Softing und Inpixon setzen neue Maßstäbe für den digitalen Shopfloor
31.03.2026 - 09:52:47 | boerse-global.deDie letzte Märzwoche bringt entscheidende Produktlaunches für die datengesteuerte Produktion. Während die Fachwelt auf die Hannover Messe wartet, setzen Softing Industrial Automation und Inpixon mit neuen Lösungen bereits jetzt Akzente. Im Fokus stehen nahtlose Daten integration und KI-gestützte Engpassanalysen in Echtzeit.
SDEX Suite startet: Endlich eine gemeinsame Datenbasis
Ein zentrales Problem moderner Fabriken ist die zersplitterte Datenlandschaft. Softing Industrial Automation begegnet dem nun mit der weltweiten Markteinführung der SDEX Suite (Shopfloor Data Exchange Suite). Die Plattform integriert Daten aus verschiedenen Steuerungssystemen und alten Bestandsanlagen direkt in übergeordnete IT-Systeme wie MES oder ERP.
Die Suite ermöglicht Konnektivität vom Sensor bis zur Cloud, wobei Sicherheit und Skalierbarkeit im Vordergrund stehen. Ein vereinheitlichtes Lizenzmodell soll die Gesamtbetriebskosten senken. Die vollumfängliche Präsentation ist für die Hannover Messe im April geplant. Frühe Anwender können ihre Dateninfrastruktur aber bereits jetzt modernisieren.
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KI erkennt Engpässe, bevor sie entstehen
Parallel zur besseren Dateninfrastruktur rückt die intelligente Analyse des Materialflusses in den Vordergrund. Inpixon veröffentlichte neue Erkenntnisse zur Engpassidentifikation mit Real-Time Location Systems (RTLS). In Kombination mit der KI-Lösung askPixi AI können Produktionsleiter Abweichungen nun proaktiv steuern, statt sie nur zu dokumentieren.
Viele Unternehmen haben ihre Maschinen digitalisiert, doch der Materialfluss zwischen den Prozessschritten bleibt oft eine "Black Box". RTLS macht Verweilzeiten, Warteschlangen und Transferzeiten in Echtzeit messbar. Die KI-gestützte Auswertung verkürzt die Reaktionszeiten drastisch: Systeme senden Warnsignale, sobald sich ein Stau abzeichnet. Das stabilisiert Durchlaufzeiten und sichert die Termintreue.
Edge-Computing: KI-Analyse ohne Cloud
Ein weiterer Trend ist die digitale Souveränität. Siemens stellte kürzlich den Drivetrain Analyzer Onsite (DTA Onsite) vor. Die Lösung führt komplexe KI-Analysen direkt an der Maschine durch – sensible Antriebsdaten verlassen nie die eigene Infrastruktur.
Diese "Industrial AI" nutzt lokale Rechenpower, um mechanische und elektrische Anomalien im Antriebsstrang zu erkennen. Der Ansatz ist besonders für Unternehmen attraktiv, die aus Sicherheitsgründen oder wegen Latenzzeiten auf Cloud-Lösungen verzichten wollen. Die lokale Verarbeitung stellt sicher, dass das prozessrelevante Know-how im Unternehmen verbleibt.
Paris zeigt: Augmented Reality wird alltagstauglich
Während in Deutschland Softwarelösungen dominieren, zeigt die Messe Global Industrie in Paris den praktischen Einsatz von Augmented Reality (AR). Unternehmen wie Visometry präsentieren mobile Lösungen für die visuelle Qualitätsprüfung. Mitarbeiter gleichen Bauteile per Tablet oder AR-Brille direkt mit dem digitalen Zwilling ab.
Dieses visuelle Shopfloor Management reduziert Fehler in der Montage und beschleunigt Abnahmeprozesse. Der Fokus liegt 2026 auf der Benutzerfreundlichkeit: Systeme müssen ohne langwierige Kalibrierung in den schnellen Fertigungstakt passen. Die Integration solcher AR-Tools unterstützt den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, da Qualitätsabweichungen sofort digital erfasst werden.
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Vom Whiteboard zur datengetriebenen Steuerung
Die Entwicklungen zeigen: Shopfloor Management geht 2026 weit über "Daily Huddles" am Whiteboard hinaus. Die Verschmelzung von Lean-Prinzipien mit Industrie 4.0 – "Lean 4.0" – ist in der breiten Anwendung angekommen. Fallstudien, wie die der Schaeffler AG, belegen den Erfolg.
Durch die Integration von Methoden wie kontinuierlichem Verbesserungsprozess (CIP) in eine Shopfloor-App verbesserte das Unternehmen seine First-Pass-Quality-Rate um 10 Prozent. Marktanalysten sehen die Dynamik als Reaktion auf Kostendruck und Fachkräftemangel. Effizienzsteigerung entsteht heute durch die intelligente Nutzung vorhandener Daten, um Verschwendung zu eliminieren.
Alles läuft auf die Hannover Messe zu
Mit dem Ende des ersten Quartals ist die Branche optimal für das Jahres-Highlight aufgestellt. Die Hannover Messe wird unter dem Motto "Think Tech Forward" die nun vorgestellten Einzellösungen in einen größeren Kontext stellen. Erwartet wird dort das nächste große Thema: die Integration generativer KI in die Shopfloor-Kommunikation, etwa durch sprachgesteuerte Assistenzsysteme.
Für produzierende Unternehmen sinken die Hürden weiter. Standardisierte Integrationsplattformen und lokal einsetzbare KI-Tools ermöglichen auch KMU, ihre Effizienz ohne massive IT-Investitionen zu steigern. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell diese Technologien die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Europa sichern.
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