S&P 500, Iran-Krieg

S&P 500 schließt schlechteste Woche seit Kriegsbeginn mit Iran ab – Verluste vertiefen sich auf 5. Negativwoche in Folge

27.03.2026 - 21:31:00 | ad-hoc-news.de

Der S&P 500 Index hat seine schlechteste Woche seit Ausbruch des Kriegs mit Iran erlebt und sinkt um 1,6 Prozent. Analysten sehen trotz aktueller Turbulenzen ein Potenzial von fast 29 Prozent Aufwärtspotenzial in den nächsten 12 Monaten, getrieben von Technologie-Aktien.

S&P 500,  Iran-Krieg,  Aktienmarkt - Foto: THN
S&P 500, Iran-Krieg, Aktienmarkt - Foto: THN

Der S&P 500 Index hat am Freitag seine schlechteste Woche seit dem Beginn des Kriegs mit Iran abgeschlossen. Der führende US-Aktienindex für große Unternehmen fiel um 1,6 Prozent und vertiefte damit die Verluste, die einen Tag zuvor den größten Tagesrückgang seit Kriegsausbruch markierten. Dies markiert die fünfte Verlustwoche in Folge für den Index, der nun auf einem Schlussstand von 6.477,16 Punkten notiert.

Stand: Freitag, 27. März 2026, 21:29 Uhr MESZ (Europe/Berlin)

Geopolitische Spannungen als Haupttreiber

Die aktuellen Verluste des S&P 500 sind primär auf geopolitische Risiken zurückzuführen, insbesondere den laufenden Konflikt mit Iran. Quellen berichten, dass der Index einen Tag nach seinem schlimmsten Tagesverlust seit Kriegsbeginn weiter sank. Diese Entwicklung unterstreicht, wie sensible US-Aktienmärkte auf Eskalationen in Nahost reagieren. Der Dow Jones Industrial Average verlor im selben Zeitraum 765 Punkte, was zeigt, dass der Druck breit gestreut ist, wobei der S&P 500 jedoch stärker betroffen scheint durch seine Tech-Lastigkeit.

Investoren in Europa und der DACH-Region spüren diese Volatilität direkt, da viele Portfolios S&P-500-linked ETFs wie den iShares Core S&P 500 UCITS ETF (IE00B5BMR087) enthalten. Der Spillover-Effekt in europäische Märkte ist spürbar, mit sinkendem DAX und Euro Stoxx 50 in den letzten Tagen.

Schlussstand und wöchentliche Performance

Am 26. März schloss der S&P 500 bei 6.477,16 Punkten. Die wöchentlichen Verluste beliefen sich auf 1,6 Prozent, was die schwächste Woche seit dem Iran-Kriegsausbruch darstellt. Monatsdaten vom 15. März zeigen für verwandte Indizes wie den S&P 500 3% Capped Index einen MTD-Rückgang von -3,98 Prozent und YTD -1,67 Prozent. Der Standard-S&P 500 weist ähnliche Trends auf, mit einer fünften aufeinanderfolgenden Negativwoche.

Diese Zahlen stammen aus offiziellen Index-Returns von S&P Dow Jones Indices und unterstreichen die anhaltende Abwärtsspirale. Im Vergleich zum Dow, der breiter aufgestellt ist, leidet der S&P 500 stärker unter der Tech-Schwäche, da Sektoren wie Information Technology den größten Druck erfahren.

Analystenprognosen: 29 Prozent Aufwärtspotenzial

Trotz der aktuellen Turbulenzen prognostizieren Branchenanalysten ein starkes Aufwärtspotenzial für den S&P 500. Das aggregierte Bottom-up-Target-Preis liegt bei 8.349,36 Punkten, was einem Anstieg von 28,9 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 26. März entspricht. Dies basiert auf Median-Zielpreisen für alle 500 Konstituenten.

Der Informationstechnologie-Sektor führt mit einem erwarteten Preisanstieg von 40,9 Prozent, während Energy mit -2,4 Prozent den größten Abwärtstrend erwartet. Diese Prognosen von FactSet zeigen, dass Analysten langfristig optimistisch bleiben, trotz kurzfristiger geopolitischer Risiken.

Sektoranalyse und Divergenzen

Innerhalb des S&P 500 zeigen sich klare Divergenzen. Der S&P 500 Ex-Energy TR fiel um -0,63 Prozent täglich und -3,76 Prozent MTD, was auf Energie als relativen Stabilisator hindeutet. Andererseits leidet der Tech-lastige S&P 100 mit -0,91 Prozent täglich und -2,73 Prozent MTD stärker.

Diese Sektorrotation ist entscheidend: Während Tech-Aktien wie die der 'Magnificent Seven' den Index normalerweise antreiben, bremsen sie nun durch Kriegsängste. Europäische Investoren, die über ETFs exponiert sind, sollten auf diese Divergenzen achten, da sie Rebalancing-Möglichkeiten bieten.

Auswirkungen auf Futures und ETFs

Die S&P 500 Futures am CME handeln derzeit im Einklang mit den Cash-Index-Verlusten, zeigen aber leichte Erholungsansätze im Premarket. Wichtig: Futures sind nicht identisch mit dem Cash-Index und spiegeln Erwartungen wider. ETFs wie der SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY) notieren ähnlich, mit Fokus auf die 500 Konstituenten.

Für DACH-Investoren relevant: UCITS-konforme S&P-500-ETFs bieten Zugang ohne Währungsrisiko-Hedging-Probleme, aber die aktuelle Volatilität erhöht das Risiko von Tracking-Errors bei anhaltenden geopolitischen Schocks.

Europäische Perspektive und Risiken

Aus Sicht europäischer Anleger verstärkt der S&P-500-Rückgang die Unsicherheit. Der Euro-Dollar-Kurs hat sich bewegt, was unhedged ETFs belastet. Zudem könnten höhere Ölpreise durch den Iran-Konflikt Inflation in der Eurozone anheizen, was EZB-Entscheidungen beeinflusst.

Risiken umfassen Eskalation des Konflikts, potenziell treibend Energiepreise und dämpfend Tech-Wachstum. Chancen liegen in der Analystenprognose, die auf starke Earnings hinweist.

Ausblick und nächste Katalysatoren

Nächste Wochen könnten von weiteren Iran-Entwicklungen, US-Wirtschaftsdaten und Fed-Signalen geprägt sein. Der S&P 500 könnte sich erholen, wenn Spannungen abnehmen, mit Tech als Treiber gemäß Prognosen.

Langfristig bleibt der Index robust, mit historischen Annualized Returns von über 14 Prozent in 10 Jahren für vergleichbare Indizes.

Weiterführende Quellen

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, ETFs und Finanzinstrumente sind volatil.

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