S&P 500: Doppelschlag!
23.02.2026 - 22:54:31 | boerse-global.deDer US-Leitindex S&P 500 rutschte am Montag um 1,04 Prozent auf 6.837,75 Punkte ab – der schwächste Stand seit drei Wochen. Verantwortlich für den Ausverkauf: eine explosive Mischung aus neuen Zoll-Drohungen und aufkeimenden Zweifeln an der Künstlichen Intelligenz. Während Trump erneut die Zoll-Keule schwingt, erschüttert ein kritischer Research-Bericht das Vertrauen in die Tech-Investitionen.
Trump erhöht den Druck
Nach der juristischen Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof, der Trump am Freitag die rechtliche Grundlage für viele bereits verhängte Zölle entzog, schlug der Präsident prompt zurück. Zunächst kündigte er einen weltweiten Zollsatz von 10 Prozent an, erhöhte diesen aber bereits am Samstag auf 15 Prozent. Für EU-Importe soll künftig ein Satz von 15 Prozent gelten, wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mitteilte.
Die Reaktion aus Brüssel ließ nicht lange auf sich warten: Das Europäische Parlament fror die Umsetzung des bereits ausgehandelten EU/US-Zollabkommens ein. Damit ist die Unsicherheit im transatlantischen Handel größer denn je – ein Belastungsfaktor, der die Risikobereitschaft der Anleger spürbar dämpfte.
KI-Euphorie bekommt erste Risse
Noch schwerer wog jedoch ein Bericht des Researchhauses Citrini Research, der die potenziellen Risiken der Künstlichen Intelligenz für verschiedene Wirtschaftssegmente beleuchtete. Die zentrale Frage: Werden sich die massiven Investitionen in diese Technologie überhaupt zeitnah auszahlen?
Die Antwort des Marktes fiel eindeutig aus. Besonders hart traf es Finanzwerte: American Express stürzte um 7,2 Prozent ab, Visa verlor 6,5 Prozent, Goldman Sachs und JPMorgan Chase gaben zwischen 3,3 und 4,0 Prozent nach. Auch der IT-Sektor kam unter die Räder. IBM brach als schwächster Dow-Wert um mehr als 13 Prozent ein – der größte Tagesverlust seit dem Jahr 2000.
Auslöser für die Tech-Verluste war auch die Ankündigung des OpenAI-Konkurrenten Anthropic, der am Wochenende ein Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude vorstellte. Händler bewerten dies als direkte Bedrohung für IT-Beratungsunternehmen. Zscaler verlor 11,3 Prozent, Crowdstrike 10,4 Prozent und Datadog 9,9 Prozent.
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Lichtblicke im Pharma- und Fintech-Sektor
Gegen den Trend legten Eli Lilly um 4,9 Prozent zu. Der Pharmakonzern profitiert von einem erneuten Rückschlag des dänischen Wettbewerbers Novo Nordisk mit einem Abnehmmittel. JPMorgan-Analyst Chris Schott erwartet länger anhaltende Marktanteilsgewinne für Eli Lilly.
Auch PayPal konnte sich mit einem Plus von 5,8 Prozent vom Gesamtmarkt abkoppeln. Laut Bloomberg-Informationen hat der massive Wertverlust der vergangenen Monate das Interesse potenzieller Käufer geweckt. Mindestens ein großer Konkurrent soll den Zahlungsdienstleister als Gesamtunternehmen im Visier haben, während andere Interessenten gezielt einzelne Vermögenswerte ins Auge fassen.
Gilead Sciences gab 1,1 Prozent ab, nachdem der Biotech-Konzern die Übernahme des Krebsspezialisten Arcellx für 115 Dollar je Aktie plus eine mögliche Nachzahlung von fünf Dollar angekündigt hatte. Der Deal bewertet Arcellx mit einem Eigenkapitalwert von bis zu 7,8 Milliarden Dollar – die Aktie schoss daraufhin um 77 Prozent in die Höhe.
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