Schunk, Spin-off

Schunk gründet Spin-off für Roboterhände

10.02.2026 - 06:31:12

Der Greifspezialist Schunk treibt mit einem eigenständigen Unternehmen die Entwicklung modularer Roboterhände voran, um als kritischer Zulieferer im wachsenden Humanoiden-Markt zu agieren.

Der Greifspezialist Schunk stellt die Weichen für den Humanoid-Roboter-Markt. Mit einem eigenen Spin-off will das Unternehmen aus Lauffen am Neckar zum führenden Anbieter für menschenähnliche Roboterhände werden. Das ist ein strategischer Schachzug in einem Milliardenmarkt, der gerade Fahrt aufnimmt.

Start-up-Agilität trifft auf Industrie-Erfahrung

Seit Januar 2026 agiert die neu gegründete Schunk Humanoid Robotics GmbH als eigenständiges Unternehmen. Das Ziel ist ehrgeizig: Die Entwicklung modularer, fünffingriger Hände für die nächste Generation von Industrierobotern soll massiv beschleunigt werden. Der Clou dabei? Das Spin-off kombiniert die Dynamik eines Start-ups mit der Infrastruktur und dem Marktzugang eines Weltmarktführers.

„Wir wollen den typischen Hürden neuer Technologieunternehmen aus dem Weg gehen und einen globalen Standard setzen“, erklärt CTO Timo Gessmann die Strategie. Das neue Unternehmen kann auf Schunks gesamtes Ökosystem zurückgreifen – von den modernen Robotik-Testzentren, den sogenannten CoLabs, bis zum internationalen Forschungsnetzwerk. Ein Prototyp der neuen modularen Hand soll bereits kurz vor der Marktreife stehen.

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Warum die Hand zum Schlüsselbauteil wird

Humanoiden Robotern gehört in vielen Fabriken und Logistikzentren die Zukunft. Sie sollen dort arbeiten, wo heute Menschen fehlen – in Umgebungen also, die für den Menschen gemacht sind. Doch damit sie komplexe, handwerkliche Aufgaben übernehmen können, brauchen sie vor allem eines: geschickte Hände.

Genau hier setzt Schunk an. Die Hand ist die kritische Schnittstelle zwischen Roboter und physischer Welt. Bislang waren fehlende, zu teure oder unzuverlässige Greifsysteme ein Flaschenhals für den breiten Einsatz der Humanoiden. Schunks Fokus auf Modularität und Skalierbarkeit zielt genau auf dieses Problem ab. Die entwickelten Hände inklusive integriertem Handgelenk und Unterarm sollen als standardisierte Bauteile über verschiedene Roboterplattformen hinweg einsetzbar sein.

Ein Rennen um Talente und Partnerschaften beginnt

Der Markt für humanoide Roboter boomt. Große Tech-Konzerne und agile Start-ups liefern sich ein Wettrennen. Schunk positioniert sich mit seinem Spin-off bewusst nicht als Roboter-Hersteller, sondern als kritischer Zulieferer für das gesamte Ökosystem. Das Unternehmen will der bevorzugte Partner für alle sein, die auf präzise Greiftechnik angewiesen sind.

Um diese ambitionierten Pläne umzusetzen, hat die Suche nach Spitzentalenten längst begonnen. Das Unternehmen sucht Spezialisten mit Unternehmergeist in den Bereichen Mechatronik, KI, Simulation und Produktmanagement. Parallel laufen bereits Gespräche mit führenden Roboterherstellern über Partnerschaften. Die Botschaft ist klar: Wer in Zukunft humanoide Roboter bauen will, kommt an präzisen Händen nicht vorbei – und Schunk will sie liefern.

@ boerse-global.de