Sex Pistols: Kommt der große Punk-Schock zurück?
23.02.2026 - 14:29:42 | ad-hoc-news.dePlötzlich sind die Sex Pistols wieder in aller Munde: Dokus, Biopic-Diskussionen, Reunion-Gerüchte, Streit ums Erbe – der Punk-Mythos kocht hoch wie seit Jahren nicht mehr. In Kommentarspalten wird gestritten, ob so eine Band heute überhaupt noch existieren dürfte, auf TikTok entdecken Gen-Z-Kids zum ersten Mal "Anarchy in the U.K." und fragen ihre Eltern, warum diese Truppe damals so viel Angst ausgelöst hat.
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Gleichzeitig läuft in UK ein nie endender Kulturkampf um das Vermächtnis der Band, Bandmitglieder posten sich gegenseitig an, Medien spekulieren über neue Projekte – von einmaligen Specials bis zu kompletten Neuauflagen von Klassikern. Und du sitzt in Deutschland, scrollst durch Insta und fragst dich: Passiert da gleich was Großes, oder ist das nur Nostalgie auf Steroiden?
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Um zu verstehen, was gerade bei den Sex Pistols abgeht, musst du einen Blick auf die letzten Monate werfen. Die Band ist zwar seit Jahrzehnten kein klassischer, dauerhaft tourender Act mehr, aber ihr Name taucht immer wieder auf, sobald es um Punk, Rebellion und den Clash von Subkultur und Mainstream geht.
Ein wichtiger Trigger für den neuen Buzz in den letzten Jahren war die FX/Disney-Serienadaption über die Geschichte der Band, die international Debatten ausgelöst hat. John Lydon (Johnny Rotten) kritisierte öffentlich, dass ohne seine Zustimmung mit dem Erbe der Band gespielt werde. Andere ehemalige Mitglieder sahen das entspannter und freuten sich über das neue Interesse an ihrer Musik. Dieser Konflikt kocht seitdem immer wieder hoch, wann immer neue Projekte angekündigt oder diskutiert werden.
In britischen Medien tauchen immer wieder Meldungen über rechtliche Auseinandersetzungen rund um Songrechte, Merch und Lizenzen auf. Besonders spannend für Fans in Deutschland: Immer wenn solche Themen präsent sind, ziehen im Hintergrund Labels die Kataloge hoch, pushen Neuauflagen, Vinyl-Reissues oder limitierte Sammlerboxen. Das passiert auch bei den Sex Pistols – und genau deshalb siehst du gerade häufiger ihren Namen in Feeds, Playlists und Algorithmen.
Dazu kommt: Punk-Mode ist wieder da. Oversized Lederjacken, zerrissene Shirts, Sicherheitsnadeln als Accessoire – TikTok, Insta und Streetwear-Brands zitieren überall die Ästhetik, die die Sex Pistols einst zur popkulturellen Waffe gemacht haben. Viele junge Leute hören die Band nicht zuerst über Alben, sondern über Memes, Sound-Snippets und Vintage-Fashion-Accounts. Sobald sie nachhaken, landen sie bei Songs wie "God Save the Queen" und "Pretty Vacant" – und merken, dass da mehr dahinter steckt als nur ein alter Bandname auf einem Shirt.
Konkrete, große Tourdaten durch Europa oder Deutschland sind Stand jetzt nicht offiziell bestätigt. Das musst du wissen, um keine falschen Erwartungen zu haben. Es gibt keine vollständige Reunion-Tour-Ankündigung mit Wembley-Arena-Block und Berlin-Stop, die gerade still und leise geplant wird und morgen dropt. Aber: Einzelne Mitglieder spielen immer wieder spezielle Shows, Tribute-Nights, Festival-Specials oder Once-in-a-lifetime-Auftritte, die dann innerhalb von Minuten ausverkauft sind. Genau diese punktuellen Ereignisse halten den Mythos am Leben – und schüren die Hoffnung, dass doch noch mal ein größeres Live-Projekt folgen könnte.
