Smishing-Welle, Phishing

Smishing-Welle trifft deutsche Unternehmen: KI macht Phishing perfekt

25.02.2026 - 07:09:46 | boerse-global.de

Eine neue Angriffswelle per SMS und QR-Codes setzt Unternehmen unter Druck. Künstliche Intelligenz macht Phishing schwer erkennbar, weshalb technische und menschliche Abwehrmaßnahmen entscheidend sind.

Eine neue, hochprofessionelle Angriffswelle per SMS setzt die deutsche Wirtschaft unter Druck. Verbraucherschützer warnen vor raffinierter Datenspionage.

Die Verbraucherzentrale warnte am Dienstag eindringlich vor einer neuen Welle von SMS-Phishing, sogenanntem Smishing. Angreifer nutzen gefälschte Kurznachrichten von Banken, Paketdiensten oder Behörden, um an sensible Daten zu gelangen. Diese Entwicklung ist ein Weckruf: Während die Attacken immer ausgeklügelter werden, bleiben Mitarbeiter oft die letzte Verteidigungslinie. Unternehmen müssen ihre Schutzmaßnahmen und die Sensibilisierung ihrer Belegschaft dringend überprüfen, um Datendiebstahl, Finanzbetrug oder Betriebsstillstand zu verhindern.

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Raffinierte Täuschung: Von SMS-Fallen zu QR-Code-Betrug

Die aktuelle Warnung beleuchtet die Taktik der Kriminellen. Sie nutzen günstige SMS-Gateways, um massenhaft Nachrichten mit gefälschtem Absender zu versenden. Diese erzeugen durch angebliche Sicherheitsprobleme oder dringende Handlungsaufforderungen psychologischen Druck. Für Unternehmen ist die Gefahr besonders hoch, da Mitarbeiter solche Nachrichten auf Dienst- und Privatgeräten empfangen. Ein unbedachter Klick kann ausreichen, um Schadsoftware zu installieren oder Zugangsdaten preiszugeben.

Diese Smishing-Welle steht nicht allein. Bereits vor wenigen Tagen warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer Zunahme des sogenannten „Quishing“. Dabei werden QR-Codes auf Rechnungen, an öffentlichen Ladesäulen oder in gefälschten Briefen platziert. Das Scannen führt auf täuschend echte Phishing-Websites. Die Tücke: Einem QR-Code ist sein bösartiges Ziel nicht anzusehen, was klassische Sicherheitsfilter oft umgeht.

KI als Brandbeschleuniger: Die neue Ära des Betrugs

Die Professionalität dieser Angriffe wird maßgeblich durch künstliche Intelligenz (KI) vorangetrieben. Während Phishing früher oft an schlechter Grammatik scheiterte, erstellen generative KI-Systeme heute fehlerfreie, kontextbezogene und überzeugende Texte. Das ermöglicht hyperpersonalisierte Köder im großen Stil.

Studien zeigen, dass KI-generierte Phishing-Mails eine deutlich höhere Klickrate erzielen. Zudem nutzen Angreifer KI, um täuschend echte Webseiten zu erstellen oder sogar Deepfakes von Führungskräften für betrügerische Transaktionen zu erzeugen. Diese technologische Eskalation senkt die Einstiegshürden für Kriminelle und macht es für Mitarbeiter immer schwieriger, Fälschungen zu erkennen. Die Kombination aus Social Engineering und KI schafft eine Bedrohung, gegen die alleinige Technik nicht mehr ausreicht.

Der Faktor Mensch: Warum Awareness entscheidet

Trotz fortschrittlicher Sicherheitstechnologien bleibt der Mensch eine zentrale Schwachstelle – aber auch die wichtigste Verteidigungsressource. Die aktuellen Methoden zielen bewusst auf menschliche Eigenschaften wie Vertrauen, neugier oder Stress ab. Daher sind umfassende Security-Awareness-Programme unerlässlich.

Effektive Trainings gehen über jährliche Pflichtschulungen hinaus. Sie umfassen simulierte Phishing-Angriffe und lehren konkrete Verhaltensregeln: Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten, Überprüfung von Absendern und Links vor dem Klicken sowie das Wissen um sichere Verifizierungskanäle. Eine starke Sicherheitskultur, in der Mitarbeiter verdächtige Vorfälle ohne Furcht melden, ist entscheidend.

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Technische Schutzschilde: Mehrschichtige Verteidigung nötig

Neben der „menschlichen Firewall“ ist eine robuste, mehrschichtige technische Verteidigung Grundlage jedes wirksamen Schutzes. Dazu gehören fortschrittliche E-Mail-Sicherheitslösungen, die mit KI verdächtige Muster analysieren. Technologien wie DMARC sind essenziell, um E-Mail-Spoofing zu verhindern.

Zudem ist eine konsequente Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ein wichtiger Schutzwall. Allerdings entwickeln Angreifer auch hier Methoden, um MFA auszuhebeln. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines Zero-Trust-Ansatzes, bei dem keine Anfrage per se als vertrauenswürdig gilt. Laut einer Studie von PwC sehen sich über 90 Prozent der deutschen Unternehmen gezwungen, ihre Cyberstrategie grundlegend zu überdenken.

Kontinuierlicher Wettlauf: Sicherheit als Daueraufgabe

Die Bedrohung wird nicht abnehmen, sondern sich weiterentwickeln. Der Trend geht zu noch stärker personalisierten, automatisierten und über verschiedene Kanäle verteilten Angriffen. Für Unternehmen bedeutet das: Cybersicherheit ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Die kommenden Monate erfordern eine proaktive Anpassung. Dazu gehören regelmäßige Risikobewertungen, die Implementierung moderner, KI-gestützter Abwehrtechnologien und vor allem die fortlaufende Sensibilisierung der Mitarbeiter. Nur durch eine Kombination aus technischer Resilienz und menschlicher Wachsamkeit können sich Unternehmen wirksam schützen.

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