Social-Media-Verbote: Neue Herausforderung für deutsche Arbeitgeber
10.02.2026 - 02:40:12Politische Vorstöße für höhere Altersgrenzen zwingen Unternehmen zum Handeln. Die Debatte um den Schutz Minderjähriger auf Plattformen wie TikTok erreicht die Arbeitswelt. Besonders Betriebe mit Auszubildenden stehen vor der Frage: Wie lässt sich die gesetzliche Fürsorgepflicht im digitalen Raum umsetzen?
Die Forderungen werden lauter. Nach australischem Vorbild und Initiativen in Frankreich oder Spanien will nun auch die CDU in Schleswig-Holstein ein Mindestalter von 16 Jahren für offene Social-Media-Plattformen durchsetzen. Ihr Antrag wird auf dem Bundesparteitag am 20. Februar diskutiert. Diese politische Dynamik stellt Personalabteilungen vor ein drängendes Problem. Denn die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers endet nicht am Bildschirmrand.
Fürsorgepflicht trifft auf digitale Realität
Unternehmen, die minderjährige Auszubildende beschäftigen, müssen deren Gesundheit schützen – auch vor psychischen Risiken aus der digitalen Welt. Cybermobbing, Hasskommentare oder süchtig machende Algorithmen sind reale Gefahren, die während der Arbeitszeit auf Firmengeräten lauern. Bisherige Internetrichtlinien geraten so auf den Prüfstand.
Doch wie reagieren? Pauschale Verbote für die Nutzung bestimmter Apps in der Pause wirken oft übertrieben und sind schwer durchzusetzen. Sie könnten das Betriebsklima belasten. Die Alternative sind differenzierte Ansätze: Sollten Betriebe in Medienkompetenz-Trainings investieren, technische Filter einrichten oder klare Nutzungszeiten vereinbaren? Die Suche nach der richtigen Balance zwischen Schutz und Praxis hat begonnen.
Viele Arbeitgeber unterschätzen die psychischen Gefahren durch Social‑Media‑Nutzung am Arbeitsplatz – besonders wenn minderjährige Auszubildende betroffen sind. Eine rechtskonforme Gefährdungsbeurteilung hilft, Cybermobbing, algorithmisch bedingte Überlastung und andere Risiken systematisch zu erfassen und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Das kostenlose Download‑Paket enthält praxisnahe Vorlagen, Checklisten und eine Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, mit der Sie Ihre Dokumentation rechtssicher aufbauen. Gefährdungsbeurteilung jetzt kostenlos downloaden
Kritik an Verboten: Kompetenz statt Ausschluss
Nicht alle halten strikte Altersgrenzen für den richtigen Weg. Der Deutsche Kinderschutzbund warnt vor pauschalen Verboten. Jugendliche würden Wege finden, diese zu umgehen, und auf weniger regulierte Plattformen ausweichen. Stattdessen plädieren Experten für die Stärkung der digitalen Mündigkeit.
Für Unternehmen eröffnet diese Perspektive einen sinnvollen Weg. Anstatt zu verbieten, können sie ihre Auszubildenden fit für die Online-Welt machen. Workshops zu Datenschutz, Desinformation und digitalem Wohlbefinden könnten zum festen Ausbildungsbestandteil werden. Ein solcher Investment in digitale Kompetenz kommt der Fürsorgepflicht nach und rüstet den Fachkräftenachwuchs für die Zukunft.
Rechtliche Grauzone erfordert proaktives Handeln
Aktuell bewegt sich das Thema in einer unsicheren Zone. Der europäische Digital Services Act (DSA) setzt zwar Rahmenbedingungen, doch nationale Gesetze könnten folgen. Für international aufgestellte Konzerne, aber auch den deutschen Mittelstand, wächst der Compliance-Druck.
Personalverantwortliche müssen die politische Entwicklung nun genau beobachten. Die Einführung verpflichtender Altersverifikationen durch die Plattformen wäre ein Game-Changer. Unabhängig vom Gesetzgebungsprozess ist klar: Das Thema Jugendschutz wird zum festen Bestandteil der HR-Strategie. Die Frage ist nicht mehr, ob gehandelt werden muss, sondern wie ein praxistauglicher Schutz im Betriebsalltag gelingt.
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