Für deutsche Fans hat das zwei Konsequenzen: Erstens, du musst wachsam bleiben, was kleinere Festivals und alternative Clubs in Europa angeht, vor allem in UK, Irland und Benelux. Zweitens, du kannst davon ausgehen, dass jede ernsthafte neue Doku, Filmplanung oder Anniversary-Edition früher oder später auch im deutschsprachigen Raum landet – ob als Streaming-Content, Kino-Special oder Vinyl-Reissue im Plattenladen nebenan.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn es aktuell keine reguläre Welt-Tour der Sex Pistols gibt, sind Setlists von früheren Reunion-Konzerten und Special-Gigs ein guter Indikator dafür, was dich bei einem künftigen Auftritt erwarten würde. Und die sehen erstaunlich konstant aus: Wenn die Band oder Teile davon auf die Bühne gehen, passiert genau das, was du dir als Fan erhoffst – ein kompletter Abriss der Kernsongs.
Typische Setlist-Häufungen aus den 2000er- und 2010er-Reunionshows sahen zum Beispiel so aus:
- "Pretty Vacant"
- "Seventeen"
- "New York"
- "No Feelings"
- "Did You No Wrong"
- "Liar"
- "Sub-Mission"
- "Holidays in the Sun"
- "Problems"
- "God Save the Queen"
- "EMI"
- "Bodies"
- "Anarchy in the U.K." (fast immer als Höhepunkt)
Man merkt sofort: Auch wenn das Studio-Oeuvre der Sex Pistols im Vergleich zu anderen Legenden schmal wirkt – ein zentrales Album, "Never Mind the Bollocks, Here's the Sex Pistols", und ein paar Singles – auf der Bühne reißen sie jeden dieser Songs so auf, dass er sich wie ein kompletter Schlag in die Magengrube anfühlt.
Die Atmosphäre bei den späteren Shows war eine wilde Mischung: Vorne am Pit stehen Leute, die die Band schon 1977 hätten sehen können, direkt daneben Gen-Z-Kids mit frisch gekauften Vintage-Shirts. In Fanberichten wird immer wieder beschrieben, wie sich dieser Generationenclash in den ersten Minuten seltsam anfühlt – bis "Holidays in the Sun" oder "God Save the Queen" reinknallen und plötzlich alle denselben Refrain schreien.
Der Sound selbst ist roher, als viele Neulinge nach den hochproduzierten Streaming-Versionen erwarten. Die Sex Pistols waren nie eine Band, die ihre Songs live glattbügelt. Gitarren sind schroff, Drums hämmern eher, als dass sie polieren, der Gesang beißt. Genau das macht den Reiz aus: Deine Ohren bekommen keinen Komfort-Modus, du wirst regelrecht in dieseä Ästhetik gestoßen. Wer Punk nur aus Pop-Punk-Playlists kennt, erlebt hier eine Art Kulturschock.
Spannend sind auch die Zwischenansagen. Gerade Johnny Rotten ist bekannt dafür, dass er sich nicht an Skripte hält. Statt "Wie geht's euch Berlin?"-Standardfloskeln gab es früher gerne Seitenhiebe auf Politik, Royals, die Musikindustrie oder gleich das gesamte Publikum. Je nach Tagesform schwanken diese Ansagen zwischen bitterböser Comedy, politischem Rant und bewusstem Anstacheln. Das sorgt für diese ständige Unsicherheit im Raum: Du weißt nie genau, ob du gleich ausgelacht, angebrüllt oder mit einem halbphilosophischen Kommentar über Konsum überrascht wirst.
Wenn du dir aktuelle Live-Clips von Soloshows oder Tribute-Abenden einzelner Mitglieder anschaust, erkennst du die DNA sofort wieder. Selbst wenn nicht alle Original-Pistols auf der Bühne stehen, werden die Klassiker oft so gespielt, wie du sie erwartest: kurz, aggressiv, ohne fünfminütige Jam-Passagen. Die Stärke der Songs liegt in ihrer Direktheit – 2 bis 3 Minuten und fertig. Das Publikum reagiert entsprechend: Circle Pits, Fäuste, lautes Mitbrüllen, Handy-Videos mit völlig übersteuertem Ton, weil die Leute nicht damit rechnen, wie laut das wirklich wird.
Also ja: Sollten sich die Sex Pistols – oder ein offiziell gebrandetes Projekt mit Originalmitgliedern – noch einmal für Europa oder Deutschland ankündigen, kannst du mit einem sehr kompakten, aber maximal intensiven Set rechnen. Kein glattpolierter Rock-Event, sondern ein Abend, der eher nach verschwitztem Club als nach sterilem Mehrzweckhallen-Gefühl klingt – selbst wenn das Ganze am Ende doch in einer großen Arena landet.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
In der Kommentarhölle unter YouTube-Videos, auf Reddit-Threads oder TikTok-Duetten schlagen sich die Fans seit Monaten die Köpfe ein: Kommt da noch mal die große Sex-Pistols-Reunion – oder bleibt alles auf Einzelevents und Nostalgieschübe verteilt?
