SDAX: Zwei Gewinner, ein Thema
19.03.2026 - 07:47:46 | boerse-global.deDer SDAX liefert dieser Tage gleich auf zwei Fronten interessante Meldungen — und beide zeigen, wie unterschiedlich Wachstum aussehen kann.
Ottobock: Zahlen, die sich sehen lassen
Der Prothetik-Spezialist Ottobock hat heute seinen finalen Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt — und die vorläufigen Zahlen vom Februar werden vollumfänglich bestätigt. Der Kernumsatz kletterte um 11,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Noch eindrucksvoller: Das bereinigte EBITDA legte um knapp 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro zu, die entsprechende Marge stieg auf 26,0 Prozent.
Besonders auffällig ist der Sprung beim bereinigten Konzerngewinn — ein Plus von 83,2 Prozent auf 177,3 Millionen Euro. Treiber waren ein günstiger Produktmix, Skaleneffekte und verbesserte Einkaufskonditionen. Der Verschuldungsgrad sank dabei von 3,5x auf 2,3x, was dem Unternehmen spürbar mehr finanziellen Spielraum verschafft.
Das Wachstum trug der Zuwachs im Segment Americas besonders kräftig bei. Das bereinigte EBITDA dort stieg um 58,5 Prozent — getrieben durch neue Erstattungsregelungen für mikroprozessorgesteuerte Kniegelenke und die wachsende Marktdurchdringung der computergesteuerten Beinorthese C-Brace. Für die Hauptversammlung am 19. Mai schlägt das Management eine Dividende von 0,97 Euro je Aktie vor, was einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent entspricht.
Heidelberger Druck: Drohnen-Fantasie trifft auf harte Kursreaktion
Ganz anders das Bild bei Heidelberger Druckmaschinen. Hier sorgt nicht ein Geschäftsbericht für Aufsehen, sondern eine neue Kooperation im Rüstungsbereich. Nach der Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Ondas — mit Fokus auf Drohnentechnologie — schoss die Aktie am Mittwoch um elf Prozent nach oben.
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Der Konzern hatte bereits 2025 angekündigt, Verteidigung als neues Wachstumsfeld zu erschließen. Angesichts der gestiegenen Nachfrage nach Drohnenabwehr-Systemen, die der Iran-Krieg erneut in den Vordergrund gerückt hat, kommt der Timing-Effekt dieser Meldung nicht von ungefähr. Ob aus dem Einstieg ein tragfähiges Geschäftsmodell wird, bleibt vorerst offen — die elf Prozent spiegeln zunächst vor allem Erwartungen wider, keine Umsätze.
Zwei SDAX-Mitglieder, zwei völlig verschiedene Wachstumsgeschichten — eine mit soliden Zahlen untermauert, die andere noch im Stadium der Ankündigung.
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