Sans Forgetica: Hilft die Vergesslichkeits-Schrift wirklich beim Lernen?
19.01.2026 - 00:52:12Eine schwer lesbare Schrift soll das Gedächtnis fördern – so die Theorie hinter dem sogenannten Schriftart-Effekt. Doch neue Studien stellen das vermeintliche Wundermittel in Frage. Was bleibt von der Idee, dass uns schwierige Texte klüger machen?
Die Theorie: Warum Anstrengung haften bleibt
Grundlage ist das Prinzip der „wünschenswerten Schwierigkeit“. Die Idee: Unser Gehirn verarbeitet Informationen tiefer, wenn der Lernprozess leicht erschwert wird. Vertraute Schriftarten wie Arial lassen sich schnell überfliegen. Schwer lesbare Schriften brechen diesen Automatismus. Sie zwingen uns, langsamer zu lesen und sich stärker zu konzentrieren. Dieser höhere kognitive Aufwand soll die Gedächtnisspur verstärken.
Sans Forgetica: Das Experiment aus Melbourne
Das bekannteste Beispiel ist die Schriftart „Sans Forgetica“. Entwickelt wurde sie 2018 von Forschern der RMIT University in Melbourne. Ihr Design ist gezielt herausfordernd:
* Eine leichte Rückwärtsneigung
* Strategische Lücken in den Buchstaben
Die Leser müssen die fehlenden Teile mental ergänzen. Erste Tests der Entwickler mit 400 Studierenden schienen vielversprechend: Die Probanden konnten sich an die Inhalte besser erinnern. Die kostenlose Schriftart verbreitete sich schnell als potenzielles Lern-Tool.
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Der Widerstand: Studien entzaubern den Effekt
Die anfängliche Begeisterung ist in der Wissenschaft längst verflogen. Unabhängige Studien konnten die Ergebnisse oft nicht bestätigen. Eine große Untersuchung von 2020 der Universitäten Warwick und Waikato kam zu einem klaren Urteil: Sans Forgetica verbessert das Gedächtnis nicht.
In vier Experimenten fanden die Forscher keinen Beweis dafür, dass die spezielle Schrift das Behalten von Informationen gegenüber einer normalen Schrift wie Arial fördert.
Komplexität ist der Schlüssel
Neuere Forschungen zeigen: Der Nutzen hängt stark vom Inhalt ab. Bei einfachen Fakten oder Vokabeln kann eine leichte Erschwernis helfen. Bei komplexen, zusammenhängenden Inhalten schlägt der Effekt jedoch ins Gegenteil um.
„Wenn das Material schon anspruchsvoll ist, überfordert eine schwer lesbare Schrift die Lernenden nur“, erklärt eine Studie der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Die zusätzliche Hürde lenkt dann von der inhaltlichen Verarbeitung ab und verschlechtert die Lerneffizienz.
Fazit: Keine Wunderschrift für alle
Die Debatte zeigt: Beim Lernen gibt es keine einfachen Tricks. Die Schriftart allein macht uns nicht klüger. Die Typografie beeinflusst zwar, wie wir Informationen aufnehmen – die Lesbarkeit bleibt aber ein Grundpfeiler für den Zugang zu Wissen. Die Zukunft liegt wohl in maßgeschneiderten Lösungen, nicht in einer Universal-Schrift für alle Lernprobleme.
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