Soundgarden, Comeback-Hoffnung

Soundgarden 2026: Comeback-Hoffnung oder ewig Legende?

15.02.2026 - 05:09:35 | ad-hoc-news.de

Soundgarden sind zurück in deinem Feed – aber bald auch wieder live? Alle Gerüchte, Setlist-Wünsche & Fan-Diskussionen im großen Deep Dive.

Soundgarden tauchen 2026 wieder überall in deinem Feed auf – auf TikTok, in Reels, in Playlists. Alte Clips von Chris Cornell gehen viral, Kids mit Nirvana-Shirts entdecken plötzlich "Black Hole Sun" und fragen ihre Eltern, wie diese Band bitte so heavy und trotzdem so melancholisch sein konnte. Klar: Viele träumen von einer echten Reunion, andere feiern die Legacy so, wie sie ist.

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Auch in Deutschland sind die Suchanfragen für Soundgarden wieder nach oben geschossen. Vinyl-Stores melden mehr Nachfrage nach "Superunknown", auf Reddit wird über mögliche Tribute-Touren diskutiert, und in den Kommentaren zu alten Live-Videos liest du ständig die gleiche Frage: "Kommt da noch was – vielleicht doch noch mal Konzerte oder neues Material?" Genau da setzen wir an: Was passiert 2026 real um Soundgarden – und was ist nur Wunschdenken?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Offiziell ist die Band seit Chris Cornells Tod 2017 nicht mehr aktiv wie früher – das muss man klar sagen. Die letzten Jahre waren geprägt von Rechtsstreitigkeiten um unveröffentlichte Demos, Tantiemen und die Frage, wie man mit dem Nachlass respektvoll umgeht. 2023 gab es dann einen wichtigen Schritt: Die Band und Cornells Nachlass einigten sich, was den Weg für eine Veröffentlichung von bisher unveröffentlichten Songs freimachte. Seitdem kursiert die Hoffnung, dass irgendwann ein finales Soundgarden-Release erscheinen könnte.

2024 und 2025 sah man die restlichen Mitglieder – Kim Thayil, Matt Cameron und Ben Shepherd – immer wieder bei Tribute-Konzerten, Festival-Auftritten mit anderen Projekten und Special Guests. Besonders in den USA gab es einige Auftritte, bei denen sie Soundgarden-Songs mit Gastsängern performten. In Interviews betonten sie immer wieder, dass Soundgarden für sie keine gewöhnliche Rockband, sondern ein emotionales Kapitel ihres Lebens sei, das man nicht einfach ersetzt. Ein Ersatz für Cornell? Laut ihren Aussagen: ausgeschlossen. Aber: Die Songs sollen weiterleben.

Für deutsche Fans heißt das: Im Moment gibt es keine offiziell angekündigte Soundgarden-Tour mit neuer Frontperson. Stattdessen kristallisiert sich ein anderes Szenario heraus, über das in US-Medien und auf Fan-Seiten spekuliert wird: ausgewählte Tribute-Shows mit rotierendem Line-up an Sänger:innen – ähnlich wie man es bei großen Tribute-Formaten in der Vergangenheit gesehen hat. Gerade Festivals in Europa werden in den Spekulationen häufig genannt, weil hier Grunge, Alternative und 90s-Rock seit Jahren wieder stark laufen.

Warum dann dieser Hype 2026? Zum einen steuern wir auf mehrere runde Jubiläen zu: "Down on the Upside" wurde 1996 veröffentlicht, viele Medien bereiten jetzt schon 30-Jahre-Pieces vor. Zum anderen profitierte Soundgarden massiv vom algorithmischen Push: "Black Hole Sun" und "Fell on Black Days" tauchen in massenhaft TikTok-Edits und melancholischen Aesthetic-Videos auf. Das zieht eine ganz neue Generation rein, die die Band nie live gesehen hat – und genau diese Gen-Z-Fans sind jetzt laut in den Comments: Sie wollen eine Möglichkeit, die Songs live zu erleben, ob als Originalband oder als kuratiertes Tribute-Format.

