Silber, Engpass

Silber: Engpass treibt Kurse

26.02.2026 - 15:15:24 | boerse-global.de

Der Silberpreis steigt über 90 US-Dollar, angetrieben durch drastisch schrumpfende COMEX-Lager und politische Unsicherheit. Die physische Knappheit überwiegt aktuell Zinserwartungen.

Silber: Engpass treibt Kurse - Foto: über boerse-global.de
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Silber-Anleger erleben derzeit eine außergewöhnliche Verknappung am physischen Markt. Gestern sprang der Preis für das Edelmetall um 3,9 Prozent auf über 90 US-Dollar pro Unze. Eine Mischung aus massiven Lieferengpässen, geopolitischen Spannungen und neuen US-Zöllen wirkt derzeit als kraftvoller Katalysator.

Lagerbestände schrumpfen drastisch

Die Preisdynamik spiegelt die kritische Situation in den globalen Tresoren wider. An der New Yorker Warenterminbörse COMEX fallen die Bestände rapide: Die für sofortige Lieferungen verfügbaren Reserven rutschten unter die Marke von 90 Millionen Unzen. Seit Oktober 2025 sind die Gesamtlagerbestände um 31 Prozent auf nur noch rund 366 Millionen Unzen eingebrochen.

Besonders deutlich wird der physische Mangel im globalen Vergleich. Am Handelsplatz in Shanghai wird Silber aktuell mit einem Aufschlag von mehr als 10 Dollar gegenüber dem westlichen Spot-Preis gehandelt. Dass große Marktteilnehmer wie JP Morgan verstärkt Lieferbescheinigungen ausgeben, unterstreicht den institutionellen Wettlauf um das physische Metall.

Zoll-Chaos stützt die Nachfrage

Neben der Angebotsknappheit treibt die US-Handelspolitik die Investoren in sichere Häfen. Nachdem der Supreme Court die präsidiale Zollgewalt einschränkte, reagierte die US-Regierung mit einer globalen „Brückensteuer“. Diese wurde mit Wirkung zum 24. Februar zunächst auf 10 Prozent festgesetzt und kurz darauf auf 15 Prozent angehoben. Diese politische Unsicherheit löste eine Flucht in Edelmetalle aus.

Zusätzlichen Rückenwind erhält Silber durch die festgefahrenen Atomgespräche mit dem Iran in Genf. Seit Jahresbeginn verzeichnet Silber ein Plus von 26 Prozent und lässt damit die breiten Aktienmärkte deutlich hinter sich. Doch was bedeutet diese Entwicklung für die kommenden Monate?

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Zinshoffnungen erhalten Dämpfer

Trotz der starken fundamentalen Lage gibt es Gegenwind von der makroökonomischen Seite. Jüngste Aussagen von US-Notenbankvertretern wie Christopher Waller dämpften die Erwartung baldiger Zinssenkungen. Die Wahrscheinlichkeit für einen ersten Zinsschritt im Juni sank daraufhin von über 50 Prozent auf nun 43,9 Prozent.

Die physische Knappheit in den Tresoren bleibt jedoch der dominierende Faktor für die Preisbildung und gleicht den stärkeren US-Dollar sowie die verschobenen Zinshoffnungen bislang aus. Für Marktteilnehmer steht die Entwicklung der COMEX-Lagerbestände und die Umsetzung der neuen US-Globalzölle als nächste wegweisende Impulse im Fokus. Die hohe Prämie auf physische Auslieferung verdeutlicht den strukturellen Vorteil besicherter Anlageprodukte in einem extrem engen Marktumfeld.

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