Schweizer „Threat Radar“ warnt vor strukturellen IT-Risiken
05.01.2026 - 21:24:12Die größte Gefahr für Unternehmen sind nicht mehr nur Hacker, sondern die eigene Abhängigkeit von zentralisierten Systemen. Das ist das alarmierende Fazit des aktuellen „Threat Radar“ aus der Schweiz zum Start ins Jahr 2026. Die Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und strukturellen IT-Abhängigkeiten schaffe ein explosives Risikoumfeld.
KI macht Betrug zur Massenware
Der Bericht von SwissCybersecurity.net und Zühlke zeigt einen fundamentalen Wandel. „Die Illusion der Sicherheit in Unternehmen ist zerstört“, sagt Raphael Reischuk, Cybersicherheits-Chef bei Zühlke. Die eigentliche Bedrohung liege in der selbst geschaffenen Fragilität durch zentralisierte Infrastrukturen und Plattform-„Monokulturen“.
Besorgniserregend ist die Industrialisierung KI-gestützter Angriffe. Deepfakes sind laut Analyse kaum noch von der Realität zu unterscheiden und gefährden Sicherheitsprotokolle grundlegend. Statt Millionen generischer Phishing-Mails setzen Kriminelle nun auf KI-Agenten, die maßgeschneiderte Köder erstellen. Diese analysieren öffentliche Daten und aktuelle Ereignisse, um persönliche Angriffe zu automatisieren.
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Die Einstiegshürde für Hochstapler ist damit zusammengebrochen. Synthetische Audio- und Videoaufnahmen ermöglichen Echtzeit-Imitationen von Führungskräften. Herkömmliche Bestätigungsverfahren per Stimme oder Video könnten so obsolet werden.
Identität wird zum neuen Schlachtfeld
Das klassische Netzwerk-Perimeter existiert praktisch nicht mehr. „Angreifer brechen nicht mehr ein – sie loggen sich einfach ein“, lautet der Tenor der Branche. Große Sprachmodelle (LLMs) beschleunigen den Diebstahl von Zugangsdaten erheblich. KI generiert fehlerfreie Phishing-Texte in jeder Sprache, was die Erkennung für Mitarbeiter extrem erschwert.
Einmal erbeutet, navigieren automatisierte Systeme mit Maschinengeschwindigkeit durch Firmennetze. Sie identifizieren wertvolle Assets und exfiltrieren Daten, bevor menschliche Analysten reagieren können. Das Problem wird durch „Shadow AI“ verschärft – die nicht genehmigte Nutzung öffentlicher KI-Tools durch Mitarbeiter. Sensible Firmendaten, die in solche Modelle eingegeben werden, schaffen neue Einfallstore für Angreifer.
Systemisches Risiko erfordert neue Resilienz
Die Warnungen spiegeln einen Branchentrend wider. Der Shift zu „agentic AI“ – autonomen Software-Agenten – verändert Angriff und Verteidigung gleichermaßen. Doch die Defensive hält laut „Threat Radar“ kaum Schritt mit den strukturellen Risiken moderner IT-Architekturen.
Die Abhängigkeit von wenigen großen Cloud-Anbietern bedeutet: Ein einziger erfolgreicher Angriff oder Ausfall kann kaskadierende Effekte auf Tausende Organisationen haben. Das zwingt zu einer Neubewertung von Compliance- und Risikomanagement-Strategien. Der Fokus verschiebt sich vom Abhaken von Compliance-Kästchen hin zu echter „Cyber-Resilienz“ – der Fähigkeit, Betriebe auch während eines Angriffs aufrechtzuerhalten.
Für das erste Quartal 2026 erwarten Experten einen Anstieg „hybrider“ Angriffe, die technische Schwachstellen mit psychologischer Manipulation kombinieren. Unternehmen wird dringend geraten, ihre Infrastruktur zu diversifizieren, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren.
Rigorose „Zero-Trust“-Architekturen, insbesondere bei der Identitätsprüfung, werden essenziell. Die Branche rechnet mit regulatorischen Reaktionen, die eine größere Diversifizierung in kritischen IT-Lieferketten vorschreiben könnten. Nur so ließe sich die systemische Fragilität eindämmen, die der Januar-Bericht so deutlich benennt.
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