Dazu kommt: In US-Rockmedien tauchten zuletzt Andeutungen auf, dass 2026 ein besonderer Fokus auf archiviertes Material liegen könnte – eine Deluxe-Version von "Superunknown" mit Demos, Live-Mitschnitten und unveröffentlichten Sessions steht immer wieder in Spekulationen. Offiziell bestätigt ist nichts, aber mehrere Insider-Artikel erwähnen, dass die Archive mittlerweile gesichtet und rechtlich freigeräumt seien. Für Deutschland würde das bedeuten: mehr Content, mehr Dokus, mehr Spezialsendungen im Radio – und wahrscheinlich Listening-Sessions in Clubs oder Kinos, falls ein großer Doku-Film kommt.

Unterm Strich: Die Chancen auf eine klassische Tour mit Chris-Cornell-Ersatz sind gering, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir 2026/2027 intensive Tribute-Konzerte, Re-Releases und eine massive Streaming-Präsenz von Soundgarden erleben, ist realistisch. Wer in Deutschland Fan ist, sollte die offiziellen Kanäle und die großen Festival-Line-ups genau beobachten.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn es derzeit keine fixen Europa-Tourdaten gibt, lohnt sich ein Blick auf die letzten Shows, Tribute-Konzerte und Fan-Wunsch-Setlists, die gerade auf Reddit und in Foren kursieren. Die Frage ist: Welche Songs MÜSSEN in einer Soundgarden-orientierten Show 2026 vorkommen, damit es sich authentisch anfühlt?

Ganz oben steht natürlich "Black Hole Sun". Der Song ist inzwischen mehr als ein 90er-Hit – er ist eine Art melancholische Hymne, die sogar Leute mitsingen, die den Bandnamen kaum kennen. 2026 würden viele Fans sich eine Version wünschen, die möglichst nah am Original bleibt, mit diesem schwebenden Mid-Tempo-Groove und dem zerstörten, aber klaren Gitarrensound von Kim Thayil. Fans diskutieren sogar, ob man das Solo eher originalgetreu spielen oder etwas modernisieren sollte. Die meisten: bitte so original wie möglich.

Dann wäre da "Spoonman" – live immer ein Monster. Der Mix aus verschobenen Grooves, Percussion-Parts und fettem Riff macht den Track auf der Bühne zur absoluten Abrissnummer. In alten Setlists stand er oft relativ früh, um das Publikum wachzurütteln. In aktuellen Fan-Setlist-Entwürfen liegt er meist auf Position 3 bis 5: früh genug, um Energie zu zünden, aber nicht so früh, dass du vorher keine Spannung aufbauen kannst.

Weitere feste Bausteine wären fast sicher:

  • "Fell on Black Days" – der emotionale Tiefpunkt, perfekt für ein dunkles Lichtdesign und ruhige Kamerafahrten bei einem Livestream.
  • "Rusty Cage" – gern als Opener, weil er sofort klarmacht: Das hier ist kein Nostalgie-Kuschelrock, das ist aggressiver, scharfkantiger Grunge/Metal-Hybridsound.
  • "Outshined" – Fanchant-Moment bei der Zeile "I’m looking California and feeling Minnesota".
  • "The Day I Tried to Live" – als emotionales Statement, vor allem seit die Diskussion um mentale Gesundheit lauter geworden ist.
  • "Burden in My Hand" – gern im letzten Drittel der Setlist, kurz bevor es in die ganz großen Hits geht.