Ein beliebtes Szenario: Viele User meinen, dass zum nächsten runden Jubiläum von "Never Mind the Bollocks" (das Album erschien 1977) irgendein Label einen riesigen Anniversary-Zyklus planen wird. Im Raum stehen Boxsets mit Demos, unveröffentlichten Live-Aufnahmen, neuen Dokumentationen und vielleicht sogar eine einmalige "All-Star-Night" mit Gästen aus der aktuellen Punk- und Rock-Szene. Deutsche Fans spekulieren in Foren, ob so ein Event eher in London, Manchester oder vielleicht sogar auf einem europäischen Festival wie Rock am Ring/Glastonbury-ähnlichen Formaten andocken könnte – auch wenn das bislang nichts anderes als Wunschdenken ist.
Ein anderer großer Diskussionspunkt: Dürfen die Sex Pistols überhaupt noch stattfinden – oder sind sie heute nur noch eine überverkaufte Marke, die gegen alles steht, was Punk einmal sein wollte? Auf TikTok kursieren Clips, in denen alte Interviews der Band neben aktueller Politik, Royals und Skandalen geschnitten werden. Manche feiern sie als zeitlose Kritiker, andere finden, dass die Provokation von damals im Zeitalter von Social Media und Shitstorms entweder verpuffen oder komplett falsch verstanden werden würde.
An den Ticketpreisen entzündet sich ebenfalls viel Frust. Sobald ein ehemaliges Bandmitglied oder ein größeres Punk-Legenden-Package Live-Termine ankündigt, taucht in Kommentarspalten sofort die Frage auf: "Was würde Sid Vicious zu 90-Euro-Stehplätzen sagen?" Viele Fans sehen nicht ein, für ein Genre, das einst für Anti-Kommerz stand, Preise im Premium-Segment zu zahlen. Andere argumentieren, dass selbst kleine Venues heutzutage hohe Produktions- und Personalkosten haben und dass Punk-Ikonen eben nicht von Luft und Applaus leben.
Auf Reddit tauchen auch Fan-Theorien auf, die sich eher um Symbolik drehen: Einige User sind überzeugt, dass die überall sichtbaren Sex-Pistols-Logos in Modeketten eine Art "Einstiegsdroge" für eine neue Punk-Welle sein könnten. Jugendliche, die das Logo nur als Grafik kennen, würden früher oder später nach dem Ursprung suchen und dadurch wieder bei den Originaltracks landen. Daraus stricken manche die Vision, dass Deutschland bald eine neue Welle von Punk-Bands erlebt, die zwar über TikTok groß werden, musikalisch aber klar bei den Pistols anfangen.
Und dann gibt es die Hardcore-Frage: Wäre ein komplett neues Sex-Pistols-Album überhaupt eine gute Idee? Viele Alt-Fans sagen klar: nein. Sie fürchten, dass jede aktuelle Produktion an der Messlatte von "Never Mind the Bollocks" zerschellen würde oder im schlimmsten Fall als später Cashgrab gilt. Jüngere Fans sehen das entspannter: Sie hätten Lust zu hören, was eine Kultband über Social Media, Cancel Culture, Algorithmen und die heutige Politik zu sagen hätte. Bislang bleibt das alles Theorie – aber es zeigt, wie sehr die Sex Pistols immer noch Projektionsfläche sind.
Alle Daten auf einen Blick
Selbst ohne frisch bestätigte World Tour lohnt sich ein Blick auf ein paar harte Fakten und historische Daten, die für deutsche Fans wichtig sind.
