Rigetti Computing Aktie: Indien-Deal befeuert Fantasie
29.01.2026 - 20:54:33Der Quantencomputer-Spezialist Rigetti Computing hat im Januar einen Großauftrag aus Indien an Land gezogen – und die Anleger sind euphorisch. Ein 8,4-Millionen-Dollar-Vertrag mit Indiens staatlichem Centre for Development of Advanced Computing (C-DAC) zeigt: Die Technologie verlässt das Labor und wird zu echter Hardware. Doch bei einer Marktkapitalisierung von 7,27 Milliarden Dollar und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 824 stellt sich die Frage, ob der Markt hier zu weit vorauseilt.
Der Indien-Deal als Wendepunkt
Am 21. Januar 2026 verkündete Rigetti den Vertragsabschluss mit C-DAC – ein Meilenstein, der von Analysten als wichtige Validierung der supraleitenden Qubit-Technologie des Unternehmens gewertet wird. Anders als bei vielen Wettbewerbern handelt es sich hier nicht um Forschungskooperationen oder Absichtserklärungen, sondern um die konkrete Lieferung eines funktionsfähigen Quantencomputersystems.
Der Deal unterscheidet Rigetti von Konkurrenten wie D-Wave Quantum oder Alphabets Google-Tochter, die ebenfalls im Quantenbereich aktiv sind. Während Google-Manager „nützliche“ Anwendungen noch etwa ein Jahrzehnt in der Zukunft sehen, positioniert sich Rigetti bereits heute als Lieferant für staatliche Auftraggeber.
Wall Street wird optimistisch
Die Reaktion der Analysten ließ nicht lange auf sich warten. Gleich vier große Häuser haben ihre Einschätzungen nach oben korrigiert:
- Mizuho: Outperform-Rating, Kursziel 50 Dollar
- Rosenblatt Securities: Buy-Rating, Kursziel 40 Dollar
- B. Riley Securities: Upgrade auf Buy am 22. Januar, Kursziel 35 Dollar
- Wedbush: Outperform-Rating, Kursziel 35 Dollar
Diese Kursziele implizieren weiteres Aufwärtspotenzial von 60 bis 130 Prozent – trotz des bereits massiven Kursanstiegs von über 2.400 Prozent seit Anfang 2023.
Die Kehrseite der Medaille
Bei aller Euphorie darf die finanzielle Realität nicht übersehen werden. CEO Subodh Kulkarni räumte selbst ein, dass es noch drei bis fünf Jahre dauern könnte, bis signifikante Umsätze fließen. Die Zahlen des dritten Quartals 2025 vom 10. November zeigten einen Umsatzrückgang von 18,1 Prozent im Jahresvergleich. Der Nettoverlust der letzten zwölf Monate summiert sich auf rund 201 Millionen Dollar.
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Das extreme Bewertungsniveau spiegelt weniger die aktuelle Ertragskraft als vielmehr die Wette auf zukünftige Marktdominanz wider. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 824 liegt Rigetti weit über dem Technologiesektoren-Durchschnitt – selbst für Standards des Quantencomputing-Sektors eine Herausforderung.
Brennpunkt März-Quartalsbericht
Am 4. März 2026 steht der nächste Quartalsbericht an. Investoren werden vor allem auf zwei Punkte achten: Gibt es konkrete Updates zum Lieferzeitplan des indischen Systems? Und wie entwickelt sich die Cash-Burn-Rate für 2026? Bei einer Short-Quote von 13,37 Prozent hat sich bereits eine beachtliche Wette gegen die Aktie aufgebaut – was bei positiven Nachrichten zu weiteren Kurssprüngen führen könnte.
Der Indien-Vertrag markiert einen wichtigen Schritt vom Forschungslabor zum kommerziellen Anbieter. Ob die aggressive Bewertung gerechtfertigt ist, hängt davon ab, ob Rigetti weitere Großaufträge folgen lassen kann – und das in einem Zeitrahmen, der die hohen Erwartungen rechtfertigt.
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