Schaeffler bringt speziellen Roboter-Antrieb auf den Markt
08.01.2026 - 07:44:12Der deutsche Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler drängt mit einem neuen Bauteil in den Wachstumsmarkt für humanoide Roboter. Auf der Technikmesse CES in Las Vegas stellte das Unternehmen diese Woche einen speziellen Planetengetriebe-Aktuator vor – die erste Hardware des Konzerns, die exklusiv für menschenähnliche Roboter entwickelt wurde. Das kompakte Bauteil kombiniert mehrere Antriebselemente und soll Engpässe in der Lieferkette der jungen Roboterindustrie beheben.
Präzisionsantrieb für natürliche Bewegungen
Die Neuentwicklung markiert eine strategische Wende für Schaeffler: weg von allgemeinen Industriekomponenten, hin zu maßgeschneiderter Roboter-Hardware. Der vorgestellte Aktuator ist ein „All-in-One“-System. In einem Gehäuse vereint er ein zweistufiges Planetengetriebe, einen Elektromotor, einen hochauflösenden Encoder und eine Steuerung.
Diese Integration soll Gewicht und Komplexität in Roboter-Gelenken reduzieren – ein entscheidender Faktor für Maschinen, die sicher mit Menschen zusammenarbeiten sollen. Das System deckt ein Drehmoment von 60 bis 250 Newtonmetern (Nm) ab und eignet sich damit für hochbelastete Gelenke wie Knie, Hüften und Schultern. Ein humanoider Roboter benötigt Schätzungen zufolge 25 bis 30 solcher Aktuatoren für eine vollständige Bewegungsfreiheit.
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Ein besonderes Merkmal ist die hohe Rückdrückbarkeit. Das Getriebe lässt sich von außen bewegen, wenn Kraft ausgeübt wird. Das ist für die Sicherheit unerlässlich: Statt starr zu stehen, kann der Roboter nachgeben oder geschmeidig ausweichen, wenn er berührt wird.
Massenproduktion als Wettbewerbsvorteil
Mit dem Launch auf der CES unterstreicht Schaeffler seinen Plan, die Skalierungsprobleme der Roboterbranche mit industrieller Massenfertigung zu lösen. Während viele Start-ups mit der Serienproduktion von Präzisionskomponenten kämpfen, verspricht der deutsche Zulieferer große Stückzahlen in automobilüblicher Qualität.
„Wir wollen eine Schlüsselposition im Markt für humanoide Roboter einnehmen, indem wir hohe Volumen in kurzer Produktionszeit liefern“, betonte Vorstandsmitglied Andreas Schick. Der Aktuator sei kein reines Konzept, sondern ein sofort verfügbares Serienprodukt, das Roboter leistungsfähiger mache.
Der Schritt folgt auf eine Reihe strategischer Allianzen. Ende 2025 vertiefte Schaeffler die Zusammenarbeit mit wichtigen Playern wie Neura Robotics. Die Partnerschaft etabliert Schaeffler nicht nur als Zulieferer, sondern auch als Kunde für Roboter – eine Feedback-Schleife, die die Produktentwicklung beschleunigen soll.
Trend zur Integration erleichtert Roboterbau
Der Fokus auf integrierte Antriebe spiegelt einen Branchentrend wider. Immer mehr Hersteller setzen auf vorgefertigte Lösungen, statt Motoren und Getriebe separat zusammenzufügen. Schaefflers Ansatz ermöglicht es Roboterbauern, sich auf Software, KI und Gesamtsystemarchitektur zu konzentrieren – und nicht auf mechanische Antriebstechnik.
Beobachter auf der CES heben vor allem die thermische Stabilität und Präzision der Schaeffler-Lösung hervor. Der Aktuator ist für den Dauerbetrieb ausgelegt, eine Grundvoraussetzung für Roboter in Logistik und Fertigung. Das kompakte Design ermöglicht zudem schlankere Roboter-Gliedmaßen und natürlichere Bewegungsabläufe.
Breiteres Portfolio nach Vitesco-Übernahme
Der Roboter-Antrieb war Teil einer größeren Präsentation des erweiterten Motion-Technology-Portfolios von Schaeffler. Nach der Übernahme von Vitesco Technologies Ende 2024 treibt der Konzern die Integration von Elektrifizierungs- und Automatisierungslösungen voran.
Neben dem humanoiden Aktuator zeigte Schaeffler auch Lösungen für autonomes Materialhandling und softwaredefinierte Fahrzeuge. Für den Energiesektor stellte das Unternehmen Hochleistungslager vor, die die Zuverlässigkeit von Windkraftanlagen und Kühlsystemen in Rechenzentren erhöhen sollen.
Was bedeutet das für die Roboter-Branche?
Die Verfügbarkeit eines standardisierten, hochwertigen Gelenkmechanismus könnte den Markteintritt für neue Roboterfirmen erleichtern und den kommerziellen Einsatz humanoider Roboterflotten beschleunigen. Analysten erwarten, dass sich der Wettbewerb verschiebt: Hersteller, die bisher eigene Antriebe entwickelten, könnten nun auf Komponenten etablierter Zulieferer setzen, um Kosten zu senken und die Zuverlässigkeit zu steigern.
Die nächste Entwicklungsstufe dürfte die Integration KI-gestützter Diagnosefunktionen direkt in die Aktuatoren sein. Schaeffler deutete bereits an, dass die Bauteile Betriebsdaten für vorausschauende Wartung und digitale Zwillinge liefern könnten. Wenn humanoide Roboter in diesem Jahr ihre Pilotphasen in Fabriken beginnen, wird die Leistung dieser Planetengetriebe-Aktuatoren ein erster Praxistest für die Serientauglichkeit der gesamten Branche sein.
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