| Jahr | Ereignis | Details |
|---|---|---|
| 1975 | Bandgründung | Sex Pistols formieren sich in London, UK, und werden schnell zum Motor der britischen Punk-Bewegung. |
| 1976 | Frühe Gigs | Erste legendäre Auftritte in London; erste Auftritte mit starker Medienreaktion. |
| 1977 | Release von "Never Mind the Bollocks" | Debütalbum erscheint, landet trotz Skandalen hoch in den britischen Charts. |
| Ende 1970er | Kontroverse um "God Save the Queen" | Single wird von der BBC boykottiert, erreicht trotzdem Kultstatus. |
| Späte 1990er / 2000er | Reunion-Touren | Die Band kehrt für ausgewählte Shows und Tourneen zurück, auch mit Dates in Europa und Deutschland. |
| 2000er | Shows in Deutschland | Verschiedene Festival- und Einzelshows, u. a. in großen Hallen und Open-Air-Settings. |
| 2010er | Legacy-Fokus | Reissues, Dokus, Bücher und Ausstellungen rücken das historische Gewicht der Band in den Vordergrund. |
| 2020er | Neue Dokus & Serien | Streaming-Projekte und Biopic-Formate bringen die Sex Pistols auch für Gen Z nach vorne. |
| Aktuell | Reunion-/Projektgerüchte | Immer wieder Diskussionen um mögliche Specials, aber keine vollständige große Tour offiziell bestätigt. |
Häufige Fragen zu Sex Pistols
Um den Überblick im ganzen Hype zu behalten, hier Antworten auf die Fragen, die im Netz am häufigsten gestellt werden.
Wer sind die Sex Pistols überhaupt und warum gelten sie als so wichtig?
Die Sex Pistols sind eine britische Punkband, die Mitte der 70er in London entstanden ist. In der klassischen Besetzung bestanden sie aus Johnny Rotten (Gesang), Steve Jones (Gitarre), Paul Cook (Drums) und Glen Matlock (Bass), der später von Sid Vicious ersetzt wurde. Ihr Einfluss ist unverhältnismäßig groß im Vergleich zu ihrer relativ kurzen aktiven Phase und der geringen Menge an offiziellen Studioaufnahmen.
Was sie so bedeutend macht, ist nicht nur die Musik, sondern die Haltung. Sie stellten das britische Establishment, die Royals, die Medien, die Musikindustrie und die ganze Idee, wie ein "Star" aussehen soll, frontal in Frage. Songs wie "Anarchy in the U.K." und "God Save the Queen" waren radikale Statements in einer Zeit, in der viele junge Menschen sich von Politik und Gesellschaft komplett ignoriert fühlten. Ohne die Sex Pistols wäre Punk in dieser Form nie zur globalen Bewegung geworden – und unzählige Bands von Green Day bis Die Ärzte würden heute anders klingen.
Gibt es die Sex Pistols heute noch als aktive Band?
Offiziell existiert der Name weiter, aber nicht als dauerhaft aktive Touringband. Die Sex Pistols haben sich mehrmals getrennt und für bestimmte Projekte oder Jubiläen wieder zusammengefunden. Einzelne Mitglieder sind weiterhin musikalisch aktiv, geben Interviews, nehmen Solo-Projekte in Angriff oder lassen sich auf Dokumentarformate ein.
Was du im Moment nicht erwarten solltest, ist eine klassische "Wir gehen für 60 Dates durch Europa"-Tour. Wenn etwas kommt, dann eher punktuell: ein großes UK-Special, einzelne Festival-Auftritte oder ein besonderer Abend, der vielleicht aufgezeichnet wird. Deshalb lohnt es sich, offizielle Kanäle im Auge zu behalten – spontane Ankündigungen sind immer möglich, aber nie garantiert.
Kommen die Sex Pistols (oder Teile davon) bald nach Deutschland?
Stand jetzt gibt es keine öffentlich bestätigte, große Tour mit mehreren Deutschlanddaten unter dem Banner "Sex Pistols". Allerdings gab es in der Vergangenheit immer wieder einzelne Konzerte und Festivalauftritte der Band in Deutschland, und einzelne Mitglieder treten sowieso regelmäßig auf – sei es solo, in anderen Formationen oder bei Special-Events.
Wenn du wirklich nichts verpassen willst, solltest du:
- Newsletter großer deutscher Veranstalter und Festivals abonnieren, die Punk- und Rock-Legenden buchen.
- UK-Festivals beobachten; manchmal schwappt ein spezielles Line-up auch als Co-Headliner nach Europa über.
- Die offiziellen Social-Media-Profile der Bandmitglieder checken, nicht nur den Bandnamen.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass – falls ein großes Projekt kommt – mindestens ein Stop in Deutschland dabei wäre. Der Markt hier ist für Rock- und Punk-Ikonen einfach zu stark, um ihn zu ignorieren.
Wie klingt die Musik der Sex Pistols – und passt das heute noch?
