Spanischer Immobilienmarkt knackt 2025 Verkaufsrekord
22.02.2026 - 23:40:12 | boerse-global.deDer spanische Immobilienmarkt hat 2025 so viele Transaktionen verzeichnet wie seit 2007 nicht mehr. Offizielle Daten zeigen 714.237 Verkäufe – ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist der Sektor zu einem zentralen Wachstumsmotor der Wirtschaft geworden.
Was treibt den Boom an?
Die Rekordzahlen sind kein Zufall. Sie speisen sich aus einer kräftigen Mischung: starker inländischer Nachfrage, günstigen Finanzierungsbedingungen und ungebrochenem Interesse aus dem Ausland. Fast 14 Prozent aller Käufer kamen 2025 aus dem Ausland, besonders begehrt sind die Balearen, Valencia und die Kanaren.
Eine stabile Wirtschaft, solides BIP-Wachstum und der boomende Tourismus geben Käufern zusätzlich Sicherheit. Die hohe Zahl an Hypothekenabschlüssen in der ersten Jahreshälfte 2025 unterstreicht diese Kaufkraft.
Ländliche Regionen legen überraschend zu
Während Metropolen wie Madrid und Barcelona heiß begehrt bleiben, kommt der größte Wachstumsschub von woanders: aus dem ländlichen Spanien. Angeführt von Kastilien und León mit einem Plus von 18,9 Prozent verzeichnen Regionen wie Murcia und Extremadura überdurchschnittliche Zuwächse.
Der Markt wird zudem von gebrauchten Immobilien dominiert. Von den erfassten Verkäufen entfielen rund 556.000 auf Bestandswohnungen und -häuser – ein historischer Höchstwert. Der Neubausektor wächst zwar stark, kann die enorme Nachfrage aber bei weitem nicht decken.
Preise schießen auf Rekordniveau
Parallel zu den Verkaufszahlen explodieren auch die Preise. Der Durchschnittspreis kletterte um 9,5 Prozent auf 2.354 Euro pro Quadratmeter. Damit wurde das Preisniveau von 2008 erstmals wieder übertroffen.
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Droht nun eine neue Spekulationsblase? Die meisten Analysten verneinen das. Die Kreditvergabe sei heute konservativer, und die Nachfrage basiere oft auf echtem Wohnbedarf. Das Hauptproblem ist ein strukturelles: Es gibt einfach zu wenig Angebot.
Wohin steuert der Markt 2026?
Für das laufende Jahr erwarten Experten eine Fortsetzung des Booms, allerdings auf moderaterem Niveau. Banken wie die BBVA prognostizieren einen weiteren Preisanstieg von rund sieben Prozent.
Die Nachfrage bleibt dank guter Beschäftigung und steigender Löhne robust. Die größte Hürde ist und bleibt das knappe Angebot. Mehr Neubauten werden das Problem kurzfristig nicht lösen. Für Käufer bleibt der spanische Markt attraktiv – aber auch anspruchsvoll und teuer.
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