Samsung, HBM4-Massenproduktion

Samsung startet weltweit erste HBM4-Massenproduktion für Nvidia

11.02.2026 - 06:31:12

Samsung Electronics hat die weltweite Serienfertigung von HBM4-Speicherchips aufgenommen, die für Nvidias kommende KI-Architektur Vera Rubin bestimmt sind und die Wettbewerbsposition des Unternehmens stärken.

Samsung Electronics hat die weltweit erste Massenproduktion von HBM4-Arbeitsspeicher aufgenommen. Die ersten Chips sind für Nvidias kommende KI-Plattform „Vera Rubin“ bestimmt. Diese Entwicklung, die von mehreren Branchenquellen bestätigt wurde, markiert einen strategischen Wendepunkt im milliardenschweren KI-Hardwaremarkt. Die Auslieferungen sollen noch im Februar beginnen und sind ein entscheidender Meilenstein für die nächste Generation der KI-Supercomputer.

Strategischer Sprung für Samsung im KI-Speichermarkt

Mit der HBM4-Massenproduktion schließt Samsung deutlich zum Marktführer SK Hynix auf. Das südkoreanische Unternehmen hatte zuletzt bei der Vorgängergeneration HBM3 Boden verloren. Die neuen Chips sind das Ergebnis massiver Investitionen und kombinieren Samsungs fortschrittlichen 1c-DRAM-Prozess mit einer eigenen 4-Nanometer-Fertigung.

Der technologische Fortschritt ist beeindruckend: Samsungs HBM4 erreicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 11,7 Gigabit pro Sekunde. Das übertrifft den aktuellen JEDEC-Standard von 8 Gbps deutlich. Diese Bandbreite ist essenziell für Plattformen wie Nvidias „Rubin“, die immense Datenmengen für komplexe KI-Modelle verarbeiten müssen. Nach bestandenen Finaltests stimmt Samsung seine Produktion eng mit Nvidias Roadmap ab.

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Treibstoff für Nvidias nächste KI-Generation

Die pünktliche Verfügbarkeit von HBM4 ist der Lebenssaft für Nvidias „Vera Rubin“-Architektur. Diese Plattform stellt einen Paradigmenwechsel dar: Statt einzelner Chips verkauft Nvidia nun komplette KI-Systeme im Rack-Maßstab. Für die nötige Performance braucht es Speicher, der keine Datenengpässe verursacht.

Analysen zufolge erhält Samsung zwischen 20 und 30 Prozent der ersten HBM4-Orders von Nvidia. SK Hynix behält mit etwa 70 Prozent die Mehrheit, doch Samsungs Rückkehr als volumenstarker Lieferant ist für Nvidia strategisch wertvoll. Sie diversifiziert die Lieferkette, während sich Nvidia auf einen massiven Produktionshochlauf Ende 2026 vorbereitet – angetrieben von Investitionen der Cloud-Giganten in dreistelliger Milliardenhöhe.

Das Wettbewerbsfeld ordnet sich neu

Samsungs Vorreiterrolle bei HBM4 zeigt: Das Kräfteverhältnis im KI-Speichermarkt verschiebt sich. Nach Rückständen in der vorherigen Generation demonstriert das Unternehmen damit seine wiedergewonnene technologische Wettbewerbsfähigkeit. Die Nachricht wurde an der Börse positiv aufgenommen und trieb den Samsung-Aktienkurs spürbar nach oben.

Während Samsung angreift, bleibt SK Hynix ein dominanter Leader und beginnt ebenfalls in diesem Monat mit HBM4-Lieferungen. Der dritte große Player, Micron Technology, verfolgt offenbar eine andere Strategie. Das US-Unternehmen wurde nicht für die erste HBM4-Welle ausgewählt, liefert aber den LPDDR5X-Speicher für die „Vera“-CPU der Rubin-Plattform. Micron konzentriert seine HBM-Entwicklung wohl auf die Nachfolgegeneration HBM4E.

Beschleunigtes Wettrüsten der KI-Hardware

Der Start der HBM4-Auslieferungen leitet die nächste Phase des KI-Hardware-Wettlaufs ein. Nvidia wird seine Rubin-Plattform voraussichtlich auf der GTC 2026 nächsten Monat offiziell vorstellen. Die Branche wartet gespannt auf Leistungsdaten, die erst mit dieser neuen Speicherklasse möglich sind.

Für Samsung ist dies ein entscheidender Schritt, um in der profitabelsten Sparte des Halbleitermarkts nicht nur mitzuhalten, sondern zu führen. Der Fokus liegt nun auf der Produktionsausbeute und der Fähigkeit, die Fertigung hochzufahren. Der HBM-Markt wächst exponentiell. Wer HBM4 zuverlässig und in Masse liefern kann, wird die Ära der generativen KI maßgeblich mitbestimmen. Nvidias ambitionierter Ein-Jahres-Innovationszyklus hängt unmittelbar von der Leistung und Verfügbarkeit dieser Hightech-Speicherstapel ab.

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