Die Musik der Sex Pistols ist hart, direkt, rotzig und überhaupt nicht darauf ausgelegt, es allen recht zu machen. Gitarren sind verzerrt, Riffs simpel, aber extrem einprägsam. Die Rhythmussektion drückt nach vorne, statt sich im Hintergrund zu verstecken. Textlich geht es um Wut, Frustration, Anti-Monarchie, Anti-System, Langeweile, Gewalt, Sex und den ganzen Frust einer Generation, die in einer wirtschaftlich und sozial angespannten Zeit aufwuchs.
Passt das heute noch? Ja – vielleicht sogar mehr denn je. Viele aktuelle Themen – von sozialer Ungleichheit bis politischer Frustration – waren damals schon da, nur in anderer Form. Natürlich wirken manche Formulierungen alt oder übertrieben, aber die Grundenergie hat nichts an Relevanz verloren. Deshalb funktionieren die Songs auch bei jüngeren Fans, die 1977 noch meilenweit entfernt waren: Die Aggression und der Humor übersetzen sich intuitiv, selbst ohne Geschichtsseminar.
Welche Songs sollte ich unbedingt hören, um die Sex Pistols zu verstehen?
Wenn du nur ein paar Tracks checkst, um ein Gefühl für die Band zu bekommen, dann diese:
- "Anarchy in the U.K." – pure Punk-Energie, eine Art Manifest.
- "God Save the Queen" – Angriff auf das Establishment, damals ein Skandal, heute ein kulturelles Dokument.
- "Pretty Vacant" – hymnisch, aber nihilistisch, perfekter Soundtrack für alle, die sich fehl am Platz fühlen.
- "Holidays in the Sun" – politisch und dennoch extrem eingängig.
- "Bodies" – textlich brutal und kontrovers, nichts zum Nebenbei-Hören.
Wer dann tiefer einsteigen will, hört sich das komplette Album "Never Mind the Bollocks" in Ruhe durch – am besten laut, ohne Skippen. Du erkennst danach sehr schnell, warum viele das als eine Art Bibel für Punk bezeichnen.
Warum gibt es so viel Streit um das Erbe der Sex Pistols?
Weil Geld, Mythos und Egos zusammenkommen. Die Sex Pistols waren nie eine harmonische Wohlfühltruppe. Konflikte mit Management, Plattenfirmen, Medien und untereinander ziehen sich durch ihre gesamte Geschichte. Heute geht es zusätzlich um Fragen wie: Wer entscheidet über Lizenzen für Filme und Serien? Wer verdient an Reissues und Merch? Wer darf öffentlich für die Band sprechen?
John Lydon hat mehrfach kritisiert, dass Entscheidungen über die Verwendung der Songs oder des Bandimages ohne seinen Willen getroffen wurden. Andere Beteiligte sehen das anders und berufen sich auf vertragliche Abmachungen. Für Fans ist das anstrengend, aber auch Teil des Gesamtbildes: Diese Band war immer chaotisch, und selbst ihr Nachleben ist es.
Wie steht Punk in Deutschland heute da, auch im Vergleich zu den Sex Pistols?
Deutschland hat eine eigene, starke Punk-Tradition, von den 80ern mit Bands wie Slime oder Toxoplasma über Die Toten Hosen und Die Ärzte bis hin zu unzähligen Underground-Acts. Die Sex Pistols waren für viele dieser Bands früher der Startpunkt: Sie zeigten, dass du keine Musikhochschule brauchst, um eine einflussreiche Band zu gründen, sondern nur Wut, Ideen und ein paar Akkorde.
Heute lebt Punk hier auf mehreren Ebenen: in kleinen Clubs, auf DIY-Festivals, aber auch auf großen Open-Airs, wo Punk-Legenden als Headliner spielen. Die Sex Pistols werden in diesem Kontext oft als Ursprung gefeiert, auch wenn ihre eigene aktive Phase kurz war. Junge deutsche Bands greifen denselben Geist auf, aber mit eigenen Themen – Mieten, Klimakrise, Rechtsruck, digitale Überforderung. Die Verbindung bleibt: Ohne die Pistols wäre dieser rebellische Slot in der Popkultur vielleicht nie so klar definiert worden.
Für dich als Fan heißt das: Du kannst heute gleichzeitig neue deutsche Punk-Acts supporten und den alten Sex-Pistols-Katalog feiern – das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil. Wer versteht, woher der Sound kommt, hört auch aktuelle Bands mit anderen Ohren.
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