Silicon Power bringt DDR5-7200 CUDIMM für Intel-Plattformen auf den Markt
17.01.2026 - 14:52:12Die neue Generation von Hochleistungs-Arbeitsspeicher ist da. Hersteller beginnen mit der Auslieferung von DDR5 CUDIMM-Modulen, die speziell für Intels Core Ultra 200 Serie optimiert sind. Sie versprechen mehr Stabilität bei hohen Taktraten – ein entscheidender Faktor für KI-Anwendungen und anspruchsvolle Workloads.
Führend in dieser Woche ist Silicon Power (SP Industrial). Das Unternehmen stellte am 12. Januar seine neuen 64GB DDR5-7200-Module offiziell vor. Damit wird die auf der CES 2026 angekündigte CUDIMM-Technologie erstmals für Industrie und Einzelhandel verfügbar. Der Schritt markiert den Übergang von der Messeankündigung zur realen Verfügbarkeit.
Strategischer Start für Intels “Arrow Lake”
Der Zeitpunkt der Markteinführung ist strategisch gewählt. Die Hardware soll verfügbar sein, wenn die Verbreitung von Intels neuem LGA-1851-Sockel für die “Arrow Lake”-Architektur in Unternehmen und bei Highend-PCs Fahrt aufnimmt. Diese Plattformen stellen erhöhte Anforderungen an die Speicherbandbreite.
Die neuen Module von Silicon Power arbeiten mit einer Transferrate von 7200 MT/s bei einer Spannung von 1,1 Volt. Diese effiziente Leistungsaufnahme ist für das thermische Management in kompakten Workstations und Industrie-PCs entscheidend. Zunächst zielt das Release auf den Industriesektor. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass solche “Industriequalität”-Starts oft der breiten Verfügbarkeit für Verbraucher vorausgehen. Die zugrundeliegende Technologie – insbesondere der CKD-Chip – ist identisch mit der in Gaming-Kits für Enthusiasten.
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So sorgt CUDIMM für mehr Stabilität
Der Wechsel zu CUDIMM bedeutet einen fundamentalen Wandel in der Funktionsweise von Arbeitsspeicher bei hohen Geschwindigkeiten. Im Gegensatz zu Standard-DDR5-UDIMMs integrieren CUDIMMs einen spezialisierten Clock Driver (CKD) direkt auf dem Speicherriegel.
Laut den technischen Standards von JEDEC regeneriert und puffert dieser CKD-Chip das Taktsignal lokal. Das reduziert Signalverschlechterung und sogenanntes “Jitter”, das typischerweise Systeminstabilitäten verursacht, wenn Speichergeschwindigkeiten über 6400 MT/s hinausgehen.
Für Nutzer der Intel Core Ultra 200S Serie entkoppelt diese Technologie effektiv die Speichergeschwindigkeit von den Grenzen der elektrischen Leiterbahnen auf dem Mainboard. Geschwindigkeiten von 7200 MT/s – bisher die Domäne von Overclocking-Experten – werden so zum “Plug-and-Play”-Standard für Workstations und Gaming-PCs.
CES 2026 befeuert den Markt
Während Silicon Power diese Woche Schlagzeilen macht, ist der breitere Speichermarkt nach der CES 2026 bereits mit CUDIMM-Optionen geflutet.
- Biwin treibt seine DW100 RGB DDR5 CUDIMM-Serie voran, mit Unterstützungsdokumenten, die am 12. Januar aktualisiert wurden. Ihre Module zielen auf noch höhere Geschwindigkeiten bis zu 9200 MT/s für Overclocking-Szenarien ab.
- G.SKILL und TeamGroup haben ihre Produktlinien verfestigt. Bei großen Händlern tauchen die G.SKILL Trident Z5 CK-Module bereits mit “auf Lager”-Status auf. Das bestätigt, dass die Ankündigungen vom Ende 2025 nun in Volumenlieferungen münden.
- Corsair erweitert kontinuierlich die Verfügbarkeit seiner Vengeance CUDIMMs mit Fokus auf Kompatibilität zum Intel Z890-Chipsatz.
Marktbeobachter sehen den Grund für die schnelle Verfügbarkeit im harten Wettbewerb um den “AI-PC”-Upgrade-Zyklus. Da lokale KI-Arbeitslasten schnelleren Speicherzugriff erfordern, liefern sich die Hersteller ein Rennen um die höchsten stabilen Geschwindigkeiten.
Vorgriff auf “Arrow Lake Refresh”
Der Zeitpunkt der Lieferungen ist auch eng mit Intels Roadmap verknüpft. Während die aktuellen Core Ultra 200S Prozessoren diese Module unterstützen, deuten Branchenberichte darauf hin, dass das für das erste Halbjahr 2026 erwartete “Arrow Lake Refresh” eine verbesserte native Unterstützung für CUDIMM-Technologie bieten wird.
Technische Leaks legen nahe, dass die Refresh-Serie native JEDEC-Geschwindigkeiten von 7200 MT/s für CUDIMMs offiziell unterstützen wird – ein signifikanter Sprung gegenüber den anfänglichen 6400 MT/s. Indem Hersteller wie Silicon Power und Biwin die Module jetzt ausliefern, stellen sie sicher, dass das Ökosystem reif und bestückt ist, bevor die neuen Prozessoren in die Regale kommen.
Ausblick: 7200 MT/s als neuer Standard?
Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 könnte die Grenze zwischen “übertaktetem” und Standard-Speicher verschwimmen. Da der CKD-Chip die anspruchsvolle Aufgabe der Signalsynchronisation übernimmt, werden die Basistaktraten voraussichtlich weiter steigen.
Experten prognostizieren, dass DDR5-7200 bis Ende des zweiten Quartals 2026 die Basisempfehlung für Highend-Systeme werden und den derzeitigen Sweetspot DDR5-6000 verdrängen könnte. Da Unternehmen bereits Geschwindigkeiten von über 9000 MT/s andeuten, wird die Leistungsobergrenze für Consumer-Speicher dramatisch steigen – vorausgesetzt, die Preise stabilisieren sich angesichts der hohen Nachfrage nach DRAM-Komponenten.
Für frühe Anwender und Systemintegratoren beginnt mit den Lieferungen von Silicon Power nun die Praxisphase dieses neuen Standards – ein leiser, aber kritischer Meilenstein im Lebenszyklus von DDR5.
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