Spritpreise, Zwei-Jahres-Hoch

Spritpreise in Österreich auf Zwei-Jahres-Hoch

04.03.2026 - 21:31:13 | boerse-global.de

Durch eine Blockade der Straße von Hormus sind die Treibstoffpreise in Österreich sprunghaft gestiegen. Die Regierung lehnt eine Preisbremse ab und setzt stattdessen auf eine Marktuntersuchung.

Spritpreise in Österreich auf Zwei-Jahres-Hoch - Foto: über boerse-global.de
Spritpreise in Österreich auf Zwei-Jahres-Hoch - Foto: über boerse-global.de

Österreichs Autofahrer zahlen so viel für Sprit wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Die Preise für Diesel und Superbenzin sind innerhalb einer Woche um bis zu 17 Cent pro Liter gestiegen. Auslöser ist eine Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die den globalen Ölpreis in die Höhe getrieben hat. Die Bundesregierung lehnt eine staatliche Preisbremse jedoch ab.

Laut dem ÖAMTC kostete ein Liter Diesel am Dienstag im Durchschnitt 1,739 Euro, für Superbenzin waren 1,639 Euro fällig. Verantwortlich für den sprunghaften Anstieg ist ein Konflikt, der zur Blockade der Straße von Hormus geführt hat. Durch diese wichtige Ölhandelsroute fließt rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls.

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Geopolitische Krise lässt Ölpreis explodieren

Die Blockade der Straße von Hormus hat die Märkte sofort in Aufruhr versetzt. Der Preis für ein Barrel der Ölsorte Brent sprang zeitweise auf über 85 US-Dollar – den höchsten Stand seit Juli 2024. Energieexperten warnen vor einer anhaltenden Angebotsverknappung. Eine weitere Eskalation könnte die Preise noch weiter nach oben treiben und die Inflation im Euroraum befeuern.

Obwohl die OPEC+ ihre Fördermengen erhöht hat, um den Markt zu beruhigen, zeigt die Maßnahme bisher kaum Wirkung. Die Unsicherheit ist einfach zu groß.

Regierung sagt Nein zur Spritpreisbremse

Trotz des Drucks aus der Opposition bleibt die Bundesregierung hart. Forderungen nach einer Preisbremse oder einer Senkung der Mineralölsteuer erteilte sie eine klare Absage. Solche Maßnahmen seien teuer, nicht zielgerichtet und würden den Wettbewerb verzerren, argumentieren Koalitionskreise. Man habe aus früheren Krisen gelernt und wolle nicht mit der "Gießkanne" agieren.

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Stattdessen setzt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer auf Untersuchungen. Die laufende Sonderprüfung der Treibstoffpreise durch das Institut für Höhere Studien (IHS) wird auf die jüngsten Entwicklungen ausgeweitet. Ein Bericht soll Ende März vorliegen und klären, ob die Preiserhöhungen allein durch den Markt zu erklären sind.

ÖAMTC kritisiert undifferenzierte Preissprünge

Während Pendler und die Logistikbranche die Mehrkosten direkt spüren, übt der ÖAMTC scharfe Kritik. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Anstiege seien "nur bedingt nachvollziehbar", so der Automobilclub. Experten weisen darauf hin, dass der Rohölpreis aktuell auf einem ähnlichen Niveau wie im Januar 2025 liegt – damals waren die Tankstellenpreise jedoch deutlich niedriger.

Verdächtig? Der Club vermutet, dass Mineralölkonzerne die Gunst der Stunde nutzen, um ihre Margen zu erhöhen. Er rät Autofahrern dringend zum Preisvergleich, da es zwischen den Tankstellen erhebliche Unterschiede gebe.

Wann kommt die Entlastung für Autofahrer?

Die aktuelle Krise zeigt die hohe Abhängigkeit von fossilen Importen. Solange der Konflikt im Nahen Osten andauert, bleiben die Ölmärkte volatil. Die politische Debatte in Österreich wird sich in den kommenden Wochen wohl intensivieren. Die Forderungen nach einer schnellen Entlastung werden lauter.

Sollten die Preise weiter steigen, könnte der Druck auf die Regierungskoalition so groß werden, dass sie ihre Haltung überdenken muss. Bis dahin bleibt den Autofahrern nur das Hoffen auf eine Entspannung der Weltlage – und der regelmäßige Blick auf die Preistafeln.

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