Wenn man sich vergangene Setlists von rund um 2013–2016 anschaut, sieht man ein Muster: Die Band mischte die großen Hits mit Fan-Favorites wie "Blow Up the Outside World", "4th of July" oder "Jesus Christ Pose", je nach Festival oder Headline-Slot. Ein denkbares Muster für eine 2026-Show (egal ob Tribute oder Sonderauftritt) könnte so aussehen:

  1. Rusty Cage
  2. Outshined
  3. Spoonman
  4. Let Me Drown
  5. The Day I Tried to Live
  6. Fell on Black Days
  7. My Wave
  8. Superunknown
  9. Burden in My Hand
  10. Blow Up the Outside World
  11. Jesus Christ Pose
  12. 4th of July
  13. Black Hole Sun
  14. Slaves & Bulldozers (als harter, langer Closer)

Was würde dich bei einer solchen Show erwarten? Kein glattes Rock-Event, sondern eher ein intensiver Abend mit krummen Taktarten, dichten Riffs und viel emotionalem Overload. Soundgarden waren nie die Band, die nur geradeaus durchballert. Live entsteht diese Spannung daraus, dass die Songs ständig kippen: von leise zu laut, von klar zu komplett verzerrt, von melodisch zu dissonant. Viele Fans beschreiben die Shows der letzten Jahre vor 2017 rückblickend als körperlich anstrengend – im positiven Sinne. Kopf, Herz und Trommelfell arbeiten gleichzeitig.

Der große Knackpunkt in jeder möglichen 2026-Show ist allerdings die Vocals-Frage: Wer kann Songs wie "Jesus Christ Pose" oder "The Day I Tried to Live" so singen, dass es weder blasse Kopie noch respektlose Eigeninterpretation wirkt? Genau hier setzen mehrteilige Tribute-Abende an: mehrere Sänger:innen, die sich die Setlist aufteilen, teilweise mit Gästen aus anderen Bands (Rumors drehen sich oft um Sänger aus der Alternative- und Progressive-Ecke). Das würde auch stilistisch Sinn machen: Jede Stimme bringt eine andere Farbe in die verschiedenen Epochen der Band.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, TikTok und in den Kommentarspalten dreht sich 2026 vieles um eine Frage: Kommt da noch etwas Offizielles oder bleiben nur Tribute und Re-Releases? Die Meinungen gehen hart auseinander. In mehreren Subreddits kursiert die Theorie, dass es 2026/27 eine einmalige Reihe von Gedenkshows geben könnte – vielleicht an ausgewählten Orten wie Seattle, London, Berlin. Als Begründung führen Fans an, dass sich Band und Nachlass inzwischen geeinigt haben und dass runde Jubiläen kommerziell und emotional immer wieder als Anlass genutzt werden.

Eine der meistzitierten Fan-Theorien: Ein All-Star-Tribute in Europa, bei dem unterschiedliche Sänger:innen jeden Abend rotieren – von großen Alternative-Namen bis hin zu jüngeren Stimmen aus dem Post-Grunge- oder Metal-Bereich. Gerade auf TikTok werden unter Hashtags wie #soundgardentribute und #chriscornellfan Casting-Vorschläge gehandelt: Von bekannten Rockfrontleuten wie Eddie Vedder (was extrem unwahrscheinlich ist) bis hin zu modernen Stimmen, die Range und Rauheit kombinieren. Viele User sind sich aber einig: Niemand soll Cornell ersetzen. Es geht eher darum, die Songs zu ehren.

Ein anderer Spekulations-Strang dreht sich um unveröffentlichtes Material. Schon seit Jahren kursieren Gerüchte über Demos aus der Zeit nach "King Animal". Manche Fans sind überzeugt, dass mindestens ein halbes Album an Skizzen existiert. 2023 hieß es in mehreren Artikeln, dass sechs bisher unveröffentlichte Tracks Teil einer Einigung zwischen Band und Nachlass seien. 2026 hoffen viele, dass diese Songs entweder als EP oder als Teil einer Deluxe-Edition erscheinen – vielleicht begleitet von einer großen Doku, die die Entstehungszeit beleuchtet.

