Samsung, S26

Samsung S26: Evolution statt Revolution

09.02.2026 - 09:30:12

Samsung verfolgt bei seinen kommenden Flaggschiffen eine Strategie der Verfeinerung, mit 60-Watt-Ladung und regional unterschiedlichen Chipsätzen, während die Kamera-Hardware weitgehend erhalten bleibt.

Samsung setzt 2026 auf bewährte Hardware und smarte Software-Updates. Das ist die Strategie hinter dem erwarteten Galaxy S26, wie aktuelle Leaks zeigen.

Während die Tech-Welt gespannt auf die Galaxy-Unpacked-Keynote am 25. Februar blickt, zeichnet sich ein klares Bild ab: Der südkoreanische Konzern verfolgt bei seinen Flaggschiffen einen Kurs der konservativen Verfeinerung. Statt spektakulärer Neuerungen setzt man auf gezielte, praktische Verbesserungen – ein deutlicher Kontrast zum Spezifikations-Wettlauf chinesischer Hersteller.

Schnelleres Laden: Endlich mehr als 45 Watt

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Ladegeschwindigkeit. Nach Jahren der Stagnation bei 45 Watt soll das Galaxy S26 Ultra erstmals 60-Watt-Kabelaufladung unterstützen. Das berichten Quellen wie 91mobiles.

Für Samsung-Fans ist das ein lang erwarteter Schritt. Seit dem Galaxy S22 im Jahr 2022 hatte sich an der Obergrenze nichts getan. Die neuen 60 Watt liegen zwar deutlich unter den 100 Watt und mehr der Konkurrenz von Xiaomi oder OnePlus. Analysten sehen darin aber eine bewusste Entscheidung: einen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Batteriegesundheit.

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Zur neuen Leistung passt ein neues Zubehör. Samsung wird vermutlich einen separaten 60-Watt-Ladeadapter anbieten – im Karton der Geräte wird er aber wohl nicht liegen. So adressiert man eine häufige Kritik von Power-Usern, ohne die strengen Sicherheitsstandards nach der Note-7-Ära zu lockern.

Der alte Zwist: Zwei Chips, eine Serie

Ein kontroverser Punkt kehrt zurück: die geteilte Prozessor-Strategie. Wie Android Headlines berichtet, plant Samsung unterschiedliche Chipsätze je nach Region und Modell einzusetzen.

  • Das Galaxy S26 Ultra soll global einheitlich mit dem Top-Chip Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgestattet werden.
  • Beim Galaxy S26 und S26+ hingegen dürfte in vielen Märkten – auch in Europa – der hauseigene Exynos 2600 zum Einsatz kommen. Nur in den USA und einigen anderen Regionen gäbe es auch hier den Snapdragon.

Diese Aufteilung ist kostengünstig für Samsung, war in der Vergangenheit aber ein Dorn im Auge vieler Nutzer. Sie fürchteten Leistungs- und Effizienznachteile der Exynos-Varianten. Frühe Benchmarks des neuen Exynos 2600 deuten nun auf deutliche Effizienzfortschritte hin. Die Kluft zum Snapdragon könnte kleiner werden.

Kamera und Design: Feintuning statt Neuanfang

Optisch wird sich wenig ändern. Die Geräte sollen ihren Vorgängern „zum Verwechseln ähnlich“ sehen, so Leaks. Das Standardmodell und die Plus-Variante behalten ihre flachen Displays und das bekannte Kameradesign. Beim S26 Ultra werden die Ecken etwas runder, was die Handhabung verbessern soll – eine Reaktion auf Kritik an den scharfen Kanten des Vorgängers.

Auch bei den Kameras setzt Samsung auf Evolution. Der S26 Ultra behält seinen 200-Megapixel-Hauptsensor, der aber durch eine verbesserte Blende und Lichtausbeute aufgewertet wird. Die anderen Linsen – Ultraweitwinkel, 3x- und 5x-Tele – bleiben hardwaretechnisch wohl unverändert.

Die größten Sprünge erhofft man sich von der Software. One UI 8.5 auf Basis von Android 16 soll die KI-Recheneinheit des Snapdragon-Chips intensiv nutzen. Das verspricht bessere Low-Light-Videos und neue KI-Bearbeitungswerkzeuge.

Warum setzt Samsung auf „langweilige“ Updates?

Die Strategie spiegelt den reifen Smartphone-Markt in Europa und den USA wider. Während in China mit riesigen Sensoren und neuen Batterietechnologien experimentiert wird, zählt für viele Nutzer hierzulande vor allem Verlässlichkeit und lange Software-Unterstützung.

Indem Samsung die Hardware weitgehend beibehält, kann es seine Lieferkette optimieren und Ressourcen in die Softwarepflege stecken – aktuell für sieben Jahre zugesagt. Das Motto lautet „Effizienz vor roher Leistung“. Die Entscheidung für 60 statt 120 Watt beim Laden passt dazu: Sie schont die Batterie über die typische Nutzungsdauer von drei bis vier Jahren.

Vorschau auf den 25. Februar

Die Tech-Community fiebert nun dem 25. Februar entgegen. Die großen Hardware-Überraschungen dürften ausbleiben. Im Fokus der Keynote wird stattdessen stehen, wie sich die verfeinerten Geräte nahtlos in die Galaxy-AI-Ökosphäre einfügen.

Offene Fragen bleiben: Wird der Exynos 2600 seine Kritiker verstummen lassen? Und reichen 60 Watt Ladegeschwindigkeit für anspruchsvolle Nutzer? Mit Vorabdetails zu Bestellaktionen – der neue Ladeadapter könnte ein Incentive sein – zeigt Samsung jedenfalls Selbstvertrauen. Der Konzern setzt darauf, dass ein ausgereiftes, poliertes Gesamterlebnis am Ende mehr überzeugt als experimentelle Hardware-Spielereien.

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