Schwindel lindern mit einfacher Blick-Übung
07.02.2026 - 19:09:12Ein einfaches Training der Augen kann Schwindelattacken reduzieren. Die sogenannte Blickfixation hilft dem Gehirn, Gleichgewichtsstörungen besser zu kompensieren. Experten aus Physiotherapie und Neurologie empfehlen die Übung als wirksame, medikamentenfreie Methode.
So trickst das Gehirn den Schwindel aus
Unser Gleichgewicht entsteht aus dem Zusammenspiel von Innenohr, Augen und Muskelsinn. Schwindel tritt auf, wenn diese Systeme widersprüchliche Signale senden – etwa bei einer Entzündung des Gleichgewichtsnervs. Die Blickfixation trainiert das Gehirn, sich stärker auf die zuverlässigen visuellen Informationen zu verlassen. Dieser Prozess der zentralen Kompensation ist Kern der vestibulären Rehabilitation.
Drei Übungen für mehr Stabilität
Eine tägliche Routine von nur drei Minuten kann bereits helfen. Führen Sie die Übungen am besten zwei- bis dreimal täglich durch. Ein kurzzeitig verstärkter Schwindel zu Beginn ist ein normales Zeichen des Trainingseffekts.
Viele Alltagssymptome wie Nacken- und Gleichgewichtsprobleme sprechen sehr gut auf kurze, gezielte Übungen an. Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt in einem kostenlosen Spezialreport 17 einfach umzusetzende 3‑Minuten‑Übungen vor, die gezielt Muskeln stärken und Beschwerden vorbeugen – ideal als Ergänzung zur Blickfixation. Praktische Anleitungen, Dauerangaben und Alltagstipps machen das Programm sofort anwendbar. Jetzt 3‑Minuten-Übungen als Gratis-Report sichern
Übung 1: Kopfdrehung (60 Sekunden)
Setzen Sie sich aufrecht hin. Strecken Sie einen Arm aus und fixieren Sie Ihren Daumen auf Augenhöhe. Drehen Sie nun langsam den Kopf von links nach rechts, während Ihr Blick starr am Daumen haftet.
Übung 2: Kopfneigung (60 Sekunden)
In derselben Position neigen Sie den Kopf abwechselnd zur rechten und linken Schulter. Der fixierte Blick bleibt auf dem ausgestreckten Daumen.
Übung 3: Augenfolge (60 Sekunden)
Halten Sie den Kopf still. Bewegen Sie nur den ausgestreckten Daumen langsam von links nach rechts und dann von oben nach unten. Ihre Augen folgen der Bewegung.
Wann Sie zum Arzt müssen
Die Übungen helfen bei vielen, aber nicht allen Schwindelformen. Eine ärztliche Abklärung ist essenziell, denn hinter dem Symptom können verschiedene Ursachen stecken:
* Gutartiger Lagerungsschwindel (gelöste Kristalle im Innenohr)
* Durchblutungsstörungen
* Migräne
* Psychische Faktoren wie Angststörungen
Bei plötzlichem, heftigem Schwindel mit Begleitsymptomen wie Seh- oder Hörstörungen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Für spezifische Diagnosen wie den Lagerungsschwindel gibt es gezielte Manöver (z.B. Epley-Manöver), die von Fachpersonal durchgeführt werden.
Therapie der Zukunft: Apps gegen das Karussell im Kopf
Die Forschung arbeitet daran, das regelmäßige Training durch digitale Helfer zu erleichtern. In klinischen Studien wird derzeit die Wirksamkeit von Apps wie Vertidisan untersucht. Sie bieten ein strukturiertes, 90-tägiges Übungsprogramm für zu Hause an. Solche Anwendungen könnten die Therapietreue der Patienten in Zukunft deutlich erhöhen.
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