Salus, BKK

Salus BKK erhöht Beitrag, SBK setzt auf Fusion

22.02.2026 - 23:46:02 | boerse-global.de

Die Salus BKK hebt ihren Zusatzbeitrag für 2026 an, während die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse ihre Beiträge nach einer erfolgreichen Fusion stabil hält. Beide Kassen setzen auf Wachstum durch Zusammenschlüsse.

Die Salus BKK hebt ihren Zusatzbeitrag für 2026 deutlich an. Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse hält dagegen ihre Beiträge stabil – nach einer erfolgreichen Fusion zu Jahresbeginn. Für Versicherte beider Kassen bedeutet das unterschiedliche finanzielle Belastungen und strategische Weichenstellungen.

Beitragssätze: Wer wird tiefer in die Tasche greifen?

Der deutlichste Unterschied zeigt sich im Portemonnaie. Die Salus BKK erhöht ihren Zusatzbeitrag von 2,99 auf 3,29 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent zahlen Mitglieder damit insgesamt 17,89 Prozent. Dieser Satz liegt über dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent.

Die SBK hält ihren Zusatzbeitrag dagegen stabil bei 3,80 Prozent. Der Gesamtbeitrag bleibt bei 18,40 Prozent. Obwohl der prozentuale Satz höher ist, signalisiert die Stabilität Planungssicherheit. Für Salus-BKK-Mitglieder bedeutet die Erhöhung eine direkte Mehrbelastung. Sie haben bei einer solchen Anpassung ein Sonderkündigungsrecht.

Strategie: Fusion als Antwort auf den Marktdruck

Beide Kassen setzen auf Wachstum durch Fusionen, um im wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen. Die SBK hat diesen Schritt bereits vollzogen: Seit dem 1. Januar 2026 ist sie mit der BKK Voralb fusioniert. Der Zusammenschluss brachte rund 13.000 neue Versicherte und stärkte die Position der SBK als eine der größten Betriebskrankenkassen.

Die Salus BKK plant einen ähnlichen Weg, allerdings mit längerem Atem. Für das Jahr 2027 kündigte sie die Fusion mit der BIG direkt gesund an. Daraus soll eine neue Kasse mit etwa 650.000 Versicherten entstehen. Beide Strategien zielen darauf ab, durch Größe Effizienz zu steigern und Verwaltungskosten zu senken.

Leistungen: Wo liegen die Schwerpunkte?

Neben dem Beitrag entscheiden oft die Extras über die Wahl der Kasse. Die Salus BKK punktet mit finanziellen Zuschüssen. Sie erstattet bis zu 50 Euro jährlich für die professionelle Zahnreinigung und bezuschusst osteopathische Behandlungen mit bis zu 120 Euro. Ein Bonusprogramm belohnt Vorsorge mit bis zu 100 Euro Prämie.

Die SBK setzt ihren Fokus stark auf Service. Sie wirbt mit einem mehrfach ausgezeichneten Kundenservice, einem umfangreichen Bonusprogramm und einer 24/7 erreichbaren Gesundheitsberatung. Die Wahl hängt somit stark von den Prioritäten ab: Braucht der Versicherte konkrete finanzielle Zuschüsse oder umfassende Beratung?

Hintergrund: Warum der Druck auf die Kassen wächst

Die Entwicklungen bei Salus BKK und SBK sind symptomatisch für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung. Steigende Gesundheitskosten, der demografische Wandel und teure Innovationen setzen die Kassen unter massiven finanziellen Druck. Der gestiegene Durchschnittszusatzbeitrag ist ein klares Zeichen dafür.

In diesem Umfeld sind Beitragsanpassungen oft unvermeidbar, um Leistungen finanzieren zu können. Fusionen gelten als strategisches Mittel, um durch größere Einheiten Kosten zu senken und die Verhandlungsmacht zu erhöhen. Für Versicherte bedeutet dieser Trend zwar potenziell stabilere Beiträge, aber auch eine schwindende Auswahl an Krankenkassen.

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