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Safer Internet Day 2026 setzt auf KI-Aufklärung

07.02.2026 - 01:12:12

Zum Safer Internet Day starten weltweit Initiativen, um die Bevölkerung über Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz aufzuklären. Kostenlose Workshops und Lernmaterialien sollen digitale Souveränität fördern.

Der weltweite Aktionstag für mehr Onlinesicherheit stellt 2026 die künstliche Intelligenz in den Fokus. Regierungen und Tech-Konzerne starten Bildungsprogramme, um die digitale Souveränität der Bürger zu stärken.

London. Anlässlich des bevorstehenden Safer Internet Day am 10. Februar formiert sich eine globale Bewegung. Ihr Ziel: Die KI-Kompetenz in der Bevölkerung zu verbessern. Unter dem Motto „Smart Tech, Safe Choices“ haben zahlreiche Initiativen kostenlose Workshops und neue Lernmaterialien auf den Weg gebracht. Der Hintergrund sind wachsende Sorgen über den Einfluss von KI-Chatbots und autonomen Agenten auf die Gesellschaft – besonders auf junge Nutzer.

Globale Communitys starten Praxis-Workshops

Von Australien bis Malaysia ergreifen lokale Einrichtungen die Initiative. Die Staatsbibliothek von Queensland etwa bietet im Rahmen ihresProgramms „Digital and You“ Schulungen an. In Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken vermitteln sie praktische Fähigkeiten: vom Schutz persönlicher Daten über die Erkennung von Desinformation bis zum kreativen Experimentieren mit KI-Tools. „Es geht darum, in regionalen Gemeinschaften das Selbstvertrauen im Umgang mit digitaler Technik zu stärken“, so das Konzept.

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In Kuala Lumpur organisiert das Kommunikationsministerium ein öffentliches Forum. Tech-Giganten wie Meta, Google und TikTok werden dort ihre neuesten Sicherheitstools und Elternkontrollen vorstellen. Die Botschaft ist klar: Die Aufklärung soll dorthin gehen, wo die Menschen sind – in Bibliotheken und Gemeindezentren.

Neue Lernmaterialien machen KI begreifbar

Unterstützung kommt von großen Bildungs- und Technologieakteuren. Das UK Safer Internet Centre hat umfangreiche, kostenlose Materialpakete für alle Altersgruppen von 3 bis 18 Jahren veröffentlicht. Lehrer und Betreuer in Schulen oder Jugendgruppen erhalten damit Präsentationen und Aktivitäten, um über KI-gestützte Sprachassistenten und die Ethik der Technologie zu diskutieren.

Ein besonderes Highlight ist die Kooperation von BBC und Minecraft Education. Am Safer Internet Day strahlen sie eine interaktive „Live Lesson“ für Grundschüler aus. In der vertrauten Minecraft-Umgebung sollen Kinder spielerisch lernen, wie KI funktioniert und wie man ihre Tools sicher nutzt. Komplexe Themen werden so zugänglich gemacht.

Warum KI-Aufklärung jetzt so dringend ist

Die Bildungs-Offensive kommt zur rechten Zeit. Sicherheitsexperten warnen seit Anfang Februar vor den neuen Risiken durch autonome KI-Agenten. Diese verändern die Bedrohungslage im Netz grundlegend und stellen etablierte Sicherheitsmodelle infrage. Die Debatte muss sich daher von rein menschlichen Risiken lösen und die Handlungen nicht-menschlicher Entitäten einbeziehen.

Hinzu kommen konkrete Gefahren wie Deepfakes, die Verstärkung von Cybermobbing oder digitaler Anbahnung. Internationale Organisationen fordern seit Langem weltweite Maßnahmen und bessere KI-Bildungsprogramme zum Schutz vulnerabler Nutzer, vor allem von Kindern. Die Initiativen zum Safer Internet Day sind eine direkte Antwort darauf. Sie wollen Menschen in die Lage versetzen, KI-generierte Inhalte kritisch zu hinterfragen, Verzerrungen zu erkennen und die eigene Privatsphäre zu schützen.

KI-Kompetenz als Teil lebenslangen Lernens

Die Aktivitäten 2026 sind kein einmaliges Event, sondern Teil eines Trends: KI-Literacy soll fester Bestandteil der allgemeinen Bildung und von Gemeindeprogrammen werden. Das Ziel ist, dass das öffentliche Verständnis für Möglichkeiten und Risiken mit der rasanten Technologieentwicklung Schritt hält. Kostenlose, flexible Ressourcen von Organisationen wie dem UK Safer Internet Centre oder der irischen Initiative Webwise sollen Pädagogen befähigen, diese Gespräche das ganze Jahr über fortzuführen.

Die Zukunft wird von geteilter Verantwortung geprägt sein. Tech-Firmen, Regierungen und die Zivilgesellschaft müssen weiter an Standards und Aufklärungskampagnen zusammenarbeiten. Der Erfolg lokaler Workshops und niedrigschwelliger Lernangebote wird entscheidend sein. Nur so entsteht eine globale Gemeinschaft mündiger Digitalbürger, die die Vorteile der KI nutzen können, ohne ihren Gefahren schutzlos ausgeliefert zu sein.

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