Sparkassen warnen vor Milliardenkosten des digitalen Euro
21.01.2026 - 18:22:12Der rheinland-pfälzische Sparkassenverband stellt den Nutzen der geplanten digitalen Zentralbankwährung fundamental infrage. Die Kritik entzündet sich an immensen Kosten und einem fehlenden Mehrwert für Kunden.
Was bringt der digitale Euro wirklich?
Die zentrale Frage lautet: Welches Problem soll das Milliardenprojekt eigentlich lösen? Für Verbraucher existieren bereits heute zahlreiche effiziente digitale Bezahlmöglichkeiten, von Kartenzahlungen bis zu Echtzeitüberweisungen. Der Sparkassenverband verweist auf das europäische Bezahlsystem “Wero”, das bereits eine Antwort auf US-Anbieter wie PayPal darstellt. Aus Sicht der Kritiker bietet der digitale Euro in seiner geplanten Form keinen erkennbaren Vorteil, der eine komplett neue, parallele Infrastruktur rechtfertigen würde.
“Es ist nicht erklärt, warum Kunden von bewährten Systemen auf eine digitale Zentralbankwährung umsteigen sollten”, so die Position des Verbands. Die Sorge: Es könnte sich um ein bürokratisches Großprojekt handeln, das am Ende mehr Kosten als Nutzen produziert.
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Banken fürchten Investitionslawine
Die finanziellen Hürden sind gewaltig. Die Europäische Zentralbank (EZB) schätzt die Kosten für das Eurosystem bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Bankenvertreter halten diese Schätzung für zu niedrig. Der massive Integrationsaufwand für die rund 1.500 deutschen Sparkassen und Banken käme noch hinzu.
Diese Institute müssten ihre gesamte IT-Infrastruktur anpassen. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass fast die Hälfte des Fachpersonals in IT und Zahlungsverkehr für Jahre an dieses eine Projekt gebunden wäre. Die Befürchtung: Diese Ressourcen fehlen dann für die Entwicklung eigener, innovativer Lösungen. Die Kreditwirtschaft sieht sich gezwungen, erhebliche Mittel in ein Projekt zu investieren, dessen Nachfrage in der Bevölkerung noch nicht erkennbar ist.
Konflikt um die Rolle der EZB
Besonders heikel ist die potenzielle Doppelrolle der Notenbank. Sollte die EZB die komplette Zahlungsabwicklung übernehmen, würde sie nicht nur als Aufsichtsbehörde agieren, sondern auch als direkter Anbieter im Privatkundengeschäft. Diese Vermischung von regulatorischen und operativen Aufgaben weckt im Bankensektor die Sorge vor Interessenkonflikten und Wettbewerbsverzerrung.
Hinzu kommen makroökonomische Bedenken. Geplant ist eine Obergrenze von beispielsweise 3.000 Euro pro Person für die digitale Wallet bei der Zentralbank. Wenn Bürger in großem Stil Geld von ihren Girokonten dorthin umschichten, würde dieses Geld dem Geschäftsbankenkreislauf für die Kreditvergabe entzogen. Könnte dies die Stabilität des Finanzsystems gefährden?
Deutsche Skepsis ist weit verbreitet
Die Kritik aus Mainz steht nicht allein. Auch der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat ähnliche Bedenken geäußert und auf die fehlende Markterfahrung der EZB im Kundengeschäft hingewiesen.
Die EZB argumentiert hingegen, ein digitaler Euro sei notwendig, um die monetäre Souveränität Europas in einer digitalen Welt zu sichern. Er soll eine europäische Alternative zu dominanten nicht-europäischen Zahlungsanbietern schaffen.
Das Projekt befindet sich in einer Vorbereitungsphase. Eine endgültige Entscheidung über die Einführung steht noch aus und hängt von der Zustimmung der EU-Gesetzgeber ab. Die EZB peilt einen möglichen Start für 2029 an. Die kommenden Monate werden zeigen, ob ein Konsens zwischen Zentralbankern und privater Kreditwirtschaft gelingt – oder ob das Milliardenvorhaben an der deutschen Bankenskepsis scheitert.
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