Sicherheitsbranche knackt Beschäftigungsrekord trotz Fachkräftemangel
06.04.2026 - 17:30:40 | boerse-global.deDie private Sicherheitswirtschaft in Deutschland verzeichnet Rekordbeschäftigung bei leicht entspannter Personalsuche. Moderne Technik und bessere Arbeitsbedingungen zeigen erste Wirkung.
Die Branche blickt auf ein Jahrzehnt des Booms zurück. Das Marktvolumen hat sich laut Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mehr als verdoppelt – von 6,96 Milliarden Euro (2015) auf prognostizierte 14,75 Milliarden Euro für 2025. Dieser Aufschwung schafft Jobs: Mit fast 291.000 Beschäftigten Mitte 2025 erreichte die Branche einen historischen Höchststand.
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Vakanzen gehen leicht zurück – ein erstes Entspannungssignal?
Trotz steigender Nachfrage, angetrieben durch Objektschutz, KRITIS-Gesetz und Outsourcing, zeichnet sich eine Wende ab. Im Februar 2026 meldete der BDSW rund 5.500 offene Stellen – ein leichter Rückgang gegenüber den Vorjahren.
Branchenvertreter werten dies als Erfolg ihrer Investitionen in Attraktivität. Die Lage bleibt jedoch regional gespalten. Nordrhein-Westfalen (1.137 offene Stellen) und Bayern (952) haben den höchsten Bedarf, gefolgt von Niedersachsen und Berlin. Der Fachkräftemangel ist kein einheitliches Problem, sondern folgt der regionalen Wirtschaftskraft.
Die neue Sicherheitsstrategie: Mensch plus Maschine
Ein Schlüssel zur Entspannung ist die Technik. Unternehmen setzen zunehmend auf hybride Lösungen, bei denen smarte Überwachungssysteme und Remote-Dienste Routineaufgaben übernehmen. Das entlastet das Personal und setzt Fachkräfte gezielter an kritischen Punkten ein.
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Diese Entwicklung professionalisiert das Berufsbild. Sicherheit ist kein simpler Aushilfsjob mehr, sondern erfordert Kenntnisse in Technik, IT-Sicherheit und Prozessmanagement. Ausbildungen wie zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit gewinnen weiter an Bedeutung.
Arbeitsschutz: Neue Regeln gegen den Expertenmangel
Auch im Bereich Arbeitsschutz wird gegen den Personalmangel angekämpft. Seit Januar 2026 gilt die reformierte DGUV Vorschrift 2. Sie schafft flexiblere Zugänge zur Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa).
Nun können auch Hochschulabsolventen aus Fächern wie Psychologie oder Biologie einsteigen – bisher war die Qualifikation vor allem Ingenieuren vorbehalten. Für Kleinbetriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern wurden die Betreuungsanforderungen zudem gelockert. Die Kombination aus gesetzlicher Flexibilität und technischer Unterstützung soll hohe Standards trotz knapper Experten sichern.
Ausblick: Digitalisierung als Zukunftsschlüssel
Der strukturelle Wandel hält an. Während die Zahl der Detekteien schrumpft, gibt es heute über 4.500 private Sicherheitsdienstleister. Die Zukunft wird davon abhängen, wie gut die Digitalisierung gelingt.
Die Verzahnung von IT-Sicherheit, physischem Schutz und KI-gestützten Analysetools wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter investieren und gleichzeitig technologische Effizienz steigern, sind für die komplexen Sicherheitsanforderungen der Zukunft am besten gerüstet. Der Fachkräftemangel bleibt zentral, doch die ersten Entspannungssignale geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus.
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