Silber: Gefangen im Kriegsmodus
13.03.2026 - 00:26:03 | boerse-global.deDer eskalierende Krieg zwischen den USA und dem Iran hat die Edelmetallmärkte in eine Phase extremer Volatilität gestürzt. Während die blockierte Straße von Hormus neue Inflationsängste schürt, trifft diese geopolitische Krise auf ein historisches Angebotsdefizit beim Silber. Für Anleger resultiert daraus ein heftiges Tauziehen zwischen makroökonomischem Gegenwind und fundamentaler Stärke.
Zinssorgen bremsen die Rekordjagd
Nach dem historischen Höchststand von 121 US-Dollar je Unze Ende Januar erlebte das Edelmetall einen scharfen Rücksetzer. Aktuell pendelt der Kurs um die Marke von 88,70 US-Dollar. Verantwortlich für diese Korrektur ist eine Kettenreaktion aus dem Nahen Osten: Die faktische Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise in die Höhe. Das weckt globale Inflationssorgen und zwingt die US-Notenbank Fed dazu, erhoffte Zinssenkungen weiter nach hinten zu verschieben. Ein dadurch erstarkender US-Dollar macht zinslose Anlagen wie Silber für Investoren unattraktiver.
Strukturelles Defizit stützt den Boden
Abseits der geopolitischen Turbulenzen profitiert der Silbermarkt von einem harten fundamentalen Boden. Das Edelmetall verzeichnet das fünfte Defizitjahr in Folge. Zwischen 2021 und 2026 summierte sich der Fehlbetrag auf 820 Millionen Unzen.
Ein Haupttreiber ist die Photovoltaik-Industrie, die jährlich über 230 Millionen Unzen für den Ausbau der Solarenergie verschlingt. Gleichzeitig kämpfen primäre Silberminen mit sinkenden Erzgehalten, während rund 70 Prozent des weltweiten Angebots lediglich als Nebenprodukt der Förderung anderer Metalle abgebaut werden. Dieses strukturelle Ungleichgewicht verhindert einen tieferen Preisverfall und hält den Kurs auf einem Niveau, das noch immer rund dreimal so hoch ist wie im Vorjahr.
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Prognosen der Institutionen
Die Einschätzungen für das laufende Jahr 2026 spiegeln die hohe Unsicherheit, aber auch das übergeordnete Aufwärtspotenzial wider. Mehrere Analysten haben ihre Zielmarken zuletzt angepasst:
- Deutsche Bank: Hält bis Jahresende einen Anstieg auf rund 100 US-Dollar für möglich, falls sich der Edelmetallsektor weiter festigt.
- J.P. Morgan: Hob das durchschnittliche Kursziel für 2026 deutlich von 56,30 auf 81 US-Dollar an.
- Reuters-Umfrage: Ein Analystenkonsens erwartet einen Durchschnittspreis von 79,50 US-Dollar für das Gesamtjahr.
Der Silberpreis bewegt sich derzeit im Spannungsfeld zwischen industrieller Nachfrage und geldpolitischer Strenge. Solange die Blockade im Nahen Osten die Ölpreise hoch hält und die Fed Zinssenkungen aufschiebt, bleibt der starke US-Dollar der größte Bremsklotz. Sobald sich jedoch eine Deeskalation abzeichnet und die Inflationssorgen nachlassen, dürfte das massive Angebotsdefizit die Preisbildung wieder vollständig dominieren.
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