RTL/ ntv-Trendbarometer: AfD holt Union ein, Merz mit Allzeittief in Beliebtheit – FDP und BSW unter Drei-Prozent-Marke
07.04.2026 - 16:10:27 | ad-hoc-news.de
Die politische Landschaft in Deutschland spitzt sich weiter zu. Laut dem neuesten RTL/ntv-Trendbarometer vom 7. April 2026 hat die AfD die Union bei 26 Prozent erreicht und liegt damit gleichauf. Die CDU/CSU verliert dadurch ihre alleinige Spitzenposition, während die Regierungsparteien insgesamt keine Mehrheit mehr erreichen würden. Diese Umfrage des Instituts Forsa, durchgeführt zwischen dem 1. und 2. April bei 1009 Befragten, spiegelt eine wachsende Unzufriedenheit wider, die sich vor allem auf wirtschaftliche Herausforderungen und Energiepreise zurückführen lässt.
Unzufriedenheit mit Merz auf Rekordhoch
Bundeskanzler Friedrich Merz steht unter enormem Druck. Die Unzufriedenheit mit seiner Regierungsarbeit hat ein Allzeittief erreicht, wie das Trendbarometer zeigt. Experten sehen hier einen direkten Zusammenhang mit anhaltenden Energiepreissprüngen und der kriselnden Wirtschaftslage. Die CDU/CSU, die bei der Bundestagswahl 2025 noch 28,5 Prozent erreichte, rutscht nun auf 26 Prozent ab. Dies markiert einen Verlust von 2,5 Prozentpunkten seit der Wahl.
Die AfD hingegen legt nach einem Einbruch Anfang März erneut zu. Mit einem Plus von einem Prozentpunkt zieht sie gleich und profitiert offenbar von der Stimmungslage. Die Partei, die bei der Wahl 20,8 Prozent holte, würde heute denselben Anteil wie die Union bekommen. Dies unterstreicht die Polarisierung im Wählerlager.
Regierungsparteien in der Krise
Die SPD stagniert auf 12 Prozent, ihrem Allzeittief seit vier Wochen. Trotz einer Grundsatzrede von Parteichef Lars Klingbeil Ende März ändert sich nichts. Die Grünen halten bei 15 Prozent stand, was sie vorerst vor der SPD platziert. Die Linke mit 10 Prozent bleibt nah dran. Zusammen kämen die Regierungsparteien nicht über eine Mehrheit hinaus.
Schwere Verluste erleiden FDP und BSW. Beide liegen unter 3 Prozent und würden damit nicht in den Bundestag einziehen. Die FDP pendelt seit fünf Wochen in diesem Bereich, BSW fällt nun in dieselbe Kategorie. Die 'Sonstigen' Parteien summieren sich auf 11 Prozent, einen Zuwachs von 2 Punkten seit vor Ostern.
Wirtschaftliche Belastungen als Treiber
Die Umfrage fällt in eine Zeit hoher Unsicherheit. Energiepreise sind explodiert, die Wirtschaft kriselt weiter. Viele Bürger spüren dies am Tankstellenzähler. Tatsächlich fordert eine deutliche Mehrheit – zwei von drei Befragten – einen Preisdeckel für Benzin und Diesel. Wirtschaftsministerin Reiche lehnt dies ab, doch Wähler der Union und anderer Parteien sind dafür.
In ergänzender Berichterstattung von Welt wird bestätigt, dass Energiepolitik ein Top-Thema ist. Die AfD nutzt dies, indem sie sich als Protestpartei positioniert. Ähnliche Trends zeigen Umfragen von Infratest dimap, die die AfD ebenfalls auf hohem Niveau sehen.
Implikationen für die Politik
Für die Union bedeutet der AfD-Zuspruch ein Warnsignal. Friedrich Merz muss gegensteuern, doch sein Beliebtheitswert sinkt. Die Opposition drängt auf Kurskorrekturen, insbesondere in Wirtschaft und Energie. Experten wie die vom Institut für Demoskopie Allensbach beobachten, dass Proteststimmen mobilisiert werden.
Die hypothetische Bundestagswahl würde so aussehen: CDU/CSU 26%, AfD 26%, Grüne 15%, SPD 12%, Linke 10%, Sonstige 11%. Die Statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3 Prozentpunkten. Dies unterstreicht die Volatilität der Lage.
Weitere Kontexte und Hintergründe
Die Entwicklung passt zu breiteren Trends. Seit der Bundestagswahl 2025 hat sich das Parteiensystem verschoben. BSW um Sahra Wagenknecht kämpft um Relevanz, FDP leidet unter Liberalitätskritik. Intern bei der Union gibt es Debatten über Kooperationsgrenzen zur AfD.
Auf ad-hoc-news.de finden Sie mehr zu aktuellen Wahltrends 2026 und der Energiekrise in Deutschland. Diese Themen prägen die Debatte.
Das Trendbarometer basiert auf standardisierten Methoden von Forsa. Es misst nicht nur Parteipräferenzen, sondern auch Zufriedenheit mit Politikern. Merz' Tiefpunkt ist historisch, vergleichbar mit früheren Krisenphasen.
Regionale Unterschiede und Demografie
Die AfD ist besonders im Osten stark, wo wirtschaftliche Probleme spürbar sind. Junge Wähler tendieren zu Protestparteien, Ältere bleiben konservativ. Die Grünen profitieren von Umweltthemen, verlieren aber bei Energiepreisen.
Quellen wie tagesschau.de berichten ähnlich: AfD auf Höchststand, Union unter Druck. Dies bestätigt die n-tv-Daten.
Schauen wir auf die Entwicklung: Vor zwei Wochen lag die Union noch vorne mit 27 Prozent, AfD bei 25. Der Zuwachs der AfD korreliert mit Berichten über steigende CO2-Steuern und Netzentgelte. Forsa-Chef Winkler betont in Interviews, dass Stimmungsumschwünge schnell gehen können.
Historisch gesehen haben solche Umfragen oft Voraussagen getroffen, mit Abweichungen unter 3 Prozent. Die aktuelle Volatilität ist hoch durch externe Faktoren wie globale Energiekrisen.
Ausblick und politische Reaktionen
Merz hat in einer Rede auf steuerliche Entlastungen hingewiesen, doch Wähler fordern mehr. SPD-Chef Klingbeil plant weitere Initiativen. AfD-Chef Chrupalla feiert den Zuwachs als Bestätigung.
Weitere Infos zu Friedrich Merz und seiner Politik sowie [[INTERNAL_LINK_4: Umfragen zur AfD-Entwicklung]] auf ad-hoc-news.de.
Die Umfrage zeigt: Deutschland steht vor Wahlen unter Spannung. Wirtschaftliche Stabilität wird entscheidend sein.
Vergleich zu März: AfD +1%, Union -1%, SPD stabil niedrig. Forsa-Daten sind repräsentativ. Wirtschaftsdaten des Statistischen Bundesamts zeigen Rezessionsrisiken, was die Stimmung erklärt.
Experten wie Prof. Dr. Schill von der Uni Mannheim analysieren: Protestparteien gewinnen in Krisen. Ähnlich in Frankreich und Italien.
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