Kontrovers diskutiert wird die Frage, wie weit Kommerz gehen darf. Einige Fans kritisieren Tribute-Formate als „Cashgrab auf dem Rücken von Chris“, andere argumentieren, dass gerade Live-Events helfen, die Musik lebendig zu halten und neue Generationen daran heranzuführen. Ähnlich sieht es bei Ticketpreisen aus: In Threads werden hypothetische Preise durchgespielt – 80 bis 120 Euro für einen Abend mit Bandmitgliedern, Gästen und aufwendiger Produktion. Viele sagen: Okay, wenn es wirklich eine besondere, einmalige Show ist. Andere pochen darauf, dass Grunge ursprünglich eine Gegenbewegung zu überteuerter Stadionkultur war und dass man das nicht vergessen sollte.

Auf TikTok fällt auf, dass viele Videos von jüngeren Fans kommen, die Soundgarden erst über Cornells Solo-Performance von "Nothing Compares 2 U" oder "Billie Jean" entdeckt haben. Von dort stolpern sie zu "Black Hole Sun", dann tiefer in "Superunknown". In den Comments liest man oft Sätze wie: "Ich war nicht mal geboren, als das rauskam, aber diese Musik trifft mich härter als vieles von heute." Diese emotionale Verbindung ist der Grund, warum Gerüchte so stark laufen: Wer sich so in einen Katalog verliebt, will die Songs irgendwann physisch im Raum spüren.

Spannend ist auch, wie deutsche Fans das Thema sehen. In deutschsprachigen Foren wünschen sich viele zumindest Listening-Partys mit großem Soundsystem, Visuals und Archivmaterial, falls eine echte Tour unrealistisch bleibt. Manche schlagen hybride Formate vor: Exklusiv-Kinoabende mit restaurierten 90s-Liveaufnahmen, davor Q&A mit Leuten aus der Szene, danach Clubnacht mit 90s-Grunge/Alternative-DJ-Set. Ob das passiert, ist offen – aber die Ideen zeigen, wie lebendig die Fanbase noch immer ist.

Alle Daten auf einen Blick

Auch wenn 2026 (Stand jetzt) keine offiziellen Deutschland-Termine bestätigt sind, helfen ein paar harte Fakten und Eckdaten, um den Überblick zu behalten:

Jahr / DatumEreignisRelevanz für deutsche Fans
1994-03-08Release von "Superunknown"Album prägt bis heute Playlists, 30-jähriges Jubiläum sorgt für Medienfokus
1996-05-21Release von "Down on the Upside"2026: 30 Jahre, viele erwarten Specials, Re-Releases und Dokus
2010-2013Reunion-Phase, u.a. Konzerte in DeutschlandViele heutige Ü30-Fans haben Soundgarden damals erstmals live gesehen
2017-05-18Tod von Chris CornellEnde der klassischen Band-Ära, Fokus verschiebt sich auf Legacy und Tribute
2023Einigung zwischen Band und Cornells NachlassÖffnet die Tür für unveröffentlichte Songs und Archiv-Releases
2024-2025Diverse Tribute-Auftritte der BandmitgliederZeigt Bereitschaft, das Material live zu ehren – wenn auch ohne feste Tour
202630 Jahre "Down on the Upside"Spekulationen über Deluxe-Editions, Dokus und einmalige Specials

Häufige Fragen zu Soundgarden

Um den aktuellen Hype und die vielen offenen Fragen etwas zu sortieren, haben wir dir die wichtigsten Themen rund um Soundgarden zusammengestellt – mit Fokus darauf, was 2026 für dich als Fan in Deutschland relevant ist.

Wird es 2026 eine Soundgarden-Tour in Deutschland geben?

