Schock, Humor, Millionen-Hammer: Warum Sarah Lucas jetzt alle Kunst-Regeln sprengt
12.01.2026 - 12:07:37Alle reden wieder über Sarah Lucas – und du fragst dich: Ist das noch Kunst oder einfach nur derb genial?
Stühle mit Gummibrüsten, Penis-Skulpturen aus Zigaretten, nackte Körper aus Alltagskram – die britische Künstlerin Sarah Lucas ballert dir seit den 90ern brutal ehrliche Bilder von Sex, Körper und Machtverhältnissen vor den Kopf.
Jetzt ist ihr Name wieder im Kunst-Hype: große Ausstellungen, starke Marktpreise, Sammler-FOMO – und ein Werk, das perfekt in die Ära von Insta, TikTok & Co. passt.
Das Netz staunt: Sarah Lucas auf TikTok & Co.
Stell dir vor: Ein alter Holzstuhl, darauf zwei pralle Gummibrüste festgeschnallt – daneben ein grob zusammengeknoteter "Körper" aus Strumpfhosen. Es sieht aus wie ein Meme, ist aber Hochglanz-Galerie-Material.
Genau das macht Sarah Lucas so instagrammable: Ihre Arbeiten sind roh, direkt, voll Symbolik – aber gleichzeitig so einfach lesbar, dass jede:r sofort drauf reagiert. Oft funny, oft unangenehm, immer auffällig.
In den Feeds tauchen immer wieder ihre Installationen aus Zigaretten, Toiletten, Stühlen und Unterwäsche auf. Kommentare reichen von "Masterpiece" über "WTF" bis "Das könnte mein Kind auch" – und genau in dieser Spannung lebt ihr Hype.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Vor allem jüngere User feiern, dass Lucas mit Feminismus ohne Filter arbeitet: kein Hochglanz, kein Schönreden, sondern Tabus auf voller Lautstärke.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Sarah Lucas mitreden willst, brauchst du ein paar Keypieces im Kopf. Hier die wichtigsten:
- „Au Naturel“
Zwei alte Matratzen, ein blauer Eimer, zwei Melonen und zwei Orangen – daraus baut Lucas einen extrem reduzierten, aber mega-eindeutigen weiblichen und männlichen Körper. Dieses Werk gilt als ihr ikonischer Startschuss in den 90ern und taucht bis heute in jedem wichtigen Artikel über sie auf. Ein Meme, bevor es Memes gab. - „Bunny“-Skulpturen
Mit Strumpfhosen, Wolle und Stühlen formt Lucas verdrehte, teils gefesselt wirkende Körper – halb Figur, halb Objekt. Die "Bunnys" wirken gleichzeitig sexy, verletzlich und grotesk. Sie sind zu einem ihrer brutal wiedererkennbaren Styles geworden und werden von Museen und Sammler:innen weltweit gesichert. - Zigaretten- und Stuhlwerke
Penis-Skulpturen aus Zigarettenstummeln, Stühle mit künstlichen Brüsten, Toiletten als Bühne: Lucas benutzt Billigmaterial, um über Männlichkeit, Pornoblick und Macht zu sprechen. Viele dieser Stücke sind zu echten Must-See-Werken in Ausstellungen geworden, weil sie sofort hängenbleiben – perfekt für Fotos, Reels, Reaction-Videos.
Dazu kommen ihre Selbstporträts: Lucas sitzt breitbeinig, rauchend, mit Spiegeleiern auf der Brust oder rauem Blick in die Kamera. Kein Glam, kein Filter – ein direkter Mittelfinger gegen das klassische Bild der "Künstlerin".
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Sarah Lucas ist längst keine Geheimtipp-Newcomerin, sondern Blue-Chip-Kunst mit stabiler Markt-History.
Laut internationalen Auktionshäusern und Marktreports hat sie mehrfach die Millionen-Hammer-Zone geknackt. Zu ihren höchsten je erzielten Preisen zählen Arbeiten, die im Bereich von teils über einer Million US-Dollar unter den Hammer gegangen sind – insbesondere großformatige Skulpturen und ikonische Werke aus den 90ern, die eng mit der Young British Artists-Ära verbunden sind.
Wichtig: Der Markt konzentriert sich stark auf Skulpturen, Installationen und wichtige Frühwerke. Fotografien und Editionen sind oft deutlich günstiger, aber werden zunehmend als Einstiegs-Tickets in die Lucas-Welt gehandelt.
Im Sekundärmarkt zeigen Analysten, dass Lucas eine gefragte Position im internationalen Sammlerspektrum ist: große Namen im Hintergrund, starke Museumspräsenz, solide Auktionshistorie. Für viele Sammler:innen ist sie längst ein Investment mit Kunstgeschichte-Bonus.
Ein paar Meilensteine in ihrer Karriere, die ihren Status zementieren:
- Durchbruch mit den Young British Artists in London: Lucas gehörte zu jener Generation, die in den 90ern mit provokanter, medienwirksamer Kunst das Kunstsystem auf links drehte.
- Große Museumsshows in Europa und international: Ihre Retrospektiven und Solo-Ausstellungen zeigen, dass Institutionen sie nicht nur als Skandalfigur, sondern als wichtige Stimme der Gegenwartskunst sehen.
- Teilnahme an hochkarätigen Ausstellungsformaten wie großen Biennalen und renommierten Häusern, was ihren Namen fest in der globalen Szene verankert.
Heißt für dich: Wer heute über Sammler:innen-Lieblinge und relevante feministische Positionen spricht, kommt an Sarah Lucas kaum vorbei.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Lucas ist regelmäßig in großen Häusern und Top-Galerien vertreten – vor allem in UK und Europa.
Zum Zeitpunkt der Recherche sind spezifische, neu angekündigte Ausstellungen nicht flächendeckend öffentlich gelistet oder klar terminiert. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich sicher und konkret mit Datum und Ort benennen lassen, ohne zu spekulieren.
Wenn du sie live sehen willst, lohnt sich daher ein direkter Check bei den zentralen Playern:
- Offizielle Seite von Sarah Lucas
Hier findest du häufig Hinweise auf laufende oder vergangene Projekte, Kataloge und institutionelle Shows. - Galerie Sadie Coles HQ – Sarah Lucas
Ihre Londoner Stammgalerie – hier tauchen regelmäßig Infos zu aktuellen und kommenden Ausstellungen und Messeteilnahmen auf.
Tipp für dich: Viele Institutionen zeigen Lucas auch in Dauerausstellungen oder Gruppenshows. Es lohnt sich, die Programmlisten großer Museen in London, Berlin, Paris oder New York online zu durchscrollen – Lucas taucht dort immer wieder auf.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du auf Kunst mit Punch stehst, führt an Sarah Lucas kein Weg vorbei.
Sie verbindet derben Humor, Sex, Körperbilder und Feminismus mit Materialien, die jede:r kennt – und hebt sie in den Kunst-Olymp. Von Strumpfhosen bis Zigaretten schafft sie Bilder, die direkt in dein Gedächtnis knallen und sich ideal für virale Hits eignen.
Gleichzeitig ist sie längst im High-End-Markt angekommen: Museen kämpfen um ihre Werke, Auktionen erzielen Rekordpreise, Sammler:innen sehen in ihr eine der wichtigsten Stimmen der 90er und 2000er, die weiterhin relevant bleibt.
Ob du jetzt Sammler:in bist oder einfach dein Feed mit etwas härterer Kunstkost füttern willst: Sarah Lucas ist ein Must-See. Ihre Arbeiten sind unbequem, lustig, manchmal eklig – aber nie langweilig.
Also: Tabs auf, Links klicken, Videos checken – und dann selbst entscheiden, ob du sagst „Kann das weg?“ oder eher „Okay, das ist Kunstgeschichte zum Anfassen“.


