RKI erklärt Grippewelle für beendet
02.04.2026 - 10:40:22 | boerse-global.deDas Robert Koch-Institut (RKI) hat die Grippewelle der Saison 2025/26 offiziell für beendet erklärt. Doch während die Influenza-Zahlen massiv sinken, sorgen andere Erreger für einen moderaten Anstieg der Atemwegserkrankungen.
Bilanz einer intensiven Grippesaison
Nach 15 Wochen endete die Welle in der zehnten Kalenderwoche. Damit verlief sie etwa eine Woche kürzer als im Vorjahr. Dennoch hinterließ sie deutliche Spuren: Über 236.800 labordiagnostisch bestätigte Fälle registrierte das RKI seit Herbst 2025.
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Besonders besorgniserregend war die Zahl der schweren Verläufe. Rund 63.200 Infizierte, etwa 27 Prozent, mussten stationär behandelt werden. 1.922 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Influenza-Infektion, der Großteil war über 60 Jahre alt. Dominierend war in dieser Saison das Influenza-A(H3N2)-Virus.
Frühlingsschnupfen durch andere Viren
Obwohl die Grippe abklingt, steigt die allgemeine Rate akuter Atemwegserkrankungen aktuell wieder leicht an. Verantwortlich sind vor allem humane saisonale Coronaviren (hCoV) und Rhinoviren – die klassischen Auslöser des Frühlingsschnupfens.
Besonders betroffen sind Kleinkinder und junge Erwachsene zwischen 15 und 34 Jahren. Parallel dazu zeichnet sich das Ende der RSV-Welle ab, die seit Jahresbeginn vor allem junge Familien belastete. Bei Kindern unter vier Jahren bleibt die RSV-Rate mit etwa 38 Prozent aber weiter hoch.
Corona: Neue Varianten „Nimbus“ und „Stratus“
Die COVID-19-Lage präsentiert sich stabil auf niedrigem Niveau. Die bundesweite Inzidenz liegt bei etwa 0,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Doch in den Laboren tauchen neue dominante Linien auf.
Die Variante NB.1.8.1, intern „Nimbus“ genannt, macht etwa 60 Prozent der zirkulierenden Viren aus. Dicht darauf folgt die Linie XFG, bekannt als „Stratus“, mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Viele Infektionen verlaufen mild und werden als einfache Erkältung wahrgenommen. Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Halsschmerzen.
Erschöpfung bleibt oft länger
Die anhaltende Belastung durch Infektionswellen rückt langfristige Gesundheitsfolgen in den Fokus. Fachleute diskutieren zunehmend die Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit.
Infektionen mit respiratorischen Viren führen häufig zu Symptomen wie anhaltender Müdigkeit und Konzentrationsschwäche – und das oft über die akute Krankheitsphase hinaus. Viele Patienten klagen nach einer durchgemachten Infektion über eine verzögerte Rückkehr zu ihrer vollen geistigen Leistungsfähigkeit.
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Bereits der Blick in den Herbst
Mit dem fortschreitenden Frühling rechnen Experten mit einer weiteren Entspannung. Doch die Gesundheitsbehörden bereiten sich bereits jetzt auf den kommenden Herbst vor.
Das RKI und die Ständige Impfkommission werden voraussichtlich im späten Sommer aktualisierte Impfempfehlungen herausgeben. Basis sind die Daten zu den diesjährigen Varianten. Für den Rest des Aprils wird erwartet, dass die Erkältungszahlen langsam sinken. Für Allergiker beginnt nun die Pollensaison – eine zusätzliche Herausforderung, die sich oft kaum von einem Infekt unterscheiden lässt.
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