Snapchat, Phishing-Welle

Snapchat: Neue Phishing-Welle lockt mit gefälschten Rabatten

08.02.2026 - 02:23:12

Cyberkriminelle locken Snapchat-Nutzer mit gefälschten Rabattangeboten auf perfekte Phishing-Seiten. Die gestohlenen Zugangsdaten können zu Identitätsdiebstahl führen.

Eine neue Phishing-Kampagne zielt derzeit auf Snapchat-Nutzer ab. Cyberkriminelle versenden massenhaft Nachrichten mit verlockenden, aber gefälschten Rabattangeboten, um an Anmeldedaten zu gelangen. Die gefälschten Login-Seiten sind von den echten kaum zu unterscheiden.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die Angriffe starten mit einer unerwarteten Direktnachricht. Sie verspricht einen exklusiven Rabatt oder Gutschein für beliebte Produkte. Um das Angebot einzulösen, sollen Nutzer auf einen Link klicken. Dieser führt jedoch auf eine perfekt nachgebaute Phishing-Seite. Geben Opfer dort ihren Benutzernamen und ihr Passwort ein, landen die Daten direkt bei den Kriminellen. Diese übernehmen dann das Konto, sperren den rechtmäßigen Besitzer aus und starten oft den nächsten Angriff auf dessen Freundesliste.

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Die Psychologie hinter dem Köder

Der Erfolg der Masche basiert auf cleverer Manipulation. Die Betrüger setzen auf Dringlichkeit, indem sie zeitlich limitierte Angebote vortäuschen. Die Aussicht auf ein Schnäppchen soll eine unüberlegte Reaktion provozieren. Besonders tückisch: Die Nachrichten scheinen oft von Freunden zu kommen. Das schafft ein falsches Gefühl von Sicherheit. Auf einer vertrauten Plattike Snapchat sind viele Nutzer weniger misstrauisch – genau das nutzen die Angreifer aus.

Die Folgen reichen weit über Snapchat hinaus

Der verlorene Account ist oft nur der Anfang. Mit den gestohlenen Daten können Täter:
* Private Chats und Fotos für Erpressungsversuche nutzen.
* Im Namen des Opfers betrügerische Handlungen durchführen.
* Die Phishing-Nachricht an die gesamte Freundesliste weiterleiten.

Die größte Gefahr droht jedoch durch Passwort-Wiederverwendung. Haben Kriminelle die Snapchat-Daten, probieren sie diese häufig auch bei E-Mail-Konten, Online-Banking oder anderen sozialen Netzwerken aus. Das kann zu Identitätsdiebstahl und erheblichen finanziellen Verlusten führen.

So schützen Sie sich wirksam

Technische Vorkehrungen und Wachsamkeit sind der beste Schutz. Experten raten zu diesen konkreten Schritten:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Das ist die wichtigste Maßnahme. Selbst mit dem richtigen Passwort kommt ein Angreifer dann nicht ins Konto, ohne den zweiten Code.
  • Links immer prüfen: Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Nachrichten – auch von Freunden. Fahren Sie vor dem Klick mit dem Finger über den Link (ohne zu klicken), um die echte Ziel-URL zu sehen.
  • Passwörter niemals wiederverwenden: Nutzen Sie für jeden Dienst ein einzigartiges, starkes Passwort. Ein Passwort-Manager kann dabei helfen.
  • Sofort handeln bei Verdacht: Wenn Sie einen Angriff vermuten, ändern Sie sofort Ihr Snapchat-Passwort und das aller anderen Dienste, in denen Sie es genutzt haben. Melden Sie verdächtige Nachrichten direkt an Snapchat.
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