Sitz-Knick, Haltungsproblem

Sitz-Knick: So bekämpfen Sie das verbreitete Haltungsproblem

28.01.2026 - 20:39:12

Stundenlanges Sitzen führt bei vielen Menschen zu einem nach vorne gekippten Becken. Dieses Phänomen, umgangssprachlich „Sitz-Knick“ genannt, verursacht häufig Schmerzen und schränkt die Beweglichkeit ein. Experten sehen darin eine direkte Folge unseres modernen Lebensstils.

Medizinisch handelt es sich um eine anteriore Beckenkippung. Durch permanentes Sitzen verkürzen die Hüftbeugemuskeln. Sie ziehen das Becken auch im Stehen nach vorne, was ein Hohlkreuz erzwingt. Zu den betroffenen Muskeln zählen der kräftige Lenden-Darmbeinmuskel und Teile der Oberschenkelmuskulatur.

Warum das Problem mehr als nur Rückenschmerz ist

Die Fehlhaltung bringt den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht. Die Folgen sind vielfältig:
* Chronische Schmerzen im unteren Rücken, in den Hüften oder Knien
* Eingeschränkte Leistungsfähigkeit beim Sport, etwa durch eine blockierte Hüftstreckung
* Erhöhtes Risiko für langfristige Gelenkabnutzung

Die gute Nachricht: Mit gezielten Übungen lässt sich gegensteuern.

Diese zwei Dehnungen wirken sofort

Physiotherapeuten setzen auf einfache, aber effektive Stretches. Die wichtigste Übung ist der kniende Hüftbeuger-Stretch:
1. Gehen Sie in einen Halbkniestand. Ein Knie liegt auf einer Matte, der andere Fuß steht vorn.
2. Spannen Sie Bauch und Gesäß an, um ein Hohlkreuz zu vermeiden.
3. Schieben Sie die Hüfte kontrolliert nach vorne, bis Sie eine Dehnung in der Leiste spüren.
4. Halten Sie die Position für 30-60 Sekunden und atmen Sie tief. Wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite.

Für zwischendurch eignet sich eine Dehnung im Stehen: Machen Sie einen kleinen Schritt nach hinten und schieben Sie die Hüfte des hinteren Beins nach vorn, während der Oberkörper aufrecht bleibt.

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Dehnen allein reicht nicht

Ein dauerhafter Erfolg braucht einen ganzheitlichen Ansatz. Entscheidend ist die Kräftigung der Gegenspieler. Übungen wie die Brücke oder Planks stärken Gesäß und Bauchmuskeln. Diese Muskeln ziehen das Becken zurück in seine natürliche Position.

Der wichtigste Faktor bleibt jedoch die Prävention. Regelmäßige Bewegungspausen, kurze Spaziergänge oder ein höhenverstellbarer Schreibtisch unterbrechen die sitzende Haltung. Schon das bewusste Wechseln der Sitzposition entlastet die verkürzten Muskeln.

Die Erkenntnis setzt sich durch: Dynamische Arbeitsplätze und Bewegungspausen werden immer mehr zum Standard. Doch der wirksamste Schritt beginnt bei jedem selbst – mit dem Bewusstsein für den eigenen Körper.

@ boerse-global.de

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