Seouls Mietmarkt kollabiert: Preise explodieren, Angebot schrumpft
21.02.2026 - 04:00:12 | boerse-global.deDie Mietpreise in Seoul erreichen neue Rekordhöhen, während das Angebot dramatisch schrumpft. Aktuelle Daten des Korea Real Estate Board zeigen eine akute Krise auf dem Wohnungsmarkt der südkoreanischen Hauptstadt.
Die durchschnittliche Monatsmiete knackte erstmals die Marke von 1,5 Millionen Won (rund 1.035 Euro). Gleichzeitig sank die Zahl verfügbarer Mietwohnungen seit Jahresbeginn um über 15 Prozent. Diese fatale Kombination aus explodierender Nachfrage und schwindendem Angebot treibt Mieter in die Enge.
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Auch Eigentumswohnungen werden teurer, wenn auch etwas verhaltener. Die Preise in Seoul stiegen im Januar um 0,91 Prozent zum Vormonat. Im Jahresvergleich legten sie jedoch um mehr als 13 Prozent zu.
Die Spanne ist enorm: In Top-Lagen wie Gangnam kosten Quadratmeter bis zu 45 Millionen Won. In günstigeren Bezirken wie Nowon sind es 8 bis 13 Millionen. Die durchschnittliche Wohnung in Seoul kostet mittlerweile fast eine Milliarde Won.
Warum gibt es einfach keine Wohnungen mehr?
Experten machen ein strukturelles Angebotsdefizit und regulatorische Hürden verantwortlich. Die Prognose ist alarmierend: 2026 wird die Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen in Seoul voraussichtlich um fast 50 Prozent einbrechen.
Gleichzeitig führen politische Maßnahmen gegen Spekulation zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen. Verschärfte Steuern und Kreditregeln für Mehrfachbesitzer halten viele Vermieter davon ab, ihre Wohnungen anzubieten. Das verschärft die Knappheit zusätzlich.
Einzigartiges Mietsystem gerät unter Druck
Die Krise erfasst auch das traditionelle „Jeonse“-System. Dabei hinterlegen Mieter eine hohe Einmalkaution statt monatlich zu zahlen. Diese Kautionen steigen seit 54 Wochen ununterbrochen und erreichen durchschnittlich 669,5 Millionen Won.
Durch steigende Zinsen und strengere Kreditvergaberegeln wird dieses Modell für viele unerschwinglich. Die Folge: Sie drängen auf den konventionellen Mietmarkt („Wolse“) – und heizen die Preise dort weiter an.
Wird sich die Lage bald entspannen?
Die kurzfristigen Aussichten sind düster, besonders für Mieter. In einigen Bezirken wie Nowon schrumpfte das Mietangebot um fast 40 Prozent. Zur Hauptumzugssaison könnte die Knappheit kritische Ausmaße annehmen.
Ein Lichtblick: Im Februar sollen landesweit über 14.000 Wohnungen zum Verkauf angeboten werden – ein Plus von 157 Prozent. Über 9.200 Einheiten entfallen auf die Region Seoul. Ob dies den strukturellen Mangel behebt, bleibt fraglich. Experten erwarten eine weitere Spaltung: Top-Lagen werden teurer, der Druck auf den Mietmarkt hält an.
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