Aktuell gibt es keine offizielle Ankündigung für eine Soundgarden-Tour in Deutschland. Nach allem, was Bandmitglieder in den letzten Jahren gesagt haben, ist eine reguläre Tour unter dem Namen Soundgarden ohne Chris Cornell extrem unwahrscheinlich. Gleichzeitig schließen sie aber nicht aus, die Songs in besonderen Settings weiterleben zu lassen – etwa in Form von Tribute-Shows oder Festival-Specials mit Gästen. Wenn so etwas stattfindet, dürfte Europa und damit Deutschland gute Chancen haben, weil Grunge und 90er-Alternative hier traditionell stark sind und die Streaming-Zahlen das unterstützen.

Wenn du nichts verpassen willst, lohnt es sich, die offiziellen Kanäle im Blick zu behalten und die großen Festival-Line-ups (Rock am Ring, Rock im Park, Southside, Hurricane, etc.) zu checken. Oft werden All-Star-Tributes eher als spezielles Set unter einem Motto angekündigt als unter dem reinen Bandnamen.

Gibt es unveröffentlichte Songs, die bald erscheinen könnten?

Ja, genau hier wird es spannend. Schon länger ist bekannt, dass es Demos und halbfertige Songs aus der Zeit nach "King Animal" gibt. 2023 wurde berichtet, dass sich die Band und der Nachlass von Chris Cornell u.a. über sechs bisher unveröffentlichte Tracks geeinigt haben. Die rechtliche Freigabe bedeutet aber noch nicht automatisch, dass ein Release sofort kommt. Produktion, Mastering, Packaging, Marketing – all das braucht Zeit und muss sensibel angegangen werden, weil jede Veröffentlichung auch eine emotionale Dimension hat.

Viele Beobachter halten es für plausibel, dass diese Songs entweder als eigenständige EP oder als Teil einer Deluxe-Ausgabe eines bestehenden Albums erscheinen. Mit Blick auf die Jubiläen wirkt eine erweiterte Edition von "Down on the Upside" oder "Superunknown" am logischsten. Für deutsche Fans hieße das: neue Musik, die gleichzeitig alt und neu ist – Soundgarden aus der Vergangenheit, aber erstmals offiziell hörbar.

Warum sind Soundgarden plötzlich wieder so präsent auf TikTok & Co.?

Der aktuelle Hype hat mehrere Ursachen. Zum einen entdecken viele junge Creator 90er-Musik als Kontrast zu durchproduziertem TikTok-Pop. Songs wie "Black Hole Sun", "Fell on Black Days" oder "Burden in My Hand" sind melancholisch, schwer und trotzdem melodisch – perfekt für Mood-Videos, Cinematic-Edits oder depressive Aesthetic-Posts. Der Algorithmus tut den Rest: Sobald ein paar Clips gut laufen, werden sie massenhaft ausgespielt.

Zum anderen pushen große Musik-Accounts immer wieder Forgotten 90s Classics, und Soundgarden ist dabei ein Dauerbrenner. Das Spannende: Viele User kommen zuerst über Chris Cornells Solo-Cover und landen dann erst bei der Band. Das erklärt auch, warum in den Kommentaren oft Fragen auftauchen wie "Wer ist diese Band?" oder "Gibt es sie noch?" – und warum die Nachfrage nach Infos, Dokus und Biografien steigt.

Wie unterscheidet sich Soundgarden von anderen Grunge-Bands wie Nirvana oder Pearl Jam?

Soundgarden werden oft in einen Topf mit Nirvana, Pearl Jam und Alice in Chains geworfen, aber musikalisch ticken sie anders. Während Nirvana eher auf rohe Energie und direkte Hooks setzten und Pearl Jam stark vom Classic-Rock-Erbe geprägt sind, arbeiteten Soundgarden viel komplexer. Krummere Taktarten, ungewöhnliche Riffs, Einflüsse aus Metal, Psychedelic und sogar ein bisschen Prog. Ein Song wie "Spoonman" ist technisch deutlich verzwickter als vieles, was man klassisch mit Grunge verbindet.

Gleichzeitig hat Chris Cornell die vielleicht variabelste Stimme der ganzen Szene mitgebracht: Er konnte schreien, croonen, in hoher Kopfstimme schweben oder tief und dunkel klingen. Das macht Soundgarden für viele heutige Musiker:innen so interessant: Die Songs sind herausfordernd, aber extrem lohnend, wenn man sich reinarbeitet. Genau deshalb tauchen ihre Tracks oft in Musikschule-Playlists, Gitarren-YouTube-Tutorials und Vocal-Coach-Reactionvideos auf.

Wie kann ich als deutscher Fan 2026 am besten in die Band einsteigen?

Wenn du frisch bei Soundgarden einsteigst, bietet sich ein dreistufiger Ansatz an:

  1. Die Klassiker hören: Starte mit "Superunknown". Das Album ist gleichzeitig zugänglich und typisch Soundgarden. Danach "Badmotorfinger" für die härtere, metallischere Seite und "Down on the Upside" für die experimentellere Spätphase.
  2. Live-Clips anschauen: Such dir auf YouTube Festival-Auftritte zwischen 1992 und 2014 raus – besonders interessant sind alte Lollapalooza-Sets und die Reunion-Shows. Du merkst schnell: Die Songs gewinnen live noch eine zusätzliche Schärfe.
  3. Kontext checken: Dokus und Interviews helfen, die Band historisch einzuordnen – vom frühen Underground in Seattle bis zu den großen Stadiontouren. Danach hörst du die Musik anders.

Gerade 2026 lohnt sich zusätzlich der Blick auf Sonderformate: Vinyl-Reissues, Sonderhefte von Musikmagazinen, Radio-Thementage. Oft gibt es in deutschen Städten auch kleine Bar-Abende oder Clubnächte mit 90er-Schwerpunkt, bei denen Soundgarden ein fester Bestandteil des Programms ist.

Wie wahrscheinlich ist ein komplett neues Soundgarden-Album?

Realistisch betrachtet: sehr unwahrscheinlich. Ein neues Album unter dem Namen Soundgarden ohne Chris Cornell würde bei vielen Fans und wahrscheinlich auch bei den Bandmitgliedern selbst falsch wirken. Die bisher bekannten unveröffentlichten Songs stammen aus Sessions, an denen Cornell beteiligt war – das heißt, sie sind eher letzte Dokumente einer bestehenden Ära als Startpunkt einer neuen.

Wahrscheinlicher sind Formate wie:

  • Archiv-EPs mit wenigen, aber sorgfältig fertiggestellten Tracks.
  • Deluxe-Reissues mit Demos, Live-Versionen und ausführlichen Booklets.
  • Soundtracks, bei denen ein unveröffentlichter Song in einem Film oder einer Serie auftaucht.

Aus Respekt vor der Geschichte der Band und Chris Cornell wirkt es stimmiger, den Katalog zu erweitern, anstatt eine völlig neue Ära unter dem gleichen Namen zu starten.

Was bedeutet das alles für die Zukunft der Bandmitglieder?

Kim Thayil, Matt Cameron und Ben Shepherd sind weiterhin aktiv – teils als Live-Musiker bei anderen Acts, teils mit Side-Projects oder Studioarbeiten. Für sie ist Soundgarden ein wichtiger Teil ihrer Identität, aber nicht der einzige. In Interviews betonen sie, dass sie Lust haben zu spielen, aber nicht bereit sind, irgendetwas Halbgares unter dem Namen Soundgarden auf die Bühne zu bringen.

Für dich als Fan heißt das: Augen auf nach Features, Gastauftritten und Festival-Specials. Es ist gut möglich, dass einzelne Mitglieder im Rahmen anderer Bands oder Projekte nach Deutschland kommen. Und wenn sich eines Tages ein besonderes Tribute-Format ankündigt, bei dem sie als Kernband auftreten, dürfte das eines der emotional intensivsten Rock-Events der nächsten Jahre werden – kein simples Nostalgiepaket, sondern eine konzentrierte Verneigung vor einer der prägendsten Alternative-Bands der 90er.


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