Salesforce, Aktie

Salesforce Aktie: Starke Zahlen, schwacher Kurs

31.03.2026 - 11:12:14 | boerse-global.de

Salesforce übertrifft Quartalserwartungen, doch die vorsichtige Umsatzprognose für 2027 belastet den Aktienkurs. Die KI-Plattform Agentforce wächst rasant.

Salesforce Aktie: Starke Zahlen, schwacher Kurs - Foto: über boerse-global.de

Salesforce hat die Erwartungen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertroffen — und die Aktie fällt trotzdem. Seit dem letzten Quartalsbericht hat der Titel rund 6,9 Prozent verloren und damit den S&P 500 deutlich underperformt. Der Grund liegt nicht in den Vergangenheitszahlen, sondern im Ausblick.

Solide Zahlen, enttäuschende Prognose

Das vierte Quartal lieferte auf dem Papier wenig Anlass zur Klage. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar, der operative Cashflow für das Gesamtjahr kletterte auf 15,0 Milliarden Dollar — ein Plus von 15 Prozent. Das verbleibende Auftragsvolumen (Remaining Performance Obligation) wuchs um 16 Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar. Zudem schüttete Salesforce 14,3 Milliarden Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden an Aktionäre aus.

Das Problem: Der Markt schaut nach vorne. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce Umsätze zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar — ein Wachstum von zehn bis elf Prozent. Diese Prognose blieb hinter den Erwartungen mancher Analysten und inoffiziellen Schätzungen zurück, was unmittelbar nach der Bekanntgabe einen vorbörslichen Kursrückgang von vier Prozent auslöste.

KI als Wachstumshoffnung — und Risikofaktor

Im Hintergrund läuft eine grundsätzlichere Debatte. Salesforce-Aktien haben in diesem Jahr mehr als 30 Prozent verloren, eingebettet in einen breiten Ausverkauf im Softwaresektor. Einige Analysten sprechen bereits von einer „SaaSpocalypse 2026": der strukturellen Neubewertung von Softwareunternehmen, weil KI-Agenten klassische Benutzeroberflächen nicht nur ergänzen, sondern zunehmend ersetzen.

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Salesforce positioniert sich als Profiteur dieses Wandels. Die KI-Plattform Agentforce erreichte im Geschäftsjahr 2026 einen jährlichen Umsatzlauf von 800 Millionen Dollar — ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr, mit 29.000 abgeschlossenen Deals. Als neue Kennzahl führte das Unternehmen sogenannte Agentic Work Units (AWUs) ein, die von KI-Agenten erledigte Aufgaben messen. Bislang wurden 2,4 Milliarden AWUs ausgeliefert, mit einem Wachstum von 57 Prozent im Quartalsvergleich.

Bewertung und Analystenstimmen

Der Kursrückgang hat eine auffällige Bewertungslücke geöffnet. Salesforce wird derzeit mit dem rund 14-fachen des bereinigten Gewinns gehandelt — deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 34x. Auf Basis eines Konsens-EPS-Wachstums von 17,5 Prozent pro Jahr ergibt sich ein PEG-Ratio von rund 0,84, was auf eine mögliche Unterbewertung hindeutet.

Morgan Stanley bekräftigte sein „Overweight"-Rating und verwies auf die frühe Adoptionsphase von Agentforce sowie starke RPO-Trends. Die operative Marge verbesserte sich auf 34,1 Prozent (Vorjahr: 33,0 Prozent), für FY27 peilt das Unternehmen 34,3 Prozent an.

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Das langfristige Umsatzziel für 2030 hob Salesforce auf 63 Milliarden Dollar an — zuvor waren es 60 Milliarden — unterstützt durch die geplante Übernahme von Informatica.

Nächster Test: 27. Mai

Am 27. Mai 2026 legt Salesforce die Zahlen zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres vor. Dieser Bericht wird erstmals vollständige AWU-Verbrauchsdaten für ein ganzes Quartal liefern — die entscheidende Kennzahl dafür, ob Agentforce-Pilotprojekte in großflächige Produktivdeployments übergehen. Salesforce selbst erwartet eine organische Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Hälfte von FY27. Ob diese Beschleunigung tatsächlich eintritt, wird der Kurs bis dahin einpreisen müssen.

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