Salesforce, Slackbot

Salesforce macht Slackbot zum KI-Arbeitsassistenten

13.01.2026 - 23:21:12

Salesforce stattet seinen beliebten Chat-Dienst Slack mit einem komplett neu gedachten, KI-gesteuerten Assistenten aus. Der neue Slackbot nutzt die leistungsstarke KI Claude von Anthropic und soll die Produktivität in Unternehmen revolutionieren. Ab sofort ist die KI für zahlende Business+- und Enterprise+-Kunden verfügbar.

Die Neuerung ist ein Quantensprung: Statt einfacher Benachrichtigungen beherrscht der Slackbot nun natürliche Sprache. Mitarbeiter können ihn direkt in Slack fragen, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen. Seine Kernaufgabe: Unternehmensweite Suche. Der Bot durchforstet nicht nur Slack-Kanäle, sondern auch verbundene Dienste wie Google Drive, Microsoft OneDrive, Box, Confluence und natürlich die Salesforce-Plattform selbst.

Das Ergebnis sind synthetisierte Antworten aus allen verfügbaren Quellen. Wer etwa den Status eines Projekts wissen will, erhält eine Zusammenfassung. Der Bot kann auch neue Inhalte erstellen, etwa Notizen für Besprechungen verfassen oder Termine koordinieren. Entscheidend ist: Alle Aktionen respektieren die bestehenden Benutzerberechtigungen und gewährleisten so die Datensicherheit.

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Sicherheit durch Partnerschaft mit Anthropic

Das Gehirn der Innovation ist das KI-Modell Claude des Sicherheitsspezialisten Anthropic. Eine erweiterte Partnerschaft der beiden Unternehmen macht dies möglich. Ein zentrales Versprechen: Alle verarbeiteten Daten verbleiben in der virtuellen Private Cloud von Salesforce. Das adressiert ein Hauptproblem vieler Unternehmen – die Sorge, sensible Informationen an externe KI-Dienste zu senden.

„Wir bieten eine sichere, interne Alternative zu öffentlichen Tools wie ChatGPT“, so die Strategie. Durch die native Integration in Slack hat die KI direkten, aber geschützten Zugriff auf Gesprächsverläufe und Dokumente. Eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur, die Slack AI Guardrails, soll zudem vor Manipulation schützen.

Angriff auf Microsoft und Google

Mit dem Update positioniert Salesforce Slack klar im Wettkampf der KI-Arbeitsassistenten gegen Microsoft Copilot und Google Gemini. Der große Vorteil? Die tiefe Integration in den Arbeitsfluss. Während andere KI-Funktionen oft nachträglich in Produktivitäts-Apps eingefügt werden, ist der Slackbot bereits im Gesprächsgeflecht des Unternehmens verankert.

Analysten sehen Potenzial: Da Slack oft mit Dutzenden Unternehmensanwendungen verbunden ist, eignet es sich ideal als zentrale Schaltstelle für Suchanfragen. Ein interner Probelauf bei Salesforce überzeugte: 25.000 wöchentliche Nutzer adaptierten das Tool quasi von selbst. Für Salesforce ist der Schritt auch ein Signal an Investoren, den milliardenschweren Kauf von Slack im Jahr 2020 in Wert zu setzen.

Die Vision: Ein „Super-Agent“ für alle Aufgaben

Die langfristige Vision geht noch weiter. Der Slackbot soll sich zu einem orchestrierenden Super-Agenten entwickeln. Statt selbst jede Aufgabe zu erledigen, koordiniert er dann spezialisierte KI-Agenten – etwa aus der eigenen Agentforce-Plattform oder von Drittanbietern.

In Entwicklung sind bereits Funktionen für Echtzeit-Assistenz: Mit ausdrücklicher Erlaubnis könnte der Bot auf den Bildschirm eines Nutzers zugreifen, um bei Aufgaben direkt zu helfen. Die schrittweise Einführung für berechtigte Kunden läuft noch bis Februar 2026. Die Nutzung ist denkbar einfach: Einfach eine Direktnachricht an den Slackbot öffnen und loslegen.

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