Silber: Zwischen Dollar und Defizit
14.03.2026 - 01:07:00 | boerse-global.deDer Silberpreis gerät zum Wochenschluss von zwei Seiten unter Druck. Ein erstarkender Dollar und verschobene Zinssenkungserwartungen der Fed überlagern die Safe-Haven-Nachfrage, die der eskalierende Nahost-Konflikt eigentlich befeuern sollte. Das Ergebnis: Silber fällt zum dritten Mal in Folge und steuert auf ein Wochenminus von mehr als 2 % zu.
Geopolitik treibt Öl – und bremst Silber
Der Konflikt im Nahen Osten dominiert die Märkte. Irans neuer oberster Führer Mojtaba Khamenei bekräftigte, die Straße von Hormus geschlossen zu halten, während Teheran Angriffe auf regionale Öl- und Transportanlagen intensivierte. Brent-Rohöl kletterte daraufhin auf knapp 100 US-Dollar pro Barrel – ein Tagesplus von mehr als 8 % am Donnerstag.
Für Silber ist das ein zweischneidiges Signal. Einerseits weckt Geopolitik Nachfrage nach sicheren Anlagen – am Donnerstag stieg der Preis noch kurzzeitig über 86 US-Dollar. Andererseits schüren die Ölpreise Inflationssorgen, die den Dollar stärken und Zinssenkungshoffnungen dämpfen. Händler haben ihre Erwartungen für Fed-Zinssenkungen 2026 von rund 50 auf etwa 20 Basispunkte zurückgeschraubt, die nächste Senkung gilt nun erst für September als wahrscheinlich.
Der US-Dollar erreichte ein Drei-Monats-Hoch, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf ein Fünf-Wochen-Hoch. Für ein nicht verzinsliches Metall wie Silber ist das ein klassisch ungünstiges Umfeld.
Strukturelles Defizit als langfristiger Anker
Trotz des kurzfristigen Gegenwinds bleibt das fundamentale Bild für Silber bemerkenswert fest. Das Metall hat im vergangenen Jahr um mehr als 150 % zugelegt und markierte Ende Januar 2026 mit 120 US-Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch. Der Markt steuert auf sein fünftes aufeinanderfolgendes Defizitjahr zu – das kumulative Angebotsdefizit zwischen 2021 und 2026 beläuft sich auf rund 820 Millionen Unzen. Industrielle Abnehmer aus den Bereichen Solar, Elektrofahrzeuge und KI-Hardware treiben die Nachfrage, während das Minenproduktionswachstum bei lediglich 1 bis 2 % pro Jahr stagniert.
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Die institutionellen Prognosen spiegeln diese Spannung wider: J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von 81 US-Dollar – eine deutliche Aufwärtsrevision gegenüber der früheren Schätzung von 56,30 US-Dollar. Die Bank of America skizziert ein deutlich breiteres Szenarioband von 135 bis 309 US-Dollar, abgeleitet aus historischen Extremwerten des Gold-Silber-Verhältnisses.
Kurzfristig dürften die anstehenden US-Konjunkturdaten – darunter der PCE-Preisindex für Februar und das Q4-BIP – weitere Impulse liefern. Solange die Straße von Hormus blockiert bleibt und der Dollar auf erhöhtem Niveau verharrt, dürfte der Silberpreis seinen Spagat zwischen industriellem Rohstoff und Krisenwährung weiter unter erschwerten Bedingungen vollziehen.
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