SMS-Betrug, KI-Deepfakes

SMS-Betrug eskaliert: KI-Deepfakes im Kampf gegen Nutzer

14.02.2026 - 23:09:11

Cyberkriminelle nutzen künstliche Intelligenz und Deepfake-Technologien für Smishing-Attacken. Die Bundesnetzagentur warnt vor massiven Betrugswellen gegen Finanzdienstleister.

Kriminelle überfluten Deutschland mit perfektionierten Betrugsnachrichten. Die Bundesnetzagentur warnt diese Woche vor einer neuen Welle von Smishing-Attacken, bei denen Täter künstliche Intelligenz und Deepfake-Technologien einsetzen, um Kunden von Finanzdienstleistern zu täuschen.

Die Masche ist psychologisch durchdacht: Betrüger versenden SMS, die angeblich von bekannten Banken stammen. Sie erwähnen unautorisierte Auszahlungen oder verdächtige VideoIdent-Verfahren und erzeugen damit Panik. Der eingebettete Link führt zu täuschend echten Kopien echter Banking-Portale. Dort geben Opfer dann Zugangsdaten, Passwörter und persönliche Dokumente preis – und verlieren am Ende ihr Geld.

Die Technologie macht es schwieriger

Was diese Betrugsform besonders tückisch macht: KI-generierte Texte sind mittlerweile nahezu fehlerfrei. Nachfolgende Anrufe wirken durch Deepfake-Stimmen glaubwürdig. Das Landeskriminalamt Oberösterreich beobachtete ähnliche Angriffe – in nur zwei Wochen entstand dort ein Schaden von knapp einer Million Euro.

Nicht nur SMS: Ein breites Betrugsspektrum

Smishing ist Teil eines größeren Problems. Kriminelle nutzen parallel gefälschte E-Mails (Phishing), versenden betrügerische WhatsApp-Nachrichten und imitieren Banken, Behörden oder sogar die Polizei. Besonders alarmierend: Auch junge Menschen geraten zunehmend ins Visier. Die Täter passen ihre Methoden ständig an – während früher gefälschte Paketbenachrichtigungen im Fokus standen, zielen sie jetzt gezielt auf Finanzkonten ab.

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So schützen Sie sich

Experten vom BSI und den Verbraucherzentralen geben klare Handlungsempfehlungen:

  • Keine Links anklicken – niemals auf Nachrichten in unaufgeforderten SMS oder E-Mails reagieren
  • Offizielle Kanäle nutzen – Rufen Sie Banken über ihre Website oder App an, nie über Nummern aus verdächtigen Nachrichten
  • Misstrauen schärfen – Seien Sie skeptisch bei künstlicher Dringlichkeit oder unerwartet großen Versprechen
  • Absender prüfen – Kleine Schreibfehler oder Nummernabweichungen verraten oft den Betrug
  • 2FA aktivieren – Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt alle Online-Konten zusätzlich
  • App-Installation beschränken – Deaktivieren Sie auf Android die Installation aus unbekannten Quellen

Was tun bei einem Betrugsversuch?

Wurde Ihr Konto kompromittiert, zählt jede Minute: Bank sofort anrufen, alle Passwörter ändern, Anzeige bei der Polizei erstatten. Informationen über aktuelle Maschen finden Sie regelmäßig in den Warn-Tickern der Verbraucherzentralen und bei der Polizei.

Die Realität ist unbequem: Der Wettlauf zwischen Cyberkriminellen und Sicherheitsexperten intensiviert sich. Ständige Wachsamkeit ist künftig nicht optional – sie ist Notwendigkeit.

@ boerse-global.de

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