Hynix, Aktie

SK Hynix Aktie: Historischer Crash

05.03.2026 - 00:42:10 | boerse-global.de

Die Aktie des Chip-Herstellers verlor innerhalb von zwei Tagen 20 Prozent ihres Wertes, nachdem die Schließung der Straße von Hormus eine historische Panik an Südkoreas Börse auslöste.

SK Hynix Aktie: Historischer Crash - Foto: über boerse-global.de
SK Hynix Aktie: Historischer Crash - Foto: über boerse-global.de

Die SK Hynix-Aktie brach am Mittwoch, den 4. März 2026, um fast 10 Prozent ein – der zweite drastische Verlust in Folge. Auslöser war eine beispiellose Marktpanik in Südkorea, ausgelöst durch die Eskalation im Nahen Osten. Innerhalb von nur zwei Handelstagen verlor der Chip-Riese rund 20 Prozent seines Börsenwerts.

Südkoreas schwerster Börsentag aller Zeiten

Der KOSPI-Index stürzte am 4. März um 12,1 Prozent auf 5.093 Punkte ab – der heftigste Tagesrückgang in der Geschichte der südkoreanischen Börse. Bereits am Vortag hatte der Leitindex 7,24 Prozent verloren. Die Korea Exchange musste den Handel zwischenzeitlich für 20 Minuten aussetzen, nachdem Circuit Breaker ausgelöst wurden.

Der Auslöser: Die Schließung der Straße von Hormus, durch die Südkorea rund 70 Prozent seiner Rohölimporte und 30 Prozent seiner Erdgaslieferungen bezieht. Für eine Volkswirtschaft mit nahezu vollständiger Energieabhängigkeit von Importen bedeutet das eine unmittelbare Bedrohung.

Chip-Sektor als Epizentrum

SK Hynix und Samsung Electronics, die zusammen fast 50 Prozent des KOSPI ausmachen, trugen die Hauptlast der Verkaufswelle. Samsung verlor am Mittwoch 11,74 Prozent, SK Hynix 9,58 Prozent auf 849.000 Won. Am Dienstag waren es bereits 11,5 respektive 9,88 Prozent gewesen.

Lorraine Tan, Direktorin für Aktienresearch bei Morningstar Asia, führt den Einbruch auf die extreme Konzentration im südkoreanischen Markt zurück. Die beiden Memory-Giganten dominieren den Index, sodass Schwankungen in diesem Sektor überproportionale Auswirkungen haben. Hinzu komme wachsende Sorge, dass die Einführung von KI-Rechenzentren aufgrund deutlich höherer Energiekosten langsamer voranschreiten könnte als erwartet.

Ausländische Investoren fliehen

Laut südkoreanischen Medienberichten verkauften ausländische Anleger allein am Vormittag des 4. März südkoreanische Aktien im Wert von über drei Billionen Won. Über beide Handelstage hinweg beliefen sich die Nettoabflüsse auf mehr als zehn Billionen Won.

Parallel dazu stiegen die internationalen Ölpreise innerhalb von zwei Tagen um über 10 Prozent, was Inflations- und Rezessionsängste schürte. An der Wall Street fiel der Philadelphia Semiconductor Index am 3. März um mehr als vier Prozent.

Der Kontext: Vom Höhenflug zum Absturz

Besonders bitter: Der KOSPI hatte vor dem Crash im laufenden Jahr noch 34 Prozent zugelegt – maßgeblich getragen von SK Hynix und Samsung. SK Hynix erreichte im Februar ein 52-Wochen-Hoch von 1,099 Millionen Won, verglichen mit einem Tief von nur 162.700 Won.

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Im vierten Quartal 2025 hatte SK Hynix Umsatz und Betriebsgewinn von 32,8 Billionen beziehungsweise 19,2 Billionen Won ausgewiesen – ein sequenzielles Wachstum von 34 und 68 Prozent. Das Management prognostizierte für das erste Quartal 2026 eine stabile Auslieferung von Memory-Chips, entgegen der üblichen saisonalen Abschwächung.

HBF-Konsortium: Lichtblick vor dem Sturm

Nur wenige Tage vor dem Crash, am 26. Februar, hatte SK Hynix zusammen mit Sandisk das „HBF Spec. Standardization Consortium" in Kalifornien vorgestellt. Die neue High Bandwidth Flash (HBF)-Technologie soll speziell für KI-Inferenz-Anwendungen entwickelt werden – jene Phase, in der KI-Systeme Nutzeranfragen in Echtzeit verarbeiten.

HBF zielt darauf ab, die Lücke zwischen der hohen Geschwindigkeit von HBM-Speicher und der Speicherdichte von SSDs zu schließen. Sandisk plant, erste HBF-Muster in der zweiten Jahreshälfte 2026 auszuliefern. Geräte mit HBF-Integration könnten Anfang 2027 in die Testphase gehen.

Geopolitik gegen Fundamentaldaten

Analysten sehen unterschiedliche Szenarien: Endet der Konflikt innerhalb eines Monats, könnte der KOSPI nach einer Korrektur von rund 10 Prozent wieder anziehen. Zieht sich die Krise jedoch hin und kommt es zu anhaltenden Energieversorgungsschocks, drohen Rückgänge von 20 bis 30 Prozent.

SK Hynix hatte Investoren kürzlich auf einer Goldman Sachs-Konferenz mitgeteilt, dass sich der globale Speichermarkt vollständig in einen „Verkäufermarkt" gewandelt habe, mit steigenden Preisen für das gesamte Jahr 2026. Die fundamentale These bleibt intakt – doch ob sie dem geopolitischen Gegenwind standhalten kann, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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