SIBO: Die unterschätzte Ursache hinter Reizdarm-Beschwerden
11.02.2026 - 08:39:12Blähungen, Bauchschmerzen und Völlegefühl plagen Millionen. Oft lautet die Diagnose Reizdarm. Doch die wahre Ursache könnte eine Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) sein – eine behandelbare Erkrankung, die zunehmend in den Fokus der Medizin rückt.
Bei SIBO wandern Dickdarmbakterien in den Dünndarm und vermehren sich dort stark. Sie fermentieren Kohlenhydrate aus der Nahrung viel zu früh. Die Folge: eine massive Gasproduktion, die die typischen, quälenden Symptome auslöst.
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Symptome: Mehr als nur ein gereizter Darm
Die Anzeichen von SIBO sind vielfältig und unspezifisch. Sie gleichen oft denen eines Reizdarmsyndroms, was die Diagnose erschwert.
* Hauptsymptome: Starke Blähungen und ein aufgeblähter Bauch direkt nach dem Essen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Verstopfung.
* Weitere Beschwerden: Übelkeit, Sodbrennen, extreme Müdigkeit und Konzentrationsstörungen („Brain Fog“).
* Bei schwerem Verlauf: Nährstoffmängel und unbeabsichtigter Gewichtsverlust.
SIBO ist meist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge einer anderen Störung. Häufige Ursachen sind:
* Eine gestörte Darmbewegung (Motilität)
* Anatomische Veränderungen nach Operationen
* Langfristige Einnahme von Magensäureblockern
* Grunderkrankungen wie Diabetes oder Morbus Crohn
Diagnose: Der Atemtest bringt Klarheit
Der direkte Nachweis via Dünndarmflüssigkeit ist aufwendig. In der Praxis setzen Ärzte daher auf nicht-invasive Atemtests. Der Patient trinkt eine Zuckerlösung. Bakterien im Dünndarm vergären diesen Zucker und produzieren Gase wie Wasserstoff oder Methan, die in der Atemluft messbar sind.
Experten empfehlen heute vor allem den Glukose-Atemtest. Er gilt als genauer als der ältere Laktulose-Test. Entscheidend ist, sowohl auf Wasserstoff als auch auf Methan zu testen, um alle Formen der Fehlbesiedlung zu erfassen.
Therapie: Drei Säulen gegen die Fehlbesiedlung
Die Behandlung von SIBO verfolgt einen mehrstufigen Ansatz, um die Bakterien zurückzudrängen und Rückfälle zu verhindern.
1. Antibiotika gegen die Bakterien
Das lokal wirksame Antibiotikum Rifaximin ist der Standard. Es wird kaum vom Körper aufgenommen und bekämpft die Bakterien direkt im Darm. Bei einer methanproduzierenden Besiedlung kommt oft eine Kombination mit Neomycin zum Einsatz. Auch pflanzliche Alternativen wie Oreganoöl werden diskutiert.
2. Ernährung als Schlüssel
Diätetische Maßnahmen entziehen den Bakterien die Nahrung. Besonders bewährt hat sich die Low-FODMAP-Diät, bei der bestimmte fermentierbare Kohlenhydrate stark reduziert werden. So lassen sich die Symptome oft schnell kontrollieren.
3. Die Ursache bekämpfen
Langfristiger Erfolg hängt davon ab, die zugrundeliegende Störung zu behandeln. Das kann die Gabe von Prokinetika für eine bessere Darmbewegung, der Ausgleich von Enzymmängeln oder die Therapie der Grunderkrankung bedeuten.
Die wachsende Erkenntnis über SIBO verändert den Blick auf chronische Verdauungsleiden. Für viele Betroffene mit Reizdarm-Diagnose eröffnet sich so ein neuer, konkreter Behandlungsweg. Die Forschung arbeitet bereits an noch präziseren Tests und individuelleren Therapien.
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