Roche und Co. bringen Alzheimer-Diagnose per Bluttest voran
08.02.2026 - 21:31:12Neue Bluttests revolutionieren die Alzheimer-Diagnostik. Sie sind schneller, günstiger und weniger invasiv als bisherige Methoden. Damit ebnen sie den Weg für eine frühere und gezieltere Behandlung der Demenzerkrankung.
Jahrelang waren Ärzte auf teure und aufwendige Verfahren angewiesen: Entweder eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder die schmerzhafte Entnahme von Nervenwasser. Beide Methoden suchen nach den für Alzheimer typischen Proteinablagerungen im Gehirn. Die neuen Bluttests machen diesen Umweg nun überflüssig.
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Was die neuen Tests im Blut erkennen
Die Tests spüren spezifische Eiweiße auf, die bei Alzheimer-Patienten verändert sind:
* Das Amyloid-Beta-Verhältnis (Aß42/40): Ein niedriger Wert deutet auf die krankhaften Amyloid-Plaques im Gehirn hin.
* Phosphoryliertes Tau (p-Tau): Besonders die Varianten p-Tau217 und p-Tau181 gelten als hochspezifische Indikatoren. Sie können Alzheimer von anderen Demenzformen unterscheiden.
Ein negatives Ergebnis schließt die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Ein positives Ergebnis erhärtet den Verdacht und beschleunigt die weitere Abklärung.
Diese Tests erhalten bereits Zulassungen
Mehrere Unternehmen treiben die Entwicklung voran und erhalten grünes Licht von Behörden:
* Fujirebio: Dessen Test „Lumipulse G pTau217/ß-Amyloid 1-42 Plasma Ratio“ hat bereits eine FDA-Zulassung in den USA für Patienten ab 55 Jahren.
* Roche & Eli Lilly: Ihr gemeinsamer „Elecsys pTau217“-Test wurde von der FDA als „Breakthrough Device“ eingestuft – das beschleunigt das Zulassungsverfahren erheblich.
* In Europa: Tests wie der „Elecsys pTau181“ von Roche tragen bereits die CE-Kennzeichnung und sind einsatzbereit.
Die Tests sind aktuell für Erwachsene mit ersten kognitiven Symptomen gedacht. Sie sollen Hausärzten eine zuverlässige Erstorientierung geben.
Schnellere Diagnose, gezieltere Therapie
Die einfachere Diagnose hat direkte Auswirkungen auf die Behandlung. Sie ermöglicht eine schnellere Überweisung zum Spezialisten. Vor allem aber wird sie zum Schlüssel für neue Medikamente.
Die vielversprechenden Antikörper-Therapien wie Lecanemab und Donanemab wirken am besten in frühen Krankheitsstadien. Die Bluttests helfen dabei, genau die Patienten zu identifizieren, die von diesen Behandlungen profitieren könnten.
Wann kommt der Test für Gesunde?
Die Forschung arbeitet bereits an der nächsten Stufe: Tests, die das Alzheimer-Risiko erkennen, lange bevor erste Symptome auftreten. Doch hier lauern ethische Fallstricke.
Was nützt eine Vorhersage, wenn es keine vorbeugende Therapie gibt? Experten warnen vor psychischen Belastungen durch solche Ergebnisse. Daher bleibt die Interpretation der Werte vorerst Aufgabe des erfahrenen Arztes im Gesamtkontext der Untersuchung. Doch der Grundstein für eine neue Ära der Alzheimer-Diagnose ist gelegt.


