Saftkuren: Entgiftungs-Mythos oder gesunder Neustart?
09.02.2026 - 04:10:11Saftkuren versprechen Entgiftung und Stoffwechsel-Turbo – doch die Wissenschaft mahnt zur Vorsicht. Während der Trend boomt, stellen Experten überzogene Gesundheitsversprechen infrage.
Der Körper verfügt über eigene, hocheffiziente Entgiftungssysteme. Leber, Nieren und Darm scheiden kontinuierlich Stoffwechselprodukte aus. Der in der Werbung populäre Begriff „Schlacken“ ist wissenschaftlich nicht definiert. „Eine spezielle Reinigung von außen ist nicht nötig“, betonen Ernährungswissenschaftler.
Der Stoffwechsel im Fasten-Modus
Der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung kann den Stoffwechsel jedoch tiefgreifend verändern. Der Körper schaltet auf Fettverbrennung um – ein Prozess, der mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden wird.
Viele Menschen sind unsicher, welche Blutwerte durch eine Kur oder Ernährungsumstellung tatsächlich beeinflusst werden. Ein kostenloser 25‑seitiger PDF‑Report erklärt leicht verständlich, welche Werte (z. B. Cholesterin, Hämoglobin, TSH) wirklich relevant sind, wie Sie Laborbefunde interpretieren und wann ein Arztkontakt sinnvoll ist. Nützlich, wenn Sie Veränderungen durch Fasten besser einordnen möchten. Kostenlosen Laborwerte‑Report anfordern
Eine große Beobachtungsstudie zum Buchinger Heilfasten zeigte positive Effekte bei über 1.400 Teilnehmenden:
* Signifikanter Gewichtsverlust und reduzierter Bauchumfang
* Verbesserte Blutfettwerte und normalisierter Blutdruck
* Besserung bei Vorerkrankungen wie Typ-2-Diabetes
Allerdings: Beim Saftfasten verhindert der Fruchtzucker in den Säften oft den Eintritt in den reinen Fastenstoffwechsel. Es unterscheidet sich damit vom traditionellen Wasser- und Teefasten.
Für wen ist eine Saftkur riskant?
Trotz fehlender Belege für eine „Entgiftung“ kann eine kurze Kur gesunden Menschen als Impuls dienen. Sie schärft das Bewusstsein für Ernährungsgewohnheiten. Wer es versuchen möchte, sollte wichtige Regeln beachten.
Experten raten zu maximal drei bis fünf Tagen für Anfänger. Wichtig sind Entlastungstage mit leichter Kost davor und ausreichend Wasser während der Kur. Von längeren Kuren ohne Aufsicht wird abgeraten – sie können zu Nährstoffmangel führen.
Diese Personengruppen sollten komplett auf Saftfasten verzichten:
* Menschen mit Vorerkrankungen
* Schwangere und Stillende
* Kinder und Jugendliche
Forschung: Vielversprechendes Fasten, unklare Saft-Kur
Die Wissenschaft entlarvt den Entschlackungs-Mythos, sieht aber Potenzial im kontrollierten Fasten. Studien deuten auf positive Effekte für die Zellregeneration und Stoffwechselparameter hin.
Eine Studie des Berlin Institute of Health zeigte: Längeres Fasten bewirkt systemische Veränderungen, die über reine Gewichtsabnahme hinausgehen. Ob Saftfasten ähnliche Effekte hat, ist jedoch unklar. Die aktuelle Gewichtsabnahme resultiert meist aus geringerer Kalorienaufnahme und Wasserverlust – und ist oft nicht nachhaltig.
Der Fokus verschiebt sich zu nachhaltigeren Formen wie dem Intervallfasten. Ernährungsexperten empfehlen dauerhaft gesunde Routinen: viel Gemüse, Vollkorn und ausreichend Flüssigkeit. Das unterstützt die körpereigenen Systeme jeden Tag – ohne teure Kur-Pakete.
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