Santander-Kunden im Visier aggressiver Phishing-Welle
31.12.2025 - 19:21:12Eine neue Phishing-Welle zielt gezielt auf Kunden der Santander Consumer Bank ab. Betrüger verschicken täuschend echte E-Mails und SMS, um an sensible Zugangsdaten zu gelangen.
Verbraucherschützer und Sicherheitsportale wie Biallo schlagen Alarm. Die Angriffe erfolgen hybrid über E-Mail und SMS („Smishing“) und zielen darauf ab, die Kontrolle über das Online-Banking und die SantanderSign-App zu erlangen.
Im Zentrum stehen professionell gestaltete E-Mails mit Betreffzeilen wie „Information zu Ihrem Vertrag“. Die Nachrichten nutzen das offizielle Erscheinungsbild der Bank und sprechen Kunden oft persönlich an.
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Der Inhalt erzeugt künstlichen Druck:
* Identitätsprüfung: Es wird behauptet, eine erneute Legitimation sei aufgrund neuer Sicherheitsvorschriften nötig.
* Vertragsänderungen: Kunden sollen angeblichen AGB-Änderungen zustimmen, um eine Kontosperrung zu vermeiden.
* App-Update: Eine Variante fordert zur Aktualisierung der „SantanderSign“-App auf, da das Sicherheitszertifikat abgelaufen sei.
Die Täter nutzen gezielt den Jahreswechsel. Viele Menschen erwarten in dieser Zeit administrative Nachrichten ihrer Bank.
Gefährliche Links in vertrautem Gewand
Parallel zu den E-Mails verzeichnen Experten eine Zunahme von betrügerischen SMS. Diese Smishing-Attacken sind tückisch, da sie im selben Nachrichtenverlauf wie echte Bank-SMS erscheinen können.
Die Texte behaupten, die Registrierung für das Sicherheitsverfahren laufe ab oder das Konto sei eingeschränkt. Ein enthaltenes Link führt auf täuschend echte Phishing-Webseiten. Wer dort seine Zugangsdaten eingibt, liefert sie direkt an die Kriminellen.
Die gefälschten Seiten fragen oft auch nach Telefonnummer oder Geburtsdatum, um den Identitätsdiebstahl zu komplettieren.
Wie können sich Kunden schützen?
Angesichts der akuten Bedrohung raten Experten zu höchster Vorsicht und geben konkrete Handlungsempfehlungen:
- Links ignorieren: Klicken Sie keine Links in verdächtigen Nachrichten an. Rufen Sie Ihr Banking immer über die offizielle App oder durch manuelle Eingabe der Adresse
santander.deauf. - Absender prüfen: Ein Blick in die Details der Absender-E-Mail-Adresse entlarvt oft kryptische Adressen.
- Zeitdruck als Alarmzeichen: Seriöse Banken setzen keine ultrakurzen Fristen von 24 Stunden oder drohen mit sofortiger Sperre per E-Mail.
- App korrekt nutzen: Verwenden Sie die SantanderSign-App nur zur Freigabe von Transaktionen, die Sie selbst im gesicherten Banking ausgelöst haben.
Sollten Daten bereits preisgegeben worden sein, muss das Konto umgehend gesperrt werden. Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar. Zudem sollten Betroffene ihre Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Bedrohungslage bleibt hoch. Erfahrungsgemäß nutzen Kriminelle auch die ersten Januarwochen, um unter Vorwänden wie „Jahresabrechnungen“ weiter Daten zu erbeuten.
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