deutliche Erhöhung der Dividende von 0,20 auf 0,50 Schweizer Franken je Aktie zur Abstimmung, was die aktuell starke Ertragslage des Unternehmens unterstreicht.

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