S-Trust, Sparkassen-App

S-Trust: Sparkassen-App für Passwörter wird abgeschaltet

09.02.2026 - 14:09:11

Die Sparkassen stellen ihren Passwort-Manager S-Trust Ende März ein. Nutzer müssen ihre Daten bis dahin exportieren oder automatisch zum Nachfolger SecureSafe migrieren.

Die Sparkassen-App S-Trust für Passwörter und Dokumente wird Ende März endgültig abgeschaltet. Nutzer müssen ihre Daten bis dahin exportieren, sonst sind sie verloren. Die Verträge wurden bereits Ende Januar gekündigt, aktuell läuft nur noch eine Kulanzphase.

Harte Deadline: Datenrettung nur bis 31. März

Aktuell funktioniert der Login noch, doch das ist vorübergehend. Ab dem 1. April 2026 wird der Dienst komplett eingestellt. Danach ist kein Zugriff auf die Server mehr möglich. Alle gespeicherten Passwörter, Dokumente und Notizen werden dann datenschutzkonform gelöscht – eine Wiederherstellung ist ausgeschlossen. Die Uhr tickt also für alle verbliebenen Nutzer.

Einfacher Umzug zum Nachfolger SecureSafe

Für einen nahtlosen Übergang haben die Sparkassen eine Lösung parat: Sie kooperieren mit dem bisherigen Technologiepartner DSwiss AG. Dessen Produkt SecureSafe wird zur direkten Nachfolgelösung.

  • Ein spezieller Transferprozess überträgt Daten automatisch von S-Trust in ein neues SecureSafe-Konto.
  • Ordnerstrukturen und Passwörter bleiben weitgehend erhalten.
  • Der Wechsel ist besonders für technisch weniger versierte Nutzer die komfortabelste Option. DSwiss lockt zudem mit vergünstigten Konditionen für das erste Jahr.

Alternative: Manueller Export für andere Passwort-Manager

Wer zu anderen Anbietern wie Bitwarden, 1Password oder dem Apple Schlüsselbund wechseln möchte, muss manuell exportieren. Die Web-Version von S-Trust bietet dafür eine CSV-Exportfunktion.

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Sicherheitsexperten warnen jedoch: Die CSV-Datei enthält alle Zugangsdaten unverschlüsselt im Klartext. Nach dem Import in den neuen Manager sollte diese Datei sofort und sicher gelöscht werden, um Missbrauch zu verhindern.

Warum die Sparkassen ihre „Super-App“ einstellen

Die Einstellung markiert eine strategische Wende. Der Markt für Passwort-Manager ist hart umkämpft – dominiert von Tech-Giganten wie Apple und Google sowie spezialisierten Sicherheitsfirmen. Aus Unternehmenskreisen heißt es, das Produkt habe sich wirtschaftlich nicht ausreichend etabliert.

Die hohen Kosten für Sicherheit und Weiterentwicklung ließen sich nicht rechtfertigen. Stattdessen will sich die S-Communication Services GmbH nun auf Kernkompetenzen und zukunftsfähigere Banking-Lösungen konzentrieren. Experten erwarten, dass Banken künftig eher auf Partnerschaften mit etablierten Fintechs setzen werden.

@ boerse-global.de