Schulen gegen Erschöpfung: Erste Hilfsprogramme starten
15.02.2026 - 09:19:11 | boerse-global.deFast zwei Drittel der deutschen Schüler leiden unter Erschöpfung. Jetzt reagieren Kommunen mit massiven Hilfsprogrammen – Gera zeigt, wie es konkret funktioniert.
Die Zahlen sind alarmierend. Laut der DAK-Gesundheit fühlen sich etwa 64 Prozent der Schüler in den Klassen fünf bis zehn erschöpft. Bei Mädchen ist die Situation besonders kritisch: Sie leiden deutlich häufiger unter depressiven Symptomen und Angststörungen als ihre männlichen Mitschüler. Die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt zudem, dass sich die psychische Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher auch Jahre nach der Pandemie noch nicht erholt hat.
Diese Woche kündigte die Stadt Gera ein konkretes Gegenmaßnahmen-Paket an. Aus dem „Startchancen-Programm“ – dem größten Bildungsprogramm der Bundesrepublik – fließen massive Mittel direkt in die Schulen. 14 Schulen profitieren, bis 2034 stehen dort rund 30 Millionen Euro zur Verfügung.
Drei Säulen gegen den Schulstress
Das Startchancen-Programm setzt auf mehreren Ebenen an:
- Investitionen: Modernisierung der Schulgebäude für stressfreiere Lernumgebungen
- Chancenbudgets: Gelder, die Schulen flexibel für ihre Entwicklung einsetzen können
- Personalverstärkung: Sozialpädagogen und Psychologen direkt vor Ort – entlastet Lehrkräfte und hilft betroffenen Schülern
Das ist kein Zufall. Der Vergleich mit Vor-Pandemie-Daten zeigt: Stress hat sich strukturell verankert. Weltpolitische Unsicherheit und Zukunftsängste haben die „Hintergrundbelastung“ bei Jugendlichen massiv erhöht. Prüfungsangst und soziale Phobien sind laut DAK-Daten um rund 17 Prozent gestiegen.
KI als neuer Stressfaktor
Ein überraschender Punkt taucht immer häufiger in der Debatte auf: Künstliche Intelligenz. Über 60 Prozent der Lehrkräfte befürchten, dass KI negative Auswirkungen auf soziale Kompetenzen und kritisches Denken hat. Die ständige Verfügbarkeit digitaler Tools erzeugt zusätzlichen Druck.
Experten fordern daher „Abschalt-Strategien“ als neue Kernkompetenz. Die Fähigkeit zu konzentriertem Arbeiten ohne digitale Ablenkung – sogenanntes „Deep Work“ – wird zur Überlebensfähigkeit im modernen Schulalltag. DAK-Vorstandschef Andreas Storm fordert sogar ein eigenes Schulfach „Gesundheit und Prävention“, um Schülern Resilienz und Gesundheitskompetenz beizubringen.
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Paradigmenwechsel im Schulsystem
Was sich hier abzeichnet, ist ein Wandel: Schulstress galt lange als individuelles Problem des Schülers. Heute erkennt die Politik die strukturellen Ursachen an. Die Integration multiprofessioneller Teams wird von Schulleitungen begrüßt – nicht nur weil es entlastet, sondern weil es niederschwellige Hilfe schafft.
Mit 4.000 geförderten Schulen bundesweit werden in den kommenden Monaten bauliche und konzeptionelle Veränderungen sichtbar. Beobachter erwarten zudem, dass die Kultusministerkonferenz sich verstärkt mit KI-Standards befassen muss – um endlich Handlungssicherheit zu schaffen.
Die Hoffnung: Durch bessere Lernumgebungen und professionelle psychosoziale Unterstützung könnte die Erschöpfungskurve bei Kindern und Jugendlichen bis Jahresende erstmals seit langem wieder abflachen.
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