Roche-Bluttests erhalten europäische Zulassung für Alzheimer-Früherkennung
04.02.2026 - 17:22:12Ein neuer Bluttest zur Alzheimer-Diagnose hat die europäische Zulassung erhalten. Der vom Schweizer Pharmakonzern Roche entwickelte „Elecsys pTau181“-Test verspricht, die bisher aufwendige Diagnostik zu revolutionieren. Statt teurer Hirnscans oder Nervenwasser-Untersuchungen könnte künftig eine einfache Blutprobe in der Hausarztpraxis Klarheit bringen.
So funktioniert der Biomarker-Test
Der Test spürt spezifische Alzheimer-Proteine im Blut auf. Im Fokus stehen phosphorylierte Tau-Proteine (p-Tau), die sich im Gehirn von Erkrankten ablagern und Nervenzellen schädigen. Misst der Test einen unauffälligen pTau181-Wert, kann eine Alzheimer-Erkrankung mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden.
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Ein noch präziserer Biomarker, p-Tau217, ist bereits Jahre vor den ersten Symptomen nachweisbar. Solche Tests ebnen den Weg für präventive Therapien und helfen, Alzheimer von anderen Demenzformen zu unterscheiden.
Studie zeigt Grenzen der Proteine auf
Doch die Sache hat einen Haken: Eine Studie der Universitätsmedizin Halle enthüllte, dass die als vielversprechend geltenden p-Tau-Proteine nicht nur bei Alzheimer erhöht sind. Auch Patienten mit der Nervenkrankheit ALS wiesen höhere Konzentrationen im Blut auf.
Die in „Nature Communications“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Für ein präzises Massenscreening braucht es noch genauere Tests. Experten betonen daher, dass die Bluttests etablierte Verfahren zunächst nur ergänzen. Bei auffälligem Blutbefund folgt weiterhin eine Absicherung durch Nervenwasser-Analyse.
Hohe Trefferquote in erster Großstudie
Trotz der Herausforderungen ist die Zulassung ein Meilenstein. In den USA hat die Behörde FDA bereits ähnliche Tests für die Routineversorgung freigegeben. Der große Vorteil: Die einfache und kostengünstige Durchführung macht sie ideal für Hausarztpraxen.
In einer Studie mit fast 800 Teilnehmern bewies der Roche-Test seine Zuverlässigkeit. Bei rund 94 von 100 Personen mit negativem Testergebnis lag tatsächlich kein Alzheimer vor. Diese frühe Sicherheit ist entscheidend, denn sie ermöglicht Betroffenen den rechtzeitigen Zugang zu neuen Therapien, die den Krankheitsverlauf verlangsamen.
Früherkennung Jahre vor den Symptomen
Die Entwicklung blutbasierter Biomarker verändert die Alzheimer-Landschaft nachhaltig. Künftige Tests könnten die Erkrankung bis zu zehn Jahre vor den ersten Symptomen erkennen – vor allem durch ihren hohen negativen Vorhersagewert.
Wann die Tests flächendeckend in Praxen ankommen und wer die Kosten trägt, ist noch offen. Doch der Weg für eine einfachere, patientenfreundlichere Diagnostik ist geebnet. Langfristig könnten die minimalinvasiven Verfahren die belastenden Standardmethoden